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NASA Moonbuggy Race - NASA Moonbuggy Race 2012
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Rennergebnis 2012: 3 Awards und eine Überraschung

Huntsville, den 14. April 2012 von Ralf Heckel

team germany 1Team Germany 1
Startnummer 8, Moonbuggy „Ganymed“
Max Frank und Viktoria Lagemann

- International Team Award

Die Daten: Rennzeit: 3:38 min, Assembly-Time: 40 sek.; ein erfolgreicher Durchlauf
Den Award (gestiftet vom NASA-Headquarter) gab es für die Pionierarbeit dieses Teams und dessen Träger, seit 6 Jahren internationale Teams zu motivieren, zu betreuen und zu trainieren sowie und in diesem Jahr 3 weitere Teams nach Huntsville zu bringen.


team 2 germanyTeam Germany 2
Startnummer 9, Moonbuggy „Calypso“,
Tobias Meier und Michaela Ebert

- Platz 13 von 44

Die Daten: Rennzeit: 4:38 min, Assembly-Time: 16 sek.; 2 erfolgreiche Durchläufe,
Klasse Leistung als Newcomer! Leider reichte es nicht für den Rookie-Award und auch nicht für den Telemetry-Award, den die Jury dem Team gern gegeben hätte (es fehlte die schriftliche Bewerbung).


team russiaTeam Russia
Startnummer 10, Moonbuggy „Lunochod 3“,
Roman Tarasov und Marina Tereshkova

Platz 4 (Abstand zu Platz 2 nur 2 sek)
Telemetry Award
Best Design Award

Die Daten: Rennzeit: Assembly-Time: 9 sek.; ein erfolgreicher Durchlauf;
Telemetry-Award (dotiert auf 500 Dollar): für die konstante Aufarbeitung von aufgezeichneten Daten vorhergehender Jahre und deren Einarbeitung in die aktuelle Konstruktion per CAD-CAM, Benutzung von mehreren Bordcams zur Analyse bestimmter Baugruppen;
Best Design Award (dotiert auf 1000 Dollar): für eine hervorragende ingenieurtechnische Leistung  in schriftlicher, praktischer und mündlicher Form, Aufarbeitung einer evolutiven Konstruktion als Praktikumsprojekt für Schüler mit der Studienorientierung Ingenieurwesen)


team italyTeam Italy/India
Startnummer 11, Moonbuggy „Titanium“,

Simon Galetti und Laura Martin (1. Durchgang)
Sahib Singh und Harshmeet Kaur (2. Durchgang)

Platz 23 von 44
Einladung des Moonbuggys zur ständigen Ausstellung im US Space & Rocket Center

Die Daten: Rennzeit: 9:26 min; beste Assembly Time unserer Teams mit 8 sek.; Team Italy konnte zu 50% die Strecke befahren und musste dann wegen Achsenbruch schieben; Team India absolvierte den 2. Durchlauf zwar langsam aber erfolgreich; unter insgesamt 10 indischen Teams erreichten 2 Moonbuggys das Ziel, davon war das ISEI-Moonbuggy „Titanium“ die Nr. 1, intern wird das ISEI hier den „Best India Team Award“ ausloben. Für das Team Italy auf dem selben Buggy wird das ISEI den „Best Assembly Time Award“ ausloben.


Die Einladung des NASA-Centers

Huntsville, den 15. April 2012 von Ralf Heckel

imgMüdigkeit tritt durch. Die Anstrengung fordert Tribut. Während der Award-Zeremonie unter der gigantischen Mondrakete „Saturn V“ fällt es am Abend nach dem 2. Rennen bei tiefstehender blendender Sonne den Teammitgliedern schwer noch die Augen auf zu halten. Hochdotierte Redner halten gute Reden aber das Verstehen in Englisch strengt zusätzlich an.

Heute war der Administrator der NASA da, Charles Bolden. Er wünscht den Teams persönlich viel Glück, auch unseren Rookies Tobias und Michaela. Daraufhin klappe alles. All unsere Teams absolvierten ohne Blessuren den Kurs und erreichten das Ziel. Die Huntsville Times titelt mit einem Foto unseres bunten multinationalen Teams. Alle Buggys sind auch danach in guter technischer Verfassung aber sehr staubig. Alle Piloten sind zwar ausgepowert aber gesund und munter. Nur ein Zuschauer ist verletzt. Ein venezianisches Teammitglied stolperte vor Begeisterung auf fiel hin. Er musste einen Knie-Verband bekommen, Schürfwunde.

imgEin Astronaut redet gerade als alle ISEI-Mitglieder im Davidson Center munter werden. Er lobt die multinationale Arbeit des ISEI welches Ländergrenzen nicht als Hindernis sieht und unbeirrt aller Widerstände mit jungen Leuten gemeinsam Moonbuggys und damit an einem Strang an der Zukunft baut. Er sagt: „So stellen wir uns die Zukunft vor und nur so kann sie auch gelingen. Ihr macht ausgezeichnete Arbeit. Ihr bereichert die Arbeit der NASA“. Dabei deutet er auf das deutsch-russisch-indisch-italienische Moonbuggy welches in Orange neben ihm steht. Das Team taufte es gestern vor laufender TV-Kamera auf den Namen „Titanium“ (nach einem Mond im Saturn-System). Es ist heute das einzige von 88 Moonbuggys welches in diese Ausstellungshalle neben dem echten Apollo-Mondrover und all den vielen Ausstellungsstücken aus 50 Jahren US-Raumfahrtgeschichte darf.

imgDann tritt die Direktorin des Space & Rocket Centers an das Pult und erklärt, dass man beschlossen hat, einen ständigen Moonbuggy-Kurs im Space Center zu bauen, damit die Teams über das ganze Jahr trainieren und ihre Moonbuggys verbessern können. Sie habe von einer Schuldirektorin gehört, dass das Niveau inzwischen so hoch sei, dass es für Neuanfänger kaum noch möglich sei, Anschluss zu finden.  Man such nun nach den richtigen Lösungen für eine Eingliederung.

img2Um die Hunderttausenden Gäste des Centers und weitere Schüler dafür zu motivieren, brauche man auch ein Moonbuggy in dieser ständigen Ausstellung. Es soll inspirieren. Das Moonbuggy Race gehört mit seiner 19-Jährigen Geschichte bereits zur Geschichte der US-Raumfahrt und da wird es Zeit, auch einige Moonbuggy zu zeigen. Die Überraschung folgt auf den Fuß. Sie bittet die Teams des hier stehenden multinationalen Moonbuggys aus Leipzig, es leihweise für ein Jahr dieser Ausstellung zur Verfügung zu stellen. „Dieses Moonbuggy hat alle hier in diesen Tagen am meisten inspiriert. Es verkörpert all unsere Grundwerte mit all seinen Teams und der Philosophie dahinter. Wir sind sehr stolz darauf.“  Der Jubel und Applaus ist groß für eine solche Ehre. Der ganze Saal steht auf und applaudiert. Den Teamitgliedern des ISEI ist die Röte in den Gesichtern anzumerken.

Nun kommt es zur nackten Wahrheit. Es werden die Awards und deren Teams aufgerufen. Es sind viele an der Zahl. Da fallen die Araber aus den vereinigten Emiraten besonders auf. Sie sind neu beim Moonbuggy Race und alle haben nun ihren ganz besonderen „Space Suit“ an. Es sind bei den Männern weiße Gewänder wie ein Scheich. Die Frauen tragen selbes in Schwarz. Sie bekommen 2 Awards.

img1Dann fallen die Worte „International Space Education Institute“. Cosma springt als erste auf und rennt nach vorn um ihren Preis zu bekommen. Dann folgt das Team Russland. Wir werden noch zwei weitere Male aufgerufen. Am Ende hat das Team Russland 2 hochdotierte Awards und das erste deutsche Team auch einen. Der Rest geht nicht leer aus, sondern ist an Erfahrung reicher.

Das International Space Education Institute verabschiedet sich somit in Huntsville mit zahlreichen neuen Kontakten zu Technologieunternehmen und der Universität der Stadt.

Der Verein und dessen Partner investierten in den letzten 3 Wochen zum Erreichen dieser Ziele eine Summe von 20.000 Euro für Flüge, Übernachtung, Mietbus, Treibstoff, Verpflegung und Programm. Die Schüler zahlten davon eine Tagespauschale von 18 Euro pro Tag selbst. Alles andere trugen Sponsoren und Spender bei. In Huntsville stellte das ISEI Spendenquittungen im Wert von 3800 Euro an beherzte US-Bürger aus, welche die Programme des Vereins gern unterstützen.

Wir danken allen Sponsoren, Partnern und Spendern für die Unterstützung. Deren Logos bleiben nun für ein Jahr in der Raumfahrt-Ausstellung des US-Space & Rocket Centers vor einem Millionenpublikum sichtbar.


Fotos (Überblick)
http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157629464074266/

Fotos für die Presse (üblicher Honorarsatz bei Nennung der angegebenen Quelle):
http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157629828664357/

Erste Videos vom Rennen:
http://youtube.com/spaceeducation


Huntsville Times:
http://blog.al.com/space-news/2012/04/nasas_great_moonbuggy_race_dra.html

http://blog.al.com/space-news/2012/04/great_moonbuggy_team_says_it_c.html
http://blog.al.com/breaking/2012/04/nasa_administrator_charles_bol_6.html
http://blog.al.com/breaking/2012/04/nasa_administrator_charles_bol_5.html

WHNT, Channel 19 (TV in HD)
http://whnt.com/2012/04/13/great-moonbuggy-race-motivates-students-to-explore-engineering/

http://www.ustream.tv/channel/nasa-msfc/videos

 
NASA Moonbuggy Race - NASA Moonbuggy Race 2012
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Huntsville/Alabama, 13.04.2012

Kurzmeldung: Nicht wegen des Aberglaubens, sondern der nackten Tatsachen ist dieser Tag zu einer der wichtigsten Lehren des davorliegenen Jahres geworden. Heute ist jeder einzelne Sinn der in dieser Zeit vermittelten Grundwerte hervorgetreten. Sie wurden bei dem einen belohnt, bei dem anderen für die kleinste Nachlässigkeit hart bestraft.

img2Unsere Flotte trat mit einer bestechenden Teamchoreographie an und wurde für ihre Perfektion bereits am frühen Morgen vom lokalen TV bewundert. Aber das Management des Veranstalters hat sich im aktuellen Jahr stark verändert. Es fand ein Wechsel statt, viele gingen in den Ruhestand. Das Resultat der neuen Macher sind weitaus härtere Hindernisse mit eingebauten Stahl- und Betonteilen. Damit gehörten viele Erfahrungen der vergangenen Jahre auch der Vergangenheit an und das haben alle Teams heute zu spüren bekommen. In der Universitätsklasse kamen nur 25% aller angetretenen Moonbuggys durch den Kurs.

img2Unter unseren 8 Piloten befand sich heute nur einer mit Streckenerfahren, Max Frank vom Team Germany 1. Selbst Max musste die volle Härte der neuen Wahrheit heute spüren. Bei seinem Moonbuggy traten bereits während des Aufklappens in der Inspektion kleine Mängel auf, die mit einer Zeit von 40 Sekunden hart bestraft wurden. Nach einem um Stunden verzögerten Start nahmen beide Vorderräder bereits beim ersten Hindernis einen Totalschaden. Er und seine Fahrerin Vicktoria schoben das Moonbuggy dennoch erfolgreich und im vorgegebenen Zeitlimit in das Ziel.

Team Russia befuhr erfolgreich 70% der Strecke und sprang bei einem Hindernis derart hoch, dass die Spurstange brach. Auch sie schoben ihren Moonbuggy dennocha erfolgreich in das Ziel und belegten damit an diesem Tag Platz 8.

img3Team Italy absolvierte den Kurs zu 25% erfolgreich bis ein Materialfehler an einer Schweißnaht der Hinterachse auftrat. Diese Steckachse wurde nach Angabe au Leipzig in Venedig hergesellt, jedoch mit dem falschen Schweißverfahren und einer ungenauen Passung versehen. Ein Hinterrad brach ab. Fahrer Simon und Fahrerin Laura sind aber Hart im Nehmen und hochmotiviert. Sie schoben den Buggy ebenfalls erfolgreich in das Ziel.

img4Die Überraschung des Tages nach all diesen Erfahrungen war das Team Germany 2. Völlig unbeschadet und in nur 4 Minuten erreichten Tobias Meier (15) und Michaela Ebert (14) das Ziel. Zwar hatte auch sie in der Inspektion mit Schusselfehlern zu tun (Assembly-Time 16 sek) und auch hagelte es Strafminuten weil Michaela einmal absteigen musste oder Tobias eine Pylone plattmachte, aber das können sie heute korrigieren.

Der Tag schweißte alle 20 Teilnehmer zusammen und so konnten die gewonnenen Daten mi großer Aufmerksamkeit noch am selben Abend ausgewertet werden. Jedes Moonbuggy besitzt 3 Bordkameras, die verschiedene Bereiche der Technik, der Strecke und die Fahrer während der Fahrt aufzeichnen. Diese Daten haben sind bei der Schadenanalyse als sehr wertvoll herausgestellt.

Nach einem ausgiebigen Bufett zum Abendbrot ging es dann direkt in das Bett.

img6Das technische Fazit: All in Leipzig hergestellten Teile sind den neuen Anforderungen gewachsen. Probleme bereiteten neu ausgewählte Standard-Teile und zwei in venedig hergestellte Steckachsen. Alle Buggies sind bereits am selben Tag m 18 Uhr wieder einsatzbereit repariert.

Überblick vom Tage in Bildern:
http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157629448997404/

 
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von Ralf Heckel, Huntsville, 12. April 2012

img1Für nicht viele Schüler in Europa ist es vorstellbar, die Osterferien in der USA zu verbringen. Für die europäischen Piloten und Mechaniker des NASA-Moonbuggy-Rennens ist es seit 6 Jahren Routine. In diesem Jahr aber ist es anders. Anstelle eines kleinen Teams von 4-6 Schülern, befinden sich seit einer Woche 20 Schüler aus 4 Nationen stellvertretend für Europa in der Mondraketenstadt Huntsville Alabama. Sie sind die einzigen Vertreter ihres Kontinentes.

In Teamwork bauten sie ihre 4 Moonbuggys in einem von privater Hand bereitgestellten US-Warenhaus zusammen, welches ein beherzter Geschäftsmann zur Verfügung stellte. NASA-Ingenieure bringen Werkzeuge und Maschinen vorbei, um die jungen Konstrukteure bei ihrer Arbeit mit Material und ab und zu auch mal einem Berg Hamburger, Pizzas oder einer Einladung zu Veranstaltungen zu unterstützen. Die Universität von Huntsville Alabama sperrt ihre Türen weit auf und bietet PHD-Programme den Studenten und Praktikas den Schülern an.

img2Die freiwillige Hilfe ist die Triebfeder der Motivation, welche alle Teilnehmer im Alter von 14-24 in diesem Jahr begleiten. „Integrität“ ist der Zusammenhalt. Nur beenden müssen sie diesen Weg selbst. Und der startet morgen.  Es sind Firmen, Privatpersonen, Lehrer, Professoren und auch Angestellte aus Behörden, die den Weg frei machen. Alle organisieren sich im Verein namens „International Space Education Institute“ und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unserer Gesellschaft im Ingenieurwesen und der Wissenschaft.

img3Nach einer jeweils etwa 24-stündigen Flugreise mit einem zerlegten Fahrzeug in den Koffern, landeten zwischen Montag und Mittwoch der vergangenen Woche alle 4 Teams in Alabama. Gemeinsame Erlebnisse beim Aufbau ihrer „Moonbuggy Assembly Facility“, zahlreichen Exkursionen und Gesprächen mit Wissenschaftlern, Journalisten, Firmeninhabern und Lehrern schweißte die Schüler aus Deutschland, Italien, Russland und Indien mit ihren US-Kollegen zusammen.

Bewegt hat viele das Gespräch mit der Ehefrau des inzwischen verstorbenen Prof. Ernst Stuhlingers. Alle besuchten daraufhin die Gräber des German Rocket Teams und die Research Hall der Universität Huntsville Alabama. So kamen in 8 Tagen bereits 40 Einzelveranstaltungen zusammen.

Mit viel Mühe und weiterem Fleiß konnte der Zusammenbau der Fahrzeuge gelingen. Training und Feinabstimmung sowie das Aufbringen der sind abgeschlossen. Es entstanden bereits eine stattliche Anzahl von Erlebnisberichten, Fotos und Kurzvideos.

Das NASA-Moonbuggy Rennen ist ein Wettbewerb der US-Raumfahrtagentur zur Förderung technisch-wissenschaftlicher Fähigkeiten. Es soll ein Fahrzeug dem Apollo-Mondrover nachempfunden und mit Muskelkraft einem mondähnlichen Kurs ins Ziel gebraucht werden. Es schwingt ein hohes Niveau an Begeisterung, sportlichem Einsatz, technischem Verständnis und handwerklichem Können mit. Für europäische Schüler, welche erst seit 2007 teilnehmen dürfen, ist die wirtschaftliche Herausforderung und das Netzwerken eine weitere Disziplin die Königsklasse abverlangt.

Gerade diese Schwelle zwischen „Nicht möglich erscheinen“ und „dennoch schaffen können“, lässt die Schüler und Schülerinnen über sich selbst hinaus wachsen und mit sehr brauchbaren Fähigkeiten für die Zukunft ausstatten.

Das Rennen findet am 13.-14. April in Huntsville Alabama statt. Es wird live übertragen von http://www.ustream.tv/channel/nasa-msfc

Die Erlebnisse und Erfahrungen haben die Teilnehmer zur Weitergabe an Interessenten im Internet hinterlegt. Sie können die letzten und künftigen Tage hier mitverfolgen:

Fotos
Filmmaterial
Erlebnisberichte der Schüler

Facebook

 
Schülerberichte - 2012
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Eric Meinel, Moonbuggy Team Germany 2, 2012 Highschool
International Space Education Institute
www.spaceeducation.de

 

Foto: Eric Meinel

Leipzig, 27.03.2012

Bald ist es wieder soweit und ich fliege schon zum zweiten Mal nach Huntsville, zum Great NASA Moonbuggyrace. Bevor ich jedoch mit meinen Teamkollegen diese spannende Reise antreten kann, mussten schon viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden und Rückschläge weggesteckt werden. Diese Hindernisse haben wir aber alle gemeistert, auch manchmal mit Hilfe von anderen Teams oder Sponsoren und auch mit dem einen oder anderen Funken Glück.

Eines der wohl größten, wenn nicht gar das allergrößte Problem, war die Finanzierung unseres Teams. Zwar waren sowohl Tobias als auch ich schon letztes Jahr dabei und wissen wie schwer es ist ein Team mit den nötigen finanziellen Mitteln auszustatten. Aber dieses Jahr war es sogar noch etwas schwieriger, da wir ja ein eigenes Team haben und uns weitgehend selbstständig um Sponsoren kümmern sollten. Aber auch diese Hürde haben wir genommen.

Foto: Montage des MoonbuggyEin weiteres Problem war natürlich erst einmal einen Buggy zu haben welcher wettbewerbsfähig ist. Zum Glück haben wir im Sommer bereits Vorarbeit geleistet und das Hinterteil unseres Buggys schon fertig gehabt. Aber ein Hinterteil macht noch keinen Buggy, also brauchten wir noch eine komplette Vorderachse. Hier hat uns netterweise das russische Team des ISEI ausgeholfen und uns ihre alte Vorderachse gegeben, da sie selbst noch eine neue Konstruktion umsetzen wollten. Also hatten wir alle Teile für ein Buggy. Dann ist uns bei einer Demofahrt zu allen Übel auch noch das Differential kaputt gegangen. Die Berechnungen zur Kraftübertragung waren gut aber leider hatten wir es nicht richtig zusammengebaut und deshalb entstand etwas Schaden. Aber auch da konnten wir in kürzester Zeit wieder alles „richten" und hatten nach nur 4 Tagen wieder ein funktionierendes Differential. Fehler sind dazu da, dass man es besser macht.

Foto: DifferentialgetriebeFür das endgültige Zusammenbauen und zur Feinabstimmung hat uns die Firma Scheil aus Lindenthal bei Leipzig einen Platz in ihrer Werkstatt gegeben wo wir auch bei eisigen Außentemperaturen schrauben konnten. Dann galt es wirklich nur noch den Buggy abzustimmen und möglichst viele Testkilometer mit ihm zu fahren.

Wir haben also ein Buggy – in wirklicher Teamarbeit gebaut. Allerdings wollten wir dieses Jahr wieder unsere Telemetrie an den Buggy bringen. Für die Verbindungen zwischen den Teilen mussten aber auch wieder spezielle Stecker verwendet werden. Nach langen Recherchen im Internet sind wir dann auf den passenden Namen gekommen. Somit war es auch ein leichtes die sogenannten Floppystecker zu bestellen. Für das zusammen löten und überarbeiten der Telemetrie hatten wir dieses Jahr sogar ein eigens darauf spezialisiertes Teammitglied. Leider hat er dem starken Druck welcher durch das Moonbuggyprojekt auf einem lastet nicht standgehalten und musste sich zwischen seinen anderen Interessen und dem Projekt entscheiden. Wir hatten in diesem Moment aber Glück im Unglück da er die Telemetrie vor seinem Ausstieg noch fast fertiggestellt hat. Somit sind wir nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, ich denke nämlich dass auch wir es nicht mehr geschafft hätten in der kurzen uns noch bleibenden Zeit uns in dieses komplexe Thema reinzuarbeiten.

Foto: TeamworkNachdem unser Buggy also fertig war und die Finanzierung auch schon so gut wie gesichert war, waren wir an der Reihe einem anderen Team zu helfen. Das Indisch/ Italienische Team des ISEI musste nämlich in sehr kurzer Zeit noch ein Buggy fertigstellen, da sie sich fest in den Kopf gesetzt haben am Moonbuggyrace teilzunehmen. Da die Italiener bereits die Arbeiten an einem Hinterteil begonnen hatten lag es jetzt an uns das Vorderteil zu bauen. Zum Glück waren wir auch in dieser Situation nicht allein. Denn auch hier half uns wieder das Russische Team mit der ersten Konstruktion der neuen Vorderachse aus. Somit war auch dieses Problem relativ schnell gelöst. Jetzt hoffen wir mit dem Rest des ISEIs, dass in Huntsville Hochzeit zwischen Vorder und Hinterteil gefeiert werden kann und alles zusammen passt. Da kommen Teile von 3 Kontinenten zusammen, die vorher noch nie zusammengesteckt wurden.

Jetzt freuen wir uns alle riesig auf Huntsville und scharren schon mit den Hufen voller Ungeduld. Und um diese Mischung aus Ungeduld und Vorfreude noch zu vergrößern, erreichen uns jeden Tag Mails mit neuen Bildern aus Huntsville. Da Herr Heckel und unsere Russischen Konstrukteure Jewgeni und Roman ja schon am 22.03. nach Huntsville geflogen sind. Aber wir kommen ja auch bald auf der anderen Seite des großen Teiches an.

Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei allen Sponsoren bedanken, wie zum Beispiel Bruno Banani, Rohloff, Midland, Igus oder auch LRP-Autorecycling, Holl, Bosch-Scheil Altaus Galvanik, Radhaus und die Drehereien Wittenbecher und Günter Jakob, welche uns und die anderen Teams mit Geld und Sachspenden, oder auch einfach ein wenig Zeit geholfen haben. Natürlich möchte ich mich ebenso bei den vielen Privatpersonen bedanken, wie zum Beispiel Lehrern, unseren Eltern und auch den Großeltern welche ja auch immer mal ein wenig Geld dazu gegeben haben. Mein letzter Dank gehört sowohl dem Russischen Team welches uns ums ein oder andere Mal geholfen hat, als auch Herrn Heckel da er dieses Projekt nach Deutschland geholt hat und uns somit erst die Chance gibt eine solche Reise anzutreten.

 
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Schülerberichte - 2012
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Vorbereitung zum NASA Moonbuggy Race

Viktoria Lagemann, Moonbuggy Team Germany 1, 2012 Highschool
International Space Education Institute
www.spaceeducation.de

 

Foto: Viktoria Lagemann

In den letzten Wochen haben wir uns gut auf das Moonbuggy Race vorbereitet. Es fehlten noch einige Teile am Moonbuggy und es musste einiges verändert werden. Besonders die Lenkungsbremse funktioniert nun gut.

Trainiert haben wir meist individuell, da es krankheitsbedingt und durch Zeitmangel nicht viele Termine zum gemeinsamen Training gab. Dazu kam, dass das Moonbuggy noch fertiggestellt werden musste. Dieses Wochenende konnten wir das erste mal auf dem Ganymed trainieren. Das hat gut geklappt und wir sind 10 Kilometer gefahren inklusive einem Festfahren im Moor. Bis zum Abflug haben wir noch vor, einige Male zu trainieren. Durch das bestätigte Esta und das fertige Moonbuggy können wir dem Abflug entspannt und mit Freude entgegenblicken.


 

Foto: Lenkungsbremse Foto: Aufbau des Moonbuggy
Die Lenkungsbremse, die wir im Training erfolgreich getestet haben. Wir haben versucht möglichst oft, das Moonbuggy gemeinsam aufzubauen.
Foto: Fotoshooting auf der Leipziger Messe
Bild vom Fotoshooting in Leipzig.
 
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