| Schülerberichte - 2013 |
Die USA-Reise ist in 3 Wochen. Unzählige Stunden Arbeit in den letzten 12 Monaten liegen hinter uns. Am liebsten erinnere ich mich an das Sommercamp zurück, als ich eine rakete baute. Aber auch die ILA 2012 war toll und interessant. Wir haben die Moonbuggys fast fertig, aber noch nicht alles Geld zusammen. Heute kam eine Hiobsbotschaft, dass ein großer Sponsor eine Saison auszusetzen muss. Damit fehlen auf einen Schlag 3000 eingeplante Euros. Es war Krisensitzung. Per Email es gab erste Vorschläge. Es gibt 2 Arbeitsweisen: Gucken wo man noch Geld sparen kann und sehen wen man noch um ein paar Euros ansprechen kann. Wir entscheiden uns zunächst geplante Hardware für die Telemetrie nicht neu zu kaufen, sondern Vorhandenes zu nutzen. Es ist zwar keine Königslösung aber ein notwendiger Kompromiss. Wir hoffen mit dieser Entscheidung nicht den angestrebten Telemetrie-Award zu gefährden. Für ein Siegertreppchen wird es in diesem Jahr wegen des fehlenden Trainingswetters wohl nichts werden. Die Teams in Puerto Rico und Florida sind uns da schon viel weiter voraus. Deshalb sind die Technologie-Awards für die Abiturprüfungen der Teilnehmer und auch mich wichtig. Dann legen wir fest, wen wir noch „anstrengen“ könnten. Mir fällt dabei auf, dass es viele Förderer in Sachsen, Niedersachsen und Hessen gibt und noch kein Betrieb in meinem Bundesland Baden-Württemberg. Das muss sich nun auch ändern.
Ich arbeite bis in die Nacht um halb zwölf und sammele alle Sponsorenkontakte. Krisensitzungen sind in diesen Tagen der Rettungsschirme in Europa nichts Besonderes mehr. Man hört es täglich in den Medien. Da ist Griechenland, Italien und nun auch Zypern. Viele sind laut, die Leisen aber arbeiten am Problem. Bei denen hat man das Gefühl, dass die Entscheidungsträger sich vom großen Ziel Europa nicht abbringen lassen. Zwar sind da Kompromisse im Spiel – aber aufgegeben werden das jeweilige Land und seine Menschen nicht.
Bei uns ist das nun auch so. Uns hat also die Realität erreicht und wir müssen uns wie die großen Politiker etwas einfallen lassen und am Ziel festhalten. So wie Frau Merkel immer sagt: „Was anderes kommt gar nicht in Frage“. Ein Absagen des Zieles NASA kommt für uns ebenso wenig in Frage wie die Abkehr von Europa für die Politik. Beides ist unsere Zukunft und dies kennt keine wirklichen Krisen – nur Engagement. Wir müssen das nun der Öffentlichkeit sowie unseren Gönnern und Sponsoren klar in das Gesicht sagen. Herr Heckel zitierte im Gespräch eine Aussage vom Prof. von Puttkamer die alle nachdenken lässt: „Den Autopiloten eingeschaltet lassen und alle anstrengen, nur nicht das Ziel aus den Augen verlieren“.
Bis zum Abend habe ich eine Liste anzuschreibender Kontakte zusammengestellt. Wir haben jene Partner ausgesucht, die sich bereits für uns mit Dienstleistungen oder Material engagierten. Jene die auch Geld zahlten, haben wir nicht angeschrieben. Es ist sicherlich im Sinne aller Hilfen und Mühen um das Projekt, dies nun würdevoll abzuschließen. Mit professioneller Hilfe haben wir gemeinsam ein Anschreiben verfasst und Fotos ausgesucht. Noch vor Mitternacht war alles per Email versendet. Ich gehe mit einem guten Gefühl ins Bett. Wenn jeder der Angeschriebenen nur 300 Euro zahlt, dann haben wir eine Krise gemeistert. Ich denke dass solch eine Erfahrung für später ganz wichtig ist. Ich bin schon gespannt, wer mit Ideen und wer anders antwortet. Wir sind gern im Sommer für jeden da, der sich jetzt mit einklinkt.
Ich fände es absolute Spitze, wenn sich aus meiner Region das Unternehmen IMS-Gear und meine Schule engagieren.
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Text der Email an die Unternehmer:
Firmenadresse
Sehr geehrter Moonbuggy-Partner,
ich bin Araceli Zeller, 14 Jahre, und in diesem Jahr die Pilotin des deutschen Highschool-Moonbuggys. Leider kann ich außer dem Minibuggy den Jungs nicht viel am großen Moonbuggy mit der Technik helfen. Es ist ganz schön kompliziert, fährt sich aber spitze!
Mein Porträt - aktueller Stand der Technik - unsere NASA-Registrierung mit Video


Meine Aufgabe ist es daher, zusammen mit der Studentin Nadin Rößler (Pilotin des unseres Universitäts-Teams) die Reisekasse unserer Teams im Auge zu behalten und sich um die Kostendecke zu kümmern. Nun sind alle Kosten gebucht. Einige müssen noch bezahlt werden. Da ist noch eine minimale Lücke und ich möchte Sie deshalb ganz lieb fragen, ob Sie Ihr Engagement für uns noch ein wenig erweitern können. 300 Euro würden genügen. Es würde auch ein geringerer Beitrag helfen. Ab einem Betrag von 500 Euro vergrößern wir Ihren Werbeaufdruck am Moonbuggy. Dies gehört zu meinem weiteren Aufgabenfeld im Praktikum mit einer Leipziger Werbeagentur.
Ich habe jetzt Osterferien. Seit dem Sommer letzten Jahres ist mein Taschengeld durch die vielen Reisen von Freiburg im Breisgau nach Leipzig sehr geschrumpft, deshalb fällt es besonders mir aber auch meinen Teamkollegen schwer, die Unkostendecke der teuren Flugreise in die USA mit abzusichern. Ich arbeite und trainiere in all meiner Freizeit und den Ferien hart mit dem Team und würde mich sehr über eine positive Antwort in den nächsten Tagen freuen (Einsendeschluss ist der 5. April). In der Anlage ist eine Spendenzusage beigefügt. Ich bitte diese ausgefüllt zurück zu senden oder den Betrag direkt auf das Spendenkonto zu überweisen:
Hier geht es zum Spendenformular
International Space Education Institute
Kreditinstitut: Commerzbank Leipzig
Kontonummer: 209981004
Bankleitzahl: 860 400 00
Zweck: Moonbuggy 2013
Programm der nächsten Tage:
Ostern: Endmontage der Moonbuggys
2.-4. April: Fototour (Sie können sich anmelden, die Moonbuggy-Pilotinnen kommen zu jedem Sponsor und Partner zum Fotoshooting)
5. April: Zerlegen der Moonbuggys
8. April: Direktorenkonferenz mit allen eingebundenen Schuldirektoren
10. April Hannovermesse (Vorstellung von Moonbuggy-Baugruppen bei Mädler und IGUS)
11. April: Pressekonferenz in der Handwerkskammer zu Leipzig
12. April: Tag der Raumfahrt
13. April: Abreise in die USA
Mit freundlichen Grüßen,
Araceli Zeller
NASA Moonbuggy-Pilotin
Team Germany Highschool
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angeschriebene Firmen und Ansprechpartner aus der Moonbuggy-Datei des Institutes:
Hans-Peter Schmidt, BTZ Borsdorf, Steinweg 5, D-04451 Borsdorf; Günter Althaus, Althaus Galvanik- und Pulverbeschichtungs GmbH, Dessauer Straße 14, -04129 Leipzig; Benny Hinz, HinzTec, An der Wildbahn 16, D-16761 Hennigsdorf; Wittenbecher Maschinenbau GmbH, Angerstraße 2,5 D-04177 Leipzig; Steffen Wagler, W&S Metallbau, Am Windrad 4 D-08468 Heinsdorfergrund; Ralf Dittmann, Radhaus Schiebestraße 20 D-04129 Leipzig; Andreas Frank, Fahrzeugbau Frank, Handelsstraße 24, D-04420 Markranstädt / Leipzig; Bieber-Werbe- und Veranstaltungsagentur, Max-Sauerstr. 2, D-04442 Zwenkau; Gunter Heinze, Nething Generalplaner Ulm/Neu-Ulm GmbH, Leipzig; Jörg Lehmann & Oliver Taubenheim GbR, Geyerstr. 1, D-04137 Leipzig; Jens Scheil, BOSCH car systems Scheil GmbH & Co. KG, Am Apelstein 2, D-04158 Leipzig; Markus Kübler, Sattlerei Kübler, Hallesche Str. 30, D-04435 Schkeuditz; Grunert Radsport, Untere Nordstr. 16a, D-04288 Leipzig/Holzhausen; Nora Heyner, Hochschulmarketing, igus® GmbH, Spicher Straße 1a, 51147 Köln; Christine Albrecht, Alan Electronics GmbH, Dovenkamp 11, D-22952 Lütjensee; Doris Klytta Schwalbe - Ralf Bohle GmbH, Otto-Hahn-Str.1, D-51580 Reichshof; Nicolas Meyer, Fa.Onyx, Sedanstr., D-49076 Osnabrück; Günter Südbeck, Fa. Südbeck Fahrzeugbau, Rudolf-Diesel-Straße 3, D-49456 Bakum; Tino Goldschmidt, Autolackiererei Goldschmidt, Föpplstraße 21, D-04347 Leipzig; Frank Müller, Autoglas-Point, Handwerkerhof 19, D-04316 Leipzig
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NASA erwartet nun von jedem Bewerberteam ein Vorstellungsvideo, die Beschreibung aller Mitglieder und ein Teamfoto. Hier ist das Videoproträt für 2013: In Huntsville Alabama laufen nun die Vorbereitungen im Marshall Spaceflight Center auf Hochtouren. Es wird der 20. Jahrestag des beliebtesten NASA-Nachwuchswettbewerbes vorbereitet. Eine Rekordsumme von 119 Teams hat sich für 2013 beworben. Da darf es an nichts fehlen. Astronauten werden auf die Gästeliste gesetzt, Unternehmer und Förderer werden eingeladen, Regierungsangestellte aus Washington melden ihr Kommen an, die Werbeabteilungen der Industriesponsoren bereiten die Ausstattung und VIP-Bereiche vor. Im Space & Rocket Center und im Space Camp werden hunderte ehrenamtliche Helfer auf den kommenden Kraftakt eingeschworen. Sicherheit und ein flüssiger Ablauf stehen ganz oben. Die Jury berät bereits über erste einteffende Preisbewerbungen. Es gibt viele Awards in vielen Disziplinen. Jede abgegebene Arbeit wird sorgfältig studiert und ausgewertet. Und natürlich stehen über 1000 sogenannte Competitoren ganz vorn, es sind die jungen Wettbewerbsteilnehmer zwischen 14 und 22 Jahren. Ihnen gilt der ganze Aufwand, Ihnen gehört diese Zukunft.
Am Rande stehen oft unscheinbare Zuschauer und beobachten. Es ist die NASA-Spitze aus Washington. Im Jahr 2012 kam unangemeldet der Administrator Charles Bolden vorbei und beriet sich mit Astronauten über die besten Nachwuchs-Talente. Aufgrund seines Urteils durften die Leipziger internationalen Teams einen Moonbuggy im Museum neben dem Apollo-Rover ausstellen. Teammitglied Evgeniy Zakutin wurde wenig später das Angebot gemacht, in Huntsville seinen Doktortitel zu absolvieren. In das Leben gerufen wurde das Mondautorennen der NASA von Dr. Frank Six. Der NASA-Wissenschaftler leitet heute das Büro für Humankapital des Marshall Spaceflight Centers (dessen Direktor in den 70gern der Wahlleipziger Eberhard Rees war) und steht in engster Verbindung mit der Universität von Alabama in Huntsville (UAH). Six rief 1993 alle noch lebenden Konstrukteure des Apollo-Mondrovers und seiner Raketen zusammen und plante mit ihnen diesen Wettbewerb. Der Anspruch ist ein selbstgebautes Fahrzeug mit allen technischen Anforderungen für eine Fahrt zum Mond und auf seiner Oberfläche. Lediglich der niederenergetische Antrieb wird aus versicherungstechnischen Gründen auf Muskelkraft gelegt. Dafür macht der Muskelantrieb diesen Konstruktionswettbewerb zusätzlich zum Sportevent mit vielen Emotionen, Bewegungsfreude und Enthusiasmus. Es ist ein Erlebnis die Tüftler verschiedendster Nationen zusammen arbeiten zu sehen. Es gibt keine Konkurrenten. Alle helfen allen - ein wichtiger vorgegebener und mit Awards belohnter Grundwert. Die strenge Jury kontrolliert die Faltbarkeit des Fahrzeuges auf ein bestimmtes Maß, fühlt den jungen Konstrukteuren auf den Zahn und beobachtet mit 19 Einzeljuroren ob die Strecke fehlerfrei und sicher gefahren wird. Es müssen Jungen und Mädchen ran. Der Leiter der Jury war zwischen 1993 und 2008 der in Weißenfels bei Leipzig geborene Dr. Konrad Dannenberg (leitender Ingenieur im Apollo Programm, Triebwerke). Für die internationale Liga mit einem ersten Team aus Leipzig machte sich der in Leipzig geborene NASA-Wissenschaftler Prof. Dr. Jesco von Puttkamer stark. In Achtung seiner Lebensleistung für den Nachwuchs und zur Fortsetzung dieser Arbeit, fahren im April 2013 nicht nur Schüler und Studenten, sondern erstmals auch eine deutsche Unternehmerdelegation mit in die Moonrocketcity der USA nach Huntsville Alabama. Team Germany High-school: Araceli Zeller (14), Sang Jin Kim (16), Tobias Volte (18), Tobias Meier (17), Cosma Heckel (6, Gast-teilnehmer) Team Russia College: Evgeniy Zakutin (25), Nadin Rößler (19), Alexander Frolov (24), Thommy Knabe (22), Roman Tarasov (25) Das Reiseprogramm (PDF, 1MB)
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Es gab ein herzliches Gespräch über die Aktivitäten des Vereins seitdem. Die Resultate stießen auf Beachtung. Man will trotz beiderseitig engen Zeitplänen in Zukunft in näherem Kontakt stehen. Vor allem kann das ISEI mit seiner 10-jährigen Erfahrung mit bisher ca. 70 Austauschschülern gute Unterstützung bei der Bildungs- und kulturellen Arbeit leisten. Desweiteren pflegt das ISEI über gute Beziehungen zu Hightech-Unternehmen in den USA und Deutschland. Der Vorstand ist Mitglied in der German-American Heritage Foundation (Washington), der Astronaut Memorial Foundation (Cape Canaceral) und Mitglied des Ambassador Programms des US Space & Rocket centers in Huntsville Alabama. Jährlich mehrfache gegenseitige Besuche festigen diese Beziehungen. Auch wegen der Vorbereitung der Würdigung des Lebenswerkes des Leipziger Deutsch-Amerikaners Prof. Dr. Jesco von Puttkamer (NASA) fand man, dass es in Zukunft viele Gelegenheiten der gegenseitigen Zusammenarbeit gibt. Frau Moehs berichtete über die aktuelle Arbeit des Konsulates und überreichte den Bildband “Apollo – The story of the first voyages to the Moon” für die Vereinsbibliothek. Es wurde ein gemeinsames Foto für die Facebookseite des US-Konsulats gemacht. Am Folgeabend trafen sich der US-Konsul Marc J. Powel und Ralf Heckel am deutsch-amerikanischen Stammtisch im Café Telegraph zu einem ersten Kennlerngespräch.
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Die 5- Jährige Entwicklung basierte hauptsächlich auf den hohen Anforderungen während des jährlichen Einsatzes auf dem NASA-Moonbuggy Race. Es wurden 16 Hochbelastungs-Rennen gefahren und zahlreiche Daten mit einer Sensoren- und Datentelemetrie aufgezeichnet. Durch die Datenerhebungen konnte das Getriebe in drei Generationen signifikant optimiert werden. Es entstand damit ein wissenschaftlicher Kreislauf zwischen Entwicklung - Testergebnissen - Auswertung und Weiterentwicklung. Während dieser Zeit absolvierten zwei Teammitglieder mit diesem Thema ihr Propädeutikum im Abitur mit Bestnote.
Die Besonderheiten des robusten und leichten Getriebes sind u.a. die Verwendung wartungsfreier Polymer-Gleitlager, der Einsatz von carbonfaserverstärktem Kunststoff im Spritzgussverfahren und natürlich das junge Durchschnittsalter der Entwickler - 17 Jahre. Das serienreife Getriebe findet nun vielseitige Einsatzmöglichkeiten nicht nur beim NASA Moonbuggy Race, einem Konstruktionswettbewerb für Hochleistungsteams. So ist es vor allem für leichte Elektromobile, E-Quads, Trikes, Ped-Mobile, Funsportmobile, Krankenfahrstühle und automatisch gesteuerte Industriemobile im Werksverkehr gedacht. Es ist einsatzfägig bis zu einem Drehmoment von 300 Nm. Der lange und schwere Weg bis zu einem lupenreinen Produkt erfordert vor allem Teamwork, Integrität, Exzellenz, Ideen, Engagement und Geduld. Hier ein kommentierter Bilder-Auszug mit Großfotos aus der mühsamen Entwicklung in 5 Jahren. Alle Beteiligten sind damit über sich hinaus gewachsen:
Entwicklungsdokumentation mit Bewerbung für den manus®-Wettbewerb (PDF, 24 MB),
Schüler (mit Eintrittsalter/Verweildauer in Jahren): Studenten und Jungingenieure: Gesamtleitung/Idee/Finanzierung/Korrektur: fördernde Unternehmer (Materialspenden & Leistung): sowie viele weitere Unternehmer und Gewerbetreibende, die das Moonbuggy-Projekt in Deutschland unterstützen fördernde Industriebetriebe (Materialspenden & Leistung): fördernde Unternehmen (Geldspenden):
There are no translations available. Nachruf für Prof von Puttkamer Am Montag dem 4.02.2013 fand im NASA-Hauptquartier in Washington die Gedenkfeier des plötzlich über die Weihnachts-feiertage verstorbenen Prof. Dr. von Puttkamer statt. Organisiert wurde diese Zeremonie von den Kollegen Puttkamers Sam Scimemi und Susann Essington. Es waren alle Mitarbeiter der E-Street 300 in Washington versammelt, so auch NASA-Administrator Charles Bolden. Unter den Rednern waren u.a. der Vorgesetzte Puttkamers, Bill Gerstenmaier, ein Überraschungsgast aus Europa, der Opernsänger Sir Donald McIntyre (Wagner-Festspiele) und die Vorstandsvorsitzenden des Leipziger International Space Education Institutes, Yvonne und Ralf Heckel per Videobotschaft.
Jesco von Puttkamer - Videochannel auf Youtube:
Schuttle-Astronaut Bill Readdy schrieb danach: "I was there today and gave a speech. It all went quite well. They read your letter of tribute to Jesco. He would have been very pleased. At the conclusion they had a slide show with the music 'What a Wonderful World' by Louis Armstrong." "Die Nachricht von Professor von Puttkamers Tod erreichte uns als wir die nächste Generation von Schülern für die NASA Moonbuggy Race vorbereiteten, nur einige Stunden nach seinem Ableben. Wir waren alle über den Verlust eines guten Lehrers, berühmten Wissenschaftler, perfekten Visionärs, ausgezeichneten Ingenieur und guten Freund schockiert. Es war Weihnachten, nur wenige Schritte weit von seinem Geburtshaus, Leipzig, Sachsen, Deutschland. "Der Professor" war und ist ein Vorbild für die junge Generation aus unserem Land, Russland, Indien, Italien, Frankreich und Huntsville. Seine Erzählungen, seine Integrität und die vielen Hinweise erzeugten eine tiefen Wirkung in den Köpfen der Schüler. Er war ein Mann der Entfernungen - und sie hatten die Chance ihn hautnah zu treffen. "Prof. Dr. von Puttkamer" war für die bemannte Raumfahrt eine Institution und für alle Menschen die in dieser Familie arbeiteten und lebten bei der NASA, ESA, DLR und Roskosmos. Er war einer der letzten großen Pioniere. Ein nie rastender Workaholic der in der Lage war die Zukunft wie ein Körper anzufassen und die Geschichte in seinen Taschen hatte. Ein Mann der eine Vorstellung vom Universum hatte und einen Autopiloten im Kopf. Dieser Autopilot war auf die Zukunft programmiert. Leider ist nun an der Stelle der ISS-Statusmeldungen ein Loch. Es bleibt als Wissenslücke eines jeden Raumfahrt-Wissenschaftlers, -Ingenieurs und Raumfahrt-Enthusiasten. "Jesco", dieser Name durfte nicht durch viele Menschen in dieser Welt verwendet werden. Ein Freund von dieser lebenden Legende zu sein war eine Ehre und zugleich eine große Verantwortung. Dieser Name war eine Brücke zwischen den Korolevs und von Brauns, zwischen den Alten und den Jungen, die zwischen den Experten und den Idealisten. Jesco war ein Freund und ein Rennpferd für Leute, die groß genug waren, seinen Ideen zu folgen. Unzählige Male waren wir in der Lage mit ihm zusammen zu sein, ob auf dem Teppich in seinem Haus auf dem Monte Sano in Huntsville wo er zur Zeit der Apollo-Ära lebte, ob in der Salineos Subvilla wo er seine Subs für die Unterwasser-Arbeit in der Spacelab-Zeit bestellte, im El Palacio wo sich das Braun-Team nach der Arbeit zum Bierchen traf oder im Gras unter den Eichen neben dem von Braun-Grab in Ivy Hill in Alexandia/VA und den Tränen nahestand. Jederzeit erzählte er uns unglaubliche Geschichten aus der Vergangenheit und seine logischen Schlussfolgerungen für die Zukunft. Wir hatten das Glück, den Professor, den Ingenieur und den Freund seit 15 Jahren sehr gut zu kennen. Es war eine herausragende Ehre für uns. Er öffnete die Türen für unsere Schüler zu den NASA-Centern KSC, MAF, Michoud AF, JSC, MSFC, USSRC und initiierte die internationale Beteiligung am NASA Moonbuggy Race im Jahre 2007. Wir konnten drei Space Shuttle startet begleiten, weitere Raketenstarts, sprachen mit der ISS-Crew 6 und konnten mehr als 100 internationale Schüler an die heiligen Hallen der Zukunft zu NASA begleiten. 100-mal mehr Studenten lesen unsere Berichte mit giegig-glänzenden Augen. Seine Worte: "Ich hänge meinen Kopf weit aus dem Fenster hier - lass mich dort nicht hängen" - war Gesetz und Verpflichtung für uns als Lehrer und deren Schüler. Nie ließen wir ihn hängen. Im Gegenteil, man gibt zurück. Wir waren in der glücklichen Lage die Tore nach Moskau und zu der Korolev Familie (Sputnik Designer) zu öffnen, ihm eine Vision von einer idealistischen jungen Generation zu zeigen und die russischen heiligen Hallen der Raumfahrt. Unvergessen sind die Worte von ihm. Sie sind Antrieb für die Zukunft und eine Generation der Entdecker: "Meide die Komfort-Zone und folge den NASA Grundwerten" Den größten Respekt haben wir vor diesen Worten: Jesco von Puttkamer war der strategische Denker, der Architekt des International Space Education Institutes in Leipzig. Seit 10 Jahren sind wir in der Lage, seinen Vorstellungen und Ideen von wissenschaftlicher Bildung ein Gebäude in seiner Geburtsstadt Leipzig zu geben. Sie liegt zwischen seiner Heimat und seinem Reiseland Russland. Heute ist die Initiative eine unabhängige gemeinnützige Institution mit 250 außergewöhnlichen technisch-wissenschaftlichen und praktischen Aktivitäten pro Jahr. Wir sind stolz über diese Brücke des internationalen Bildungsaustausches und Exkursionen zwischen Huntsville, Leipzig und Korolev-City. Wir lehren die Schüler Hochleistungs-Teams zu bilden und ihre beruflichen Ziele mit internationalen Wettbewerbsprojekten an der Seite der Raumfahrt zu finden. Hunderte von Sponsoren, Spendern und Wissenschaftler stehen nun dahinter. Erste Start up-Unternehmen aus dem Ingenieurwesen und dem Tourismus produzieren ihre ersten Gewinne und .... natürlich auch Steuern. Gestern, am 3. Februar 2013 hatten wir eine Hauptversammlung. Wir diskutierten darüber wie wir das Lebenswerk Prof. von Puttkamers ehren könnten, sodass die von ihm über Jahre unterstützte Jugend weiterhin einen Gewinn davon tragen kann. Wir entschieden uns dazu, die "Jesco von Puttkamer Stiftung" zu gründen. Unzählige Artefakte aus Prof. Puttkamers Leben und die zahlreichen Ergebnisse aus der von ihm geförderten internationalen Nachwuchsarbeit, verbunden mit den dahinter stehenden prominenten Förderern bilden die Grundlage dieser Stiftung. Die Eröffnungsfeier findet an seinem 80. Geburtstag, am 22. September 2013 in Leipzig statt. Ein Kuratorium internationaler prominenter Wissenschaftler wählt die besten internationalen Schüler und Studenten aus, welche gute Ergebnisse auf wissenschaftlichen Leistungswettbewerben in mehr als 3 Ländern vorlegen können. Sie erhalten Geldpreise und pädagogische Unterstützung für ihre Zukunft. Möge dies eine Brücke in die Zukunft von uns allen sein - in Erinnerung an Prof. Dr. Jesco von Puttkamer. Wir laden alle interessierten Menschen ein, Teil dieser Stiftung und deren Jury zu werden. Der Mars als Jahrtausend-Ziel und der damit verbundene Entwicklungs-Schub unserer multinationalen Gesellschaft war seine Logik und Traum für die Zukunft - jetzt haben wir die Verantwortung, es zu tun. Yvonne und Ralf Heckel |
































Registration complete! Heute haben in Leipzig 10 Schüler und Studenten ihre Teilnahme am beliebtesten NASA-Nachwuchswettbewerb bestätigt. Es gab am Ende noch einmal ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Zwei Schüler und eine Schülerin zogen ihre Bewerbung in letzter Minute noch zurück. Sie fühlten sich den hohen und vielseitigen Anforderungen noch nicht gewachsen. Alle anderen bilden nun 2 Teams (Deutschland und Russland). Es sind die einzigen aus Europa. Zwei andere Teams (Italien und Russland) mussten ihre Bewerbung zurückziehen. Andere Bildungsträger aus Luxemburg, Frankreich, Spanien und England konnten kein ausreichend leistungsfähiges Team um sich scharen, obwohl das International Space Education Institute 250 Veranstaltungen zur Vorbereitung im Vorfeld organisierte. Dieser Wettbewerb ist so etwas wie die "World-Skills" für Nachwuchs- und Jungingenieure auf höchster Ebene. Aus über 1000 Teilen besteht inzwischen der Moonbuggy. etwa 60 % davon müssen selbst entworfen und gefertigt werden. Die anderen Teile sind handverlesene Standardteile aus der Industrie. Besonders stolz ist man in Leipzig auf ein neues Differentialgetriebe und die weiter entwickelte Datentelemetrie.

















































































