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2022 - Artemis 1
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Portraits meiner Teammitglieder

Yvonne und Ralf Heckel
Yvonne und Ralf Heckel

Für meine Eltern ist dies ein Jubiläumsjahr. Vor 20 Jahren begannen sie zusammen mit Prof. Dr. Jesco vn Puttkamer das heutige International Space Education Institute aufzubauen. Deshalb ist auf dem Missionslogo auch eine 20 zu finden. Damals ging es darum neue Ingenieure für die anstehenden Mond- und Marslandungen zu gewinnen und auf den weg zu bringen. Diese Reise ist ein Versprechen des Professors, der über 10 Jahre die Internationale Raumstation ISS leitete und bereits vor 10 Jahren als dienstältester NASA-Mitarbeiter verstarb. Aber auch meine Eltern gaben ein Versprechen ab. Mit langfristiger Hingabe haben beide daran festgehalten und viele Hürden bis hierher genommen. Nun sthen wir hier, umgeben von jungen eigenen und alten NASA-Raumfahrtingenieuren, zum ersten Start zurück zum Mond. Es ist eine Geschichte wie aus dem Buch, welches ich gerade lese: “Apollo 8 – Aufbruch ins All, von Jesco von Puttkamer”. Hier in Amerika spürt man erst, welch hoher Respekt meinen Eltern entgegenweht. Sie werden oft angesprochen.


Tara und Jesco

Tara

Jesco

Meine beiden Geschwister sind immer dabei wenn es auf große Reise geht. Tara ist 13 und geht auf die Quartiersschule an der Ihmelstraße in Leipzig (Oberschule). Jesco ist 8 und besucht die 3. Klasse der 74. Grundschule in Leipzig. Beide schreiben genauso Berichte wie alle anderen und haben Aufgaben, nur eben entsprechend ihres Altes andere. Beide verwachsen wie ich von Kindheit an mit diesen Programmen und sind routiniert darin. Tara ist die Beste ihrer Klasse und Jesco der beste CAD-Designer und 3D-Drucker seines Alters den alle hier kennen. Meine Eltern nehmen uns immer mit, weil wir daran wachsen und auch mal ein Grund für etwas Extraplatz für wichtiges Equipment im Gepäck abgeben. Dass beide das aus eigener Kraft immer so hinbekommen, dafür bin ich sehr dankbar.


Cosma Heckel
Cosma Heckel

Ich bin Cosma Heckel, 15 Jahre alt und bin in Leipzig (Deutschland) geboren. Mittlerweile bin ich 1,70 m und überrage ein paar meiner Teammitglieder. Meine Haare sind hellbraun, meine Augen blau  und mein Körper relativ sportilch. Selbst, würde ich mich als eine aufgeweckte Persönlichkeit bezeichnen, die immer nach neuem Wissen sucht. Ich bin offen für alles und jeden, weshalb ich mein eigenes Team für den HERC Wettbewerb zusammen mit Arthur Sommer aufbaue. Meine Geschwister Tara (13) und Jesco (8) Heckel sind ebenfalls dabei. Beide schreiben Reporte über das, was sie erleben.


Arthur Sommer
Arthur Sommer

Arthur Sommer ist Leipziger und seit Juli 2022 bei uns dabei. Er ist ca. 2 m groß hat braune Haare und kastanienbraune Augen. Er spielt Basketball im Verein und Trainiert im Fitnessstudio, seit neuestem aber auch auf dem NASA-Rover. Arthur ist eine nette Person, welche hilfsbereit ist auf das wohlergehen seines Teams achtet. Er arbeitet zielstrebig, fokussiert und ausdauernd an Projekten. Eine gute Eigenschaft ist ebenfalls, dass er nachfragt falls er etwas nicht versteht.

Alina Santander
Alina Santander

Alina ist 24 Jahre alt, stammt aus Bolivien, hat eine russische Mutter und kann 4 Sprachen fließend sprechen (spanisch, deutsch, englisch russisch). Sie kam das erste mal 2015 zu uns nach Leipzig, absolvierte ein 2-monatiges Sommercamp und feierte mit uns ihren 16. Geburtstag. Sie nahm 3 mal an der Roverchallenge teil, 2 mal mit uns, einmal mit eigenem Team und war auf sehr vielen TV-Shows eingeladen. Alina ist sehr populär in Bolivien. Seit unserem gemeinsamen Weltmeistertitel 2019 studiert sie in New York.

Valeria Zafra
Valeria Zafra

Valeria Zafra Vasquez ist 24 Jahre alt, stammt aus Mexiko City und ist inzwischen kleiner als ich. NASA-Ingenieure denken dass wir in eine Klasse gehen. Aber sie hat ein abgeschlossenes Ingenieurstudium an der UNAQ in Querataro und arbeitet als Ingenieurin an der Innenraumgestaltung des Cybertruck bei Tesla. Sie absolvierte 2020 ein Praktikum am International Space Education Institute in Leipzig, instruierte uns in Solid-Works und half das Institus während Covid auf virtuellen Unterricht mit umzustellen.

Team Mexico:

David Suares
David Suares

Teamleiter für das Team Mexiko und Professor für Ingenieurwesen am Campus Cuernavaca der Tec Monterrey in Mexiko. Er ist seit langem mit meinem Vater Ralf Heckel befreundet und beide arbeiten in Sachen Studentenaustausch eng zusammen. Das NASA-Roverteam der Tec Monterrey Campus Cuernavaca erhielt bereits 2 Mal den Jesco von Puttkamer International Team Award der College Division. Dies ist auch der Grund der Einladung für dieses Team zum Raketenstart durch das International Space Education Institute und dem NASA Headquarters.


Abraham Vega
Abraham Vega

Abraham Vega ist ca. 1,75 groß, hat schwarzes schulterllanges Haar und trägt eine Brille. Er ist Student des Mechatronik-Ingenieurswesens an der Tec de Monterrey, Analog-Astronaut der wissenschaftlichen Forschungsstation Lunares, Wissenschaftler und Forscher und wird in Kürze seinen ersten Artikel veröffentlichen. Er absolvierte im vergangenen Jahr ein 3-Monaigs Prakikum am International Space Education Institute in Leipzig.


Ian Doring Romo
Ian Doring Romo

Ian Doring ist etwa 1,75 groß und hat dunkelbraune, dunkle Haare. Er trägt eine Brille und hat ein nettes lächeln. Er kümmert sich um das wohlergehen eines jeden Teammitgliedes und studiert Mechatronik am Tecnológico de Monterrey, Campus Cuernavaca.
Er ist 19 Jahre alt und hat zwei Jahre lang an der NASA Human Exploration Rover Challenge teilgenommen. Im letzten Jahr war er Projektleiter des Teams, welches den Ingenuity Award und den ersten Platz in der Gesamtwertung der virtuellen Challenge ohne persönliche Teilnahme gewonnen hat.


Jorge Emiliano Turner Escalante
Jorge Emiliano Turner Escalante

Jorge Emiliano Turner Escalante studiert Informatik am Tecnológico de Monterrey Campus in Cuernavaca. Er ist 20 Jahre alt ca. 1,80m groß und hat braun-gelocktes Haar. Er ist etwas schüchtern aber eine sehr nette Persönlichkeit. Er hilft dem Team mit einfallsreichen Ideen und denkt meißt zwe Schritte weiter. Von Freunden genannt: Turner, hat an der virtuellen NASA Human Exploration Rover Challenge 2022 teilgenommen, wobei er mit Iktan Roving den ersten Platz in der Gesamtwertung belegte, ohne allerdings einen Rover im Kurs zu haben. Er ist Teil des TecXotic-Teams für Unterwasserrobotik im MATE ROV-Wettbewerb und ist derzeit Junior-Mentor im FIRST Robotics Competition High School-Team Lebotics.

Sebastián Cruz
Sebastián Cruz

Sebastián Cruz ist ein 22-jähriger Ingenieurstudent in Mechatronik am Technologischen Institut von Monterrey auf dem Campus von Cuernavaca. Er ist ca. 1,80 groß hat stark gelocktes, rötliches Haar und immer ein lächeln auf dem Gesicht. Cruz (sein Spitzname) hat immer einen Witz übrig und ist allerdings ein sehr guter Ingeneur. Somit gewann er mit Iktan Roving als STEM-Leader mehrere HERC-Preise, darunter auf der virtuellen Challenge den zweiten Platz 2021, den ersten Platz 2022, den STEM Engagement and Ingenuity Award.

Daniela Espinosa
Daniela Espinosa ist eine 20-jährige Studentin im dritten Semester des Studiengangs Mechatronik am Tec de Monterrey Campus in Cuernavaca. Sie ist ca. 1,70m groß und hat braunes, gewelltes Haar. Dani (ihr Spitzname) ist eine nette junge Fau welche sich stehts um ihr Team kümmert. Sie ist ehemaliges Mitglied des Highschool-Roboterwettbewerbs Lebotics Team und aktuelles Mitglied von Iktan Roving als Pilotin und Teamleiterin. Leider ist sie schüchtern und lässt sich ungern fotografieren.

 
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2022 - Artemis 1
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Der schönste Sonnenaufgang meines Lebens

29.8.2022, Cosma Heckel

Verteilt auf zwei Kleinbusse fuhren wir in Richtung Space-Coast Regional Airport Titusville. Es war 0:30 Uhr morgens als wir uns der langen Autoschlange anschlossen, welche bis zum Parkplatz führte. Nach einer halben Stunde befanden wir uns am Anfang der Schlange und wurden zu unserem Parkplatz eingewiesen. Es war unglaublich wie viele Autos sich allein auf diesem Platz befanden wobei es nur ein Bruchteil der Leute war, die den Start sehen wollen.

Cosma Heckel

Das Gefühl, was ich beim Ausstieg hatte, ist schwer zu beschreiben. Es fühlt sich so an, als würde man schlafen, doch gleichzeitig hellwach sein. Es ist unwirklich wie im Traumwandeln.

Wir sammelten uns neben den Autos, packten Proviant und Kameras ein und liefen zusammen zum Bus. Starke Scheinwerfer beleuchteten den Parkplatz, der sich nebenbei auf einer Wiese innerhalb der Landebahnen des Flughafens befand. Man konnte die geparkten Flugzeuge von hier aus sehen.

Insgesamt waren wir 16 Personen, also vollständig. Die Tickets wurden kontrolliert, bevor wir in die großen Tour-Busse stiegen. Steht man vor ihnen, fühlt es sich so an, als stünde man vor einer Wand. Riesig sind sie, aber später nichts im Vergleich einer Mondrakete.

Cosma Heckel

Als der klimatisierte Bus vollbesetzt war, ging es los. Es war immer noch stockduster, die Innenbeleuchtung war ausgeschalten. Ich saß neben dem mexikanischen Team. Nach 15 Min. kündigte unser Busleiter die Ankunft an, beschrieb die Toilettenwege und die Eröffnung der mobilen Bistros mi Kaffee und Kuchen.

Dann ging es auf die VIP Tribüne. Wir liefen durch den ca. 3 m breiten Spalt zwischen den einzelnen Konstruktionen. Viele Leute befanden sich vor mir, angezogen von der unbeschreiblichen Sicht auf die SLS Rakete. Niemand schaute woanders hin als auf sie. Genauso verträumt bewegten sich die Leute vorwärts und genauso blieben sie an jeder Ecke stehen. Als ich endlich am Anfang der Menschenmenge stand, eröffnete sich ein Blick, wie ein Schleier, dessen Wirkung nicht zu beschreiben ist. Nur 3 Meilen (ca. 5 km) entfernt, 98 Meter hoch und 2600 Tonnen schwer befand sich der Koloss, welcher in weniger als 6 Stunden abheben soll. Wahnsinn!


Tribüne


Die Rakete wurde allseits von hellen Lichtkegeln beleuchtet, welche geradewegs durch die Wolken stachen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit konnte man ihre Laufbahn erkennen, sie belegten die Rakete wie einen transparenten Schleier. Doch genau dadurch schien sie wie ein riesiger Stern. Hell erleuchtet am Horizont.

 

Artemis1

Artemis1

Es war angenehm warm, der Platz der Tribüne beleuchtet und die Sitzbänke nass. Wir verteilten uns auf zwei Sitzreihen und kamen erstmal an, ermöglichten uns einen weiteren Blick. Es ist immer noch unglaublich. Nach 30 Minuten hat sich jeder eingefunden, denke ich. Die Sitzplätze füllten sich langsam und die internen Speicher der Handys ebenfalls.

2:48 Uhr: David gibt 2 Ferngläser in die Runde, mit denen versucht wird ein besseres Foto zu machen. Das klappt auch, bloß hat Ralf mit seiner Kamera Ausstattung bessere Karten. Ab jetzt hieß es warten. Alles war auf Go. Somit vergingen 30min…1h….2h…3h..

Um 5:15 Uhr war der Himmel immer noch schwarz und die Rakete hell angestrahlt. Auf einem Mal war ein kleines, rot-flackerndes Feuer auf der linken Seite des Turmes zu erkennen. Aufregung fuhr durch die Menge. Nach einem Blick durchs Fernrohr war sie deutlicher erkennen. Schnell kamen Zweifel auf, gerät etwas außer Kontrolle? Nach 10 Min. trat wieder Ruhe ein. Es wurde erklärt, dass es sich lediglich um die Verbrennung überflüssigen Wasserstoff-Gases handelt. Die Fackel befand sich im Sicherheitsabstand zur Startrampe genau hinter der Rakete. Die Perspektive täuschte uns.

Feuer

Nun machten sich Ian, Turner und ich auf zum Saturn V Center, um Videos für Social Media und einen deutschen TV-Sender zu drehen. Das funktionierte gut. Wir standen am Fuße der ersten Mondrakete Saturn V, welche längs auf Stelzen steht. Vor knapp 54 Jahren startete so eine Rakete zum ersten Mal in Richtung Mond. Diese hier war für Apollo 19 vorgesehen und die 2. und 3. Stufe ist nun hier. Was die wenigsten der Besucher wissen ist, dass die große 3. Stufe eine Atrappe ist. Das Original befinet sich vor dem Infinity Center am Stennis Space Center in Mississippi. Da habe ich schon draufgesessen.

Cosma Heckel

Viele Leute wuselten zwischen den Ausstellungsstücken umher, während wir die 5 riesigen Triebwerke bestaunen. Es sind F-1 Triebwerke mit einem Durchmesser von 3,7 Metern, die größten der Welt, immernoch und riesig!

6:45 Uhr: Plötzlich spiegelten sich blauer Himmel und rosa-rot-orangene Wolken an der Glaswand des Saturn V Centers. Die Sonne war am Aufgehen. Wir beendeten schnell unsere Dreharbeiten und rannten hinaus. Einen ersten Blick erhaschten wir durch die Palmen und Küstenpflanzen, doch als wir an der Tribüne dem vollen Anblick ausgesetzt waren, übermannte mich eine Welle von Emotionen.

Cosma Heckel

Artemis1 Rakete

Dieser atemberaubende Anblick der SLS Rakete, der mächtigsten Mondrakete auf diesem Planeten, dessen Silhouette samt dem Kabelturm (aus dem Buch: Apollo 8, Jesco von Puttamer) und den drei Blitzableiter-Türmen umgeben von Gold leuchtenden Sonnenstrahlen zu erkennen war, ist einmalig. Der Feuerball, welchen wir in unserem Sonnensystem Sonne nennen, hob sich langsam und schräg neben der Rakete empor. Der Himmel durchlief viele Farbspektren. Von rot-rosa zu rot-orange weiter zu orange-gelb in einem langen Zeitraum. Die großen Wolkentürme, die wegen der Sicherheitsabstände sicherlich höher als 600 m über dem Erdboden waren, sahen in ihrer mächtigen, schon fast majestätischen Ausstrahlung prächtiger denn je aus. Berührt von den ersten Sonnenstrahlen des Tages, erschienen sie golden umrandet. All das Spektakel wurde im Wasser des Banana Creek gespiegelt. Magisch.

Artemis1

Nun war jeder noch aufgeregter als zuvor. Der große Bildschirm gab jetzt die Liveübertragung wieder, welche sicherlich tausende von Menschen auch sahen. Wir nutzen das Tageslicht, um Interviews über die Gedanken und Emotionen eines jeden zu führen. Ian führte die Kamera und befragte jeden.

Interview mit Tara

T-60min: die Spannung steigt.

T-40 Min.: Ab hier bleibt der Countdown stehen. Jetzt werden noch einmal alle Checks durchgeführt. Es scheint alles auf Go.

Doch als sich nach einer halben Stunde nichts tut, meldet sich der Sprecher aus dem Mission Control über die Lautsprecher. Es wurden die in der ersten Stufe installierten RS-25-Motoren mit etwas tiefgefrorenem flüssigen Kraftstoff gespült. Das ist notwendig, um sie auf die gewünschte Temperatur herunterzukühlen. Die Wasserstoffentlüftung am Treibstoffsystem versagte jedoch und das Triebwerk wurde nicht gekühlt. Man wartete einfach einen längeren Zeitraum in der Hoffnung, dass die Kühlng doch noch ausreicht. Doch erfolglos.

20 Min. später: Der Flugdirektor (Charlie Blackwell-Thompson) musste den Start aus diesem Grund absagen: “We have a SCUB”. Eine Welle des seufzen ging durch die Menge. Die Enttäuschung konnte man spüren. Jeder stand auf und begab sich zu seinen Bussen, genauso wie durch die Lautsprecher verkündet. Auch wir wurden heruntergewunken, um zügig zurück zum Auto zu kommen.

Artemis1

Rakete

Da stand sie nun. Betankt, gecheckt und praktisch startklar, und doch immer noch am Boden. Wie wir jetzt wissen, auch noch bis zum 3.9.2022.

Es war traurig, während der Busfahrt die Rakete immer noch auf dem Startplatz 39B zu sehen. Ich hätte gern ihren Start heute miterlebt. Aber es ist gefährlich. Komponenten des Tiebwerkes könnten wegen thermischer Spannungen platzen wie eine kalte Tasse in die man zu heißen Tee einfüllt. Nicht auszudenken was das für eine Explosion gäbe. Deshalb ist das gut so.

Angekommen am Airport Titusville gingen wir zurück zu unseren Autos, stiegen ein und fuhren geradewegs zum Ferienhaus des mexikanischen Teams. Wir verluden unser abgestelltes Gepäck und verabschiedeten vorübergehend unsere mexikanischen Teammitglieder.

Gruppenbild

Nächster Stopp: Das Beachside Hotel in Cocoa Beach.

Es war 11 Uhr am Morgen und das Check-in noch nicht geöffnet. Wir genossen den Hotelpool und erhaschten etwas Schlaf, da wir inzwischen über 30 Stunden wach waren. Valeria wird mit bei uns wohnen.

Endlich öffnete sich die Tür unseres Zimmers. Bis dahin fühlte ich kaum Müdigkeit, doch als ich mich hinlegte und meine Augen schloss, schlief ich samt Missionshirt ein. Ich wachte erst nach mehr als 18 Stunden wieder auf.

 

 

 


 

Launch Briefing

28.8.2022, Cosma Heckel

Heute war der letzte Tag vor dem Start der Artemis I Mission, deshalb wurde alles gemacht, was wir bis jetzt nicht geschafft hatten.

Wir sind heute um 8 Uhr aufgestanden, haben alle Sachen gepackt und unser Ferienhaus gegen 10 Uhr verlassen. Da die Preise für Hotels im Artemis-Zeitraum in unglaubliche Höhen steigen, hatten wir für die Startnacht keine Zimmer. Um trotzdem unsere Gepäckstücke sicher zu lagern, fuhren wir zur Ferienwohnung unseres Teams aus Mexiko, welches weit im Landesinneren ist.

Unterkunft

Als wir in der Wohnung ankamen (11 Uhr), waren die Drei aus Mexiko erst vor Kurzem aufgestanden, da sie müde von den ganzen zusätzlichen Vorbereitungen und der Reise gewesen sind. Wir verwahrten die Koffer und warteten auf David (Professor an der TEC Monterrey), seine Studenten und dann noch unsere Mitglieder Alina Santander und Valeria Zafra. Die Zeit füllten wir mit Team- bildenden Aufgaben und dem Schreiben von unserer Berichte.

Ken, Lehrer der Washington City Schools und unser Freund, kam gegen 13 Uhr an, während Alina eine Stunde später dazustieß. Somit fuhren Ken, Alina, Arthur und ich zusammen zur Titusville Mall, um die drei für den Launch einzuchecken. Dorthin fuhren wir mit dem Tesla Model 3 von Ken, welcher zwar schon 5 Jahre alt ist, doch durch die regelmäßigen Updates wie ein Neuwagen fährt. Somit wird das Altern der Fahreigenschaften übersprungen. Das finde ich sehe zukunftsfähig.

Als wir gegen 14:30 bei dem Check-In ankamen, bekamen Ken und Alina problemlos ihre Karten, jedoch gab es bei Arthur ein kleines Problem. Dieses klärte sich jedoch im Laufe des Tages.

Unser Plan für heute Abend war es, nach der Ankunft von all unseren Teammitgliedern ein Seafood-dinner zu veranstalten, um auf den Start anzustoßen und gleichzeitig das Briefing zu erhalten.

Deshalb machten wir auf dem Rückweg einen kleinen Stopp bei Shilohs Seafoodbar, um ein paar Tische zu reservieren. Leider war das nicht möglich. Wir kamen gegen 16:00 Uhr wieder bei Abrahams AIRBNB an, zur selben Zeit wie David und seine Schüler.

Nun waren wir vollständig und konnten uns zum ersten Mal richtig kennenlernen. Es war sehr cool nun endlich alle persönlich treffen zu können, da wir auch viele Dinge an diesem kurzen Abend gemeinsam unternehmen konnten. Da kein Platz in Shilohs frei war, kam gegen 18:00 Pizza für alle. Um ehrlich zu sein war das ein guter Ersatz, da man somit trotzdem zusammensitzen und sich austauschen kann.

Pizzazeit

Nachdem Valeria, das letzte fehlende Teammitglied  ankam, konnte das Launch Briefing beginnen. In diesem haben wir die Abläufe, die Fakten und die auf uns zu kommenden Ereignisse besprochen, die in weniger als 12 Stunden auf uns zukommen werden. Ralf gab uns einen Rückblick, wie all das ermöglicht werden konnte und wie viel es an Anstrengung und Leistung von einem jeden kostete.
Wir ehren mit diesem Start all die, welche ihr Leben in der Raumfahrt ließen. Egal auf welchem Kontinent oder welchem Land. Jeder von ihnen hat Großes vollbracht und ist eine Inspiration für viele andere.

In dem Briefing legten wir ebenfalls die Aufgaben der anwesenden Teammitglieder fest. Darunter zählten Kameramänner/-Frauen, Interviewer/-innen, Reporter/-innen, Social Media Manager/-innen,  Fotograf/-innen. Diese Tätigkeiten wurden jeweils kurz durchgeprobt und die Prioritäten aller wurden gesetzt.

Als letztes stellte Ralf die Erzeugnisse der letzten 2 Jahre vor. Während Corona befanden sich, von den hier Anwesenden, Valeria und Abraham in Deutschland. Zusammen haben wir das Starship nach-konstruiert und gespritzt, das Mini Buggy mit 3D-Teilen modifiziert und 50 Jahre Apollo 11 gefeiert.

Zur Krönung brachten David und seine Schüler unser Merch mit. Es sind weiße T-Shirts , bedruckt mit unserem Missionslogo. Angezogen waren wir nicht nur ein Team, sondern sahen auch so aus.

Merch

Es war 9 Uhr abends, als das Briefing beendet war. Um 12 geht es los. Wir alle nutzten die Zeit bis dahin, um uns auszuruhen und etwas Schlaf zu tanken.

Ich legte mich raus auf die Terrasse. Es regnete. Mit einer Decke machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich, trotz den beinnahen 30 Grad. Der Regen prasselte nur so auf das Vordach und ich dachte darüber nach, was sich nun ändern würde. Zurück zum Mond! Es ist wie am Vorabend des 21. Dezember 1968. Ich habe über vieles nachgedacht, vieles, doch immer wieder kam ich zu dem Entschluss: es werden sich viele Türen öffnen, welche wir offen halten sollten, im Gegensatz zu der ersten Mondrückkehr.  Die Gedanken in meinem Kopf wurden langsam vom Regen übertönt und ich schlief ein.

Startrampe

Um 12 wurden alle geweckt. Lange Hose und das Shirt wurden übergezogen. Jeder stieg ins Auto, gepackt mit Proviant. Genauso wie besprochen. Niemand sagte etwas, denn niemand konnte fassen, was nach dem Verlassen dieses Autos auf sie zu kam. Der Motor sprang an, die Tür schloss sich und wir fuhren los.

 

 


 

Die Ruhe vor dem Start

27.8.2022, Cosma Heckel

Es war schon halb 10 als ich aufwachte, in die Küche ging und mir Frühstück machte. Alle anderen sind kurz vorher aufgestanden.

Gegen 14 Uhr kamen 3 mexikanische Studenten an, welche auch zu unserer Gruppe gehörten. Deshalb nutzen wir die Zeit bis dahin, Berichte zu vervollständigen oder weitere Papierarbeit zu erledigen. Jesco, Tara und Yvonne gingen zum Strand und genossen das warme Wasser. Arthur, Ralf und ich bereiteten weiter vor.

Als wir gegen 13 Uhr die Nachricht bekamen, dass sie nun in der Titusville-Mall sind, setzten wir uns direkt ins Auto. Während der 45-minütigen Fahrt checkten Abraham, Ian und Turner schonmal in der NASA-Admission ein.

Das Wiedersehen von Abraham hat uns alle sehr gefreut, aber ebenfalls das Kennenlernen von Ian und Turner.

Damit die Drei ebenfalls das sehen, was wir bereits kennen, habe wir eine kleine Rundtour gemacht. Vorbei an dem riesigen Blue Origin Komplex, dem Kennedy Space Center, der SLS Rakete, die übermorgen zum Mond fliegt, und der Redstone rocket.

Anschließend sind wir zu unserem Appartement gefahren, luden die Koffer aus und hatten ein tolles Wiedersehen, da nun auch Yvonne, Tara und Jesco Abraham empfangen konnten. Gleich danach gingen wir direkt zum Strand zwei Blocks weiter, um die Drei erstmal richtig ankommen zu lassen. Es war bedeckt, aber tropisch warm. Das Salzwasser des Atlantischen Ozeans hatte mindestens 30 Grad, weshalb wir uns Zeit ließen. Nach ein paar Runden Rugby und dem Versuch auf einem Skimbord zu surfen, ging es auch schon wieder nach Hause.

Wir brachten die Drei nun zu ihrem Apartment mit einem kurzen Stopp beim Walmart, um einen mobilen Hotspot zu kaufen. Nach dem Einrichten des Hotspots und der Besichtigung der Ferienwohnung, fuhren Yvonne, Arthur und ich zurück zu unsere Location.

Zuvor hatten uns ein paar nette Leute am Strand erzählt, dass sich heute Nacht Algen im Wasser befinden sollten, welche blau leuchten. Leider war das nicht der Fall :( Mal sehen, ob es morgen funktioniert.

Somit war auch dieser Tag beendet. Ich bin schon gespannt auf morgen:)

 

 


 

Willkommen in Cocoa Beach!

26.08.2022,  Cosma Heckel

Jemand schüttelt mich leicht. Ich drehe mich auf die andere Seite und vergrabe mich ins Kopfkissen. „Aufstehen“ ertönt es sanft. Nach einem Seufzer hob ich meinen Kopf und öffnete die Augen, doch kniff sie direkt wieder zu. Es war hell. Das Sonnenlicht schien in unser Zimmer und ließ es hell leuchten. Ich stand auf und zog mich um.

Es war bereits 9:30. Alle befanden sich in Wohnzimmer, mit selbstgemachten Hot Dogs in der Hand. Das war unser heutiges Frühstück, also nahm ich mir auch eines. Anschließend stiegen wir ins Auto und fuhren los.

Heute ist der erste Tag in Coca Beach, deshalb gewähren wir uns einen kleinen Einblick in die Umgebung nach Corona und schauen, was sich alles verändert hat.

Sojus

Doch zuerst fuhren wir zu unseren zukünftigen Hotel, in welchem wir nach dem Start schlafen werden. Dies hat eine schöne Außenanlage mit Pool, Bar und Beach. Auf dem Rundgang entdeckten wir eine kleine Wandmalerei, welche den Start einer Sojus abbildete. Das war sehr überraschend, aber auch schön zu sehen, da Koroljow sie ebenfalls entwickelte.

Hotel

Weiter ging es zum Pier 1, welcher sich direkt am Cocoa Beach befindet. Die Sonne schien stark, die Luft war feucht. Für längere Zeit schwer auszuhalten. Der Strand ist groß und grau-weiß, die Meereswinde warm und feucht. Möven fliegen ab und an vorbei und halten Ausschau nach ein paar Krebsen.

Yvonne, Tara, Arthur, Jesco und ich liefen auf den Pier und schauten uns schnell um, da wir direkt weiter fahren mussten. Allerdings werden wir im Laufe des Tages mehr Zeit haben, uns den Strand anzuschauen.

Vorbei an Dollar Läden, Fish&Chips Restaurants, Tesla Chargern, Mangroven Wäldern und Sümpfen fuhren wir geradewegs nach Titusville auf dem Highway entlang. Es ist komisch, wie viel Platz man hier hat. Alles ist großflächig gebaut und ausgelegt.

Nach ungefähr 20 min kamen wir an dem Stützpunkt von Blue Origin vorbei, weiter zum Kennedy Space Center. Die Abbiegung wird durch ein großes KSC Logo markiert, aber umso besser erkennt man es an der Tickets- und Fahrzeugkontrolle, welche wie ein Crawler Transporter aussieht (transportiert die Raketen zum Startplatz).

Kennedy Space Center

Nach ein paar Gruppenfotos fuhren wir weiter und machten eine Stopp am Atlantis Museum. Dort stand eine Replikation der Redstone Rakete. Diese ist 83 Fuß hoch, 33 Tonne schwer und fliegt mit Alkohol & Flüssigen Sauerstoff. Sie flog die erste US-amerikanisch bemannt/ballistische Raumfahrt Mission mit Alan Shepard. Dabei setzte sie den ersten US-amerikanischen Satellit, Explorer 1, in den Orbit aus. Somit ist Alan Shepard der amerikanische Gagarin.

Im Vorbeifahren erblickten wir einen Space Shop mit einer selbstgebauten SLS Rakete. Sieh war erstaunlich gut nachgebaut. Nach einem kleinen Besuch im Shop ging es dann auch schon weiter.

Und zwar zur Titusville Mall. In dieser Mall befindet sich die Anmeldung des Artemis Starts. Wir wurden Herzlichst empfangen und weitergeleitet zu Lynn Dotson und ihrem Kollegen. Lynn arbeitet bei den NASA STEM-Stars und hat ebenfalls verschiedenste Aufgaben bei den Startvorbereitungen. Sie kennt ebenfalls die Chefin von HERC, was ein sehr cooler Zufall ist. Wir werden sie spätestens am Banana Creek, unserem Aussichtspunkt während des Startes Wiedersehen.

Wir checkten ein und bekamen alle notwendigen Informationen und Materialien, bezüglich des Startes. Darunter: ein Umhänge - Ausweis, mehrere Zeitschriften bzgl. der SLS Rakete, Sticker und Patches + einer kleinen Orion Kapsel. Dazu Zutrittskarten für den Kennedy-Space-Center-Komplex und weiteres.  Somit hatte wir alles, was wir brauchten. Jetzt kann nichts mehr schief gehen, zumindest von uns aus.

Unser nächster Stopp war Shilohs bar. Dieses Grill Restaurant ermöglicht eine tolle Sicht auf den Startplatz 39b und das VAB. Dort genossen wir ein leckeres und spätes Mittag, denn es war bereits 16 Uhr. Zwischendurch hat es stark geregnet und sehr laut gedonnert.

Der letzte Stopp des Tages war der Walmart. Das ist der typische Supermarkt in den USA. Dort kauften wir Proviant für die nächsten Tage und vor allem für den Start.

Dieser Tag wurde mit einem Strandbesuch bei 30 Grad Wassertemperatur beendet, was übrigens sehr angenehm war. Ich bin schon gespannt auf morgen!

 

 


 

Die erste Reise nach 2 Jahren
25.08.2022, Cosma Heckel

Es war 1:20 als wir am Berliner Flughafen (BER) ankamen.

Zügig packten wir die Koffer aus. Tara, Arthur, Jesco und ich stellten sicher, dass diese gesichert waren, während Ralf das Auto parkte. Die Nachtluft war angenehm frisch und die Nacht hell beleuchtet. Der erste Eindruck des Flughafens war ein Erstaunen. Vor allem, weil ich 2 Jahre lang keinen mehr gesehen hatte.  Bis zum Check-In waren es noch 3 Stunden. Diese nutzten Tara, Arthur, Jesco und Ich zum Erkunden des neueröffneten Flughafens. Mich hat die Aktualität des generellen Lay-outs erstaunt, gerade wegen den verzögerten Bauarbeiten.

Zwischendurch konnte Jesco etwas Schlaf tanken, was ab 4:30 aber leider nicht mehr möglich war, denn der Check-In wurde eröffnet. Somit wurden die großen Koffer weiter an die Fluggesellschaft gegeben, während wir uns samt Handgepäck auf zum Security-Check machten. Dort verlief alles reibungslos und nur 10 min später saßen wir in einem Café und aßen etwas Frühstück. In meinem Falle ein Schoko Croissant. Da Ralf einen Flieger eher nahm, haben wir uns kurz verabschiedet.

Wir hatten noch eine Stunde Zeit, in welcher wir uns langsam und gemütlich zu unserem Gate aufmachten. Dieses Zeitfenster nutzte ich, um den ersten Teil des Videoblogs aufzunehmen.

Um 8 begann endlich das Boarding. Es kam mir wie ein Deja Vu vor, als wir die Zugangsbrücke des Flugzeuges entlang liefen. Wie viele mal ich das schon einmal tat, kann ich nicht mal mehr an zwei Händen abzählen. Pilot und Co-Pilot standen höflich am Cockpit und begrüßten jeden Fluggast. Der Pilot unseres ersten Fluges stellte sich mit Matthias vor, ein sehr netter Mann.
Dem langen Korridor entlang folgten Tara, Jesco und ich bis zur Reihe 16. Arthur und Yvonne saßen direkt hinter uns.

Flugzeug

Nach 30 Minuten begann sich das Flugzeug zu bewegen und als es sich gerade zur Flugbahn ausrichtete herrschte stille. Die Turbinen starteten, das Flugzeug setzte sich langsam in Bewegung. Die Triebwerke wurden immer lauter und das Flugzeug begann zu vibrieren. In dem Moment drehte sich Jesco zu mir rum, schaute mich an und sagte: Jetzt geht es los! Sekunden später hatten wir die benötigte Geschwindigkeit erreicht und hoben langsam ab. Ein leuchten breitete sich in Jescos Gesicht aus, und da war er nicht der einzige. Somit erhob sich der AIRBUS A320NEO JET vom Erdboden und flog Richtung München. Der Flug dauerte knapp 55 Minuten. Alle von nutzten diese Zeit, um etwas zu schlafen. Nächster Stopp: München

In München angekommen, gingen wir erst einmal durch die Passkontrolle. Das verlief ebenfalls reibungslos. Allerdings wurde es anschließend etwas kniffliger, denn der Münchner Flughafen ist weitaus größer als der Berliner. Trotzdem fanden wir unser Gate, H14, problemlos. Nun mussten wir erneut warten. Wieder nutzten wir die Zeit, etwas Schlaf zu ergattern, auf Toilette zu gehen oder um sich weiter umzusehen. Ebenfalls wurden unsere Flugunterlagen noch einmal gecheckt, bis schließlich 11:55 das Boarding für den Flug UA-160 begann.

Wir begaben uns in die Boing 767-300/300ER, ein großes Flugzeug mit 2 Außen- und 3 Mittelsitzen. Diesmal hielten Jesco und ich in der Reihe 24. an und verstauten unser Handgepäck. Mittlerweile wissen wir ja wieder, wie das funktioniert;) Arthur und Tara direkt hinter uns.

12:35 schob der Pilot den Gashebel langsam nach vorn. Es rappelte, wir beschleunigten und das immer schneller. Dieses Mal spürte jeder die Vibrationen, die das Flugzeug durchfuhren. Und ehe wir uns versahen, befanden wir uns wieder einmal 11.000 m über dem Boden.
Ab nun war das Einzige, was Jesco interessierte, natürlich der kleine Fernseher, der in der Rücklehne des Vordermanns/ der Vorderfrau eingelassen war. Somit machten es sich alle bequem und starteten einen ersten Film. Ausschnitt:

Das Flugzeug war gefüllt und das Klima relativ kühl, jedoch angenehm. Ich habe dieses Gefühl vermisst, welches ich als kleines Kind hatte, wenn ich im Flieger saß. Das Gefühl von Sorglosigkeit, Freiheit, Geborgenheit und Unendlichkeit. Das Geräusch der rotierenden Turbinen, welche viele als störend oder laut empfinden, störte mich noch nie. Umso mehr fasziniert mich das ständig wiederkehrenden Phänomen, bei dem man weitaus mehr über die Dinge erfährt, die einem direkt vor der Nase liegen. Das passiert mir immer wieder. So setzen sich die wahrgenommenen Geräusche einer Turbine Genau mit ihrer Funktionsweise und den dadurch entstandenen Audiowellen zusammen (Erklärung einer Turbine bei Hugo Junkers). Vergleichbar mit ein paar Punkten die sie sich immer weiter Verknüpfen, bis sie ein Netz ergeben.

Nach 11,5 Stunden, 2 Filmen, 2 Stunden Schlaf und etwas Schreibarbeit neigte sich der Flug auch schon dem Ende zu.  Dieser war von einigen Turbulenzen geprägt, aber im gesamten doch recht angenehm.  Mittlerweile hat sich die Zeit um 7 Stunden verzogen, trotz 11,5 Stunden Flug.
Nach dem Pass-Check sind wir mit schnellem Schritt zum nächsten Gate gelaufen, da das Flugzeug bereits in einer Stunde abhebt. Der Houston Airport ist sehr ansehnlich, vor allem durch die internationalen Bereiche, die man durchläuft.

Orlando Airport

Um 18 Uhr startete unser letzter Flug nach Orlando. Diesmal war das Flugzeug etwas kleiner und älter, doch trotzdem sehr angenehm. Ich nutzte die Chance, um ein weiteres Mal zu schlafen, doch gegen Ende wurde ich wachgerüttelt. Da das Wetter zum Äquator hin wärmer wurde, entstanden auch wesentlich mehr Gewitter, weshalb unser Flugzeug in ein paar Turbulenzen geriet. Während sich andere Gäste an ihre Stühle klammerten, lachte Jesco und meinte, dass wir in einem langsamen Trampolin sitzen würden. Als wir dann zum letzten Mal den Landeflug ansetzten, eröffnete sich ein verzauberter Blick auf Orlando. In der Nacht war jedes Lämpchen zu sehen und zusammen ergaben diese kleinen Lichter eine wunderschöne Aussicht. Dazu erhellten in kurzen Abständen viel Blitze den Nachthimmel, was die Landung noch spektakulärer machte.

Nach 2 Stunden Flug haben wir den Orlando Airport erreicht und machten uns gleich auf zur Koffervergabe. Anschließend begaben wir uns zur internen S-Bahn, welche uns direkt zum Ausgang brachte. Dort wartete Ralf bereits. Er war zwei Stunden eher angekommen und hat alles vorbereitet. Deshalb sind wir gleich weiter zu unserem Leihwagen, welcher ein Bus für 16 Personen.

Somit fuhren wir in Richtung Cocoa Beach mit einem kleinen Zwischenstopp, bei dem wir Proviant einkauften, da wir uns in der Ferienwohnung selbst versorgen müssen.  Dort angekommen, luden wir alles aus und schauten uns um. Die Bauart ist typisch amerikanisch, aber die Innenausstattung ist sehr ansprechend.

Ich wollte mich ein wenig umschauen, als ich aus der Tür trat und ein Opossum auf dem Zaun entdeckte. Es schaute etwas verdutzt, wahrscheinlich weil es nun etwas essen erwartete, aber nach bereits 1 Minute machte es sich weiter auf die Suche.  Das Wetter in Cocoa Beach ist sehr warm und feucht. Das merkt man vor allem, wenn man aus kühlen, klimatisierten Räumen kommt. Da passt das Zitat ,,Als ich vor die Tür trat, schlug mir die Luft wie ein Nasser Sack entgegen“(Jesco v. Puttkamer) ziemlich gut. Es ist auf jeden Fall ein Erfahrungswert. Somit beendeten wir unsere Reise nach 30 Stunden (davon 15st. Flug) und sind müde ins Bett gefallen.

 

 


 

Tag 0
24.08.2022, Cosma Heckel

BER

 

Der Motor rappelt, goldene Streifen ziehen sich am Horizont entlang. Wir fahren 120 auf der Autobahn, zu sechst in dem Kleinbus.  Das dunkle blau, geziert von vielen hellen Pünktchen, zieht sich von Horizont zu Horizont. Kaum zu glauben, dass eines davon in wenigen Tagen die Orion Kapsel sein könnte.

Heute ist Tag null. Ab heute beginnt eine Reise, bis hin zum Mond und zurück. Doch bevor die größte und schwerste Rakete vom Erdboden abhebt und zum Mond startet, reisen wir erstmal nach Amerika.

Es ist 10:32 als ich aufs Smartphone schaue und noch getrübt von den letzten online-Vorbereitungen und den knapp 5 Stunden Schlaf die Augen reibe.
Momente später blitzen mir die Dinge in den Kopf, die am besten schon Gestern fertig sein sollten. Packen.

Also stand Jescos, gefolgt von meinem Koffer gegen 12 Uhr vor dem Auto. Nachdem die „großen Dinge“ nun also erledigt waren ging es an die Kleinarbeiten, die ehrlich gesagt die meiste Zeit nahmen.

Also packten wir Kameras ein, luden deren Akkus und verstauten sie. In diese Auswahl gehören 2 GoPros, drei Spiegel Reflex Kameras und eine 360 Grad Cam. Damit ist das fotografische festhalten des Raketenstarts schon einmal gesichert.

Als nächstes haben Jesco und ich die Aufgabe bekommen, 40 Star-Ship Raketen mit Zubehör einzupacken. Nach mehreren Zählungen waren diese vollständig und sorgfältig verwahrt und zum Abflug bereit.

Die wohl coolste Aufgabe auf meiner Checklist heute, war der Zusammenbau eines Mini-Rovers. Dieses Modell empfindet in einem 1:10 Verhältnis den aktuellen Trainings-Rover meines Teams, den Rovernauts, nach.

Es war bereits 21:30 als wir ein schnelles Abendbrot runterdrückten und schließlich 23:30 zu sechst und vollgepackt im Kleinbus saßen. Nach 2 Stunden sind wir schließlich am BER angekommen. Es geht bald los!

 
2014
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NASA Rover Challenge 2014
Team Russia Highschool
www.spaceeducation.eu
Catherina Trusheva

Huntsville/Alabama, 11.04.214

Сегодня был замечательный, великий и неповторимый день! Соревнования NASA Rover Challenge 2014!!!!! Впечатления не передать здесь! Это было очень классно, весело, трудно! Соревновалось около 96 команд! Школьников и студентов. Как только мы приехали на место, начали тренироваться. Собирать Buggy размером с куб, перетаскивать их на 8 метров, раскладывать их за меньшее время! Это было очень интересно! И тут мы узнаем, что настала наша очередь! Мы спускаемся к главному входу на гонку, тут нам говорят разложить Moonbuggy. Как это происходит? Мы с Вадимом стоим в исходной позиции: держимся за транспорт, как только звучит "Go!" Мы должны разложить Moonbuggy, одним словом кинуть его. Затем сесть, пристегнуться, поставить ноги на педали и поднять руки вверх. Все это нужно сделать примерно за 4-9 секунд. Мы сделали за 7. После этого Buggy грузят в куб, смотрят помещается ли он. Наш поместился) позже нам говорят нести транспорт от линии ло линии. Мы отлично его пронесли! И тут видим стартовую прямую.....перед ней мы остановились(так положено) и нас снимало телевидение. Затем подходит мужчина и говорит " Get ready! When I say Go, you should run".
Произносится слово Го и мы едим! Первое препятствие - проехали с легкостью, это были камни. Едим дальше - третье препятствие - мелкие камни, галька. И много таких же трасс, по которым мы ехали. И тут мы видим препятствие - галька, а под ней шины от машин, имитирующие лунные кратеры. На маленькое время мы забуксовали тут, секунд на пять. Но ничего! Мы отлично ехали дальше! Но вот что вызвало у нас трудность - это песчаное препятствие. Там мы забуксовали секунд на 15... Мы едим, сил нет, но продолжаем ехать не теряя духа! И тут видим "Finish". И остановились. Ура! Мы сделали это! Мы пооехали эту трассу на 1105 м. Преодолели 15 препятствий! Это классно! Гонка заняла у нас 5мин54сек.
После нас, ехала команда Германская. Они чудесно проехали трассу! Показали время 4 мин с чем то.
Молодцы!
МЫ ЗАНЯЛИ ПЯТОЕ МЕСТО!!!!!!!
Завтра все решится, в последней гонке!
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https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643825485034/

 
2014
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NASA Rover Challenge 2014
Team Germany College
www.spaceeducation.eu
Mathilda Drews

Der große Tag!
Huntsville/Alabama 11.04.2014

Nach einem kurzen Frühstück geht es los. Sobald wir bei NASA angekommen sind fangen wir an, weiter an den Buggies zu arbeiten. Tobias und ich müssen noch die Räder auf Non-pneumatisch wechseln und dafür auch die Bremsen neu anbringen und einstellen. Schutz-ab"Bleche" müssen ebenfalls noch angebracht werden; eine anstrengende Fitzelarbeit. Die drückende Hitze macht mir zu schaffen und ich habe bereits Sonnenbrand bekommen.
Obwohl wir früh da sind, können wir erst am Mittag starten, da unser russisches Partner-Team sich entschieden hat, doch mit Gangschaltung zu fahren und wir deshalb noch Einiges umbauen und austauschen müssen. Zwischendurch begutachten nebst den offiziellen Richtern auch einige andere Teilnehmer und Zuschauer unsere Buggies, deren Räder und Konstruktion für Interesse sorgen.
Dann geht es los. Vor einem weiteren Team aus Richtern müssen wir beweisen, dass wir den Buggy auf eine bestimmt Größe zusammenfalten und tragen können. Dazu kommt, dass die Zeit, die wir zum Ausklappen, Reinsetzten und Anschnallen brauchen, gemessen wird. Diese Zeit wird am Ende zu unserer Rennzeit hinzugefügt, deshalb sollte man relativ schnell sein und jeden Schritt beherrschen. Tobias und ich schaffen es in 7 Sekunden, keine schlechte Leistung. Danach geht es an den Start. Langsam macht sich Anspannung breit. Three...Two...One... GO! Und wir fliegen über den Kurs. Das erste Hindernis nehmen wir mit Leichtigkeit, obwohl wir uns gerade bei dem Sorgen gemacht hatten. Einige Sprünge und Kurven später stecken wir fest. Nicht schlimm, da wir uns, dank unserer tollen Konstruktion von sich-bewegen-lassenden Schutzblechen, einfach rausschieben können. Das war Vadims Idee. Allerdings verlieren wir eins nach zwei Dritteln des Weges.
https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/13792749093/in/set-72157643828549945

Kurz vor dem Ende das Sandhindernis; die Angst aller Teilnehmer. Mit Vollgas den Hang runter, um dir Kurve und... nichts. Wir fahren einfach drüber und bleiben nicht stecken; wir sind das erste Team, das das schafft. Erleichterung, und gleich darauf auch schon das Ziel. Unsere Zeit; 4 Minuten 35 Sekunden; das zweitschnellste zu diesem Zeitpunkt. Strafsekunden dafür, dass wir etwas verloren haben, befördern uns auf den dritten Platz. Ein gutes Ergebnis!
Im Anschluss ist erst einmal Mittagessen und Ausruhen angesagt. Später am Nachmittag; ein Team war schneller als wir, aber wir werden uns morgen den Platz wieder holen.
Den Rest des Tages beobachten wir die anderen Teams und bauen unsere Buggies um; die Vorder- und Hinter-Räder müssen getauscht werden. Nach einem kleinen Barbecue am Pit und einem überraschenden Regenguss vor dem wir das Werkzeug und die Buggies retten mussten, gehts ins Hotel.

Gute Nacht, bis morgen!
Mathi
https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643828072765/
https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643828549945/

 
2014
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NASA Rover Challenge 2014
Team Germany College
www.spaceeducation.de
Mario Denzler

Go, team, go!
Huntsville/Alabama, 11.04.14

Heute ist es soweit, das erste Rennen findet statt. Doch vorher müssen die Schutzschirme und die Räder an das deutsche Moonbuggy. Das Ganze hat mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht, doch glücklicherweise verzichtet die Rennleitung auf die festgelegte Reihenfolge der Starts, sodass wir genug Zeit haben, um alles fertigzustellen.
Währenddessen kommen schon die ersten Jurymitglieder und die Fahrzeuge müssen vorgestellt werden.
Nervös bin ich auch deshalb, weil für die Telemetrie mein Smartphone an beide Fahrzeuge geschnallt worden ist, damit eine Internetübertragung zustande kommen kann. Doch auch hier läuft alles glatt, sodass es nach beiden Rennen noch intakt ist. Das Problem dabei: Anscheinend schaltet sich die Internetübertragung an meinem Smartphone nach einer bestimmten Zeit ab, was dafür gesorgt hat, dass wir für das russische Team kein Live-Video produzieren konnten.
Ein weiteres Problem sind die Schutzschirme, da bei beiden Fahrzeugen das vordere linke während der Fahrt abgefallen ist. Nur Zufall oder beschädigt durch ein bestimmtes Hindernis..?
Trotz dieser Probleme haben beide Teams eine gute Platzierung erreicht:
Team Russland (als High School Team) mit einer Zeit von 00.06.31 inklusive 30 Sekunden Strafzeit wegen des abgefallenen Schutzschirms erreicht beim ersten Rennen Platz 5.
Team Deutschland (als College Team) mit einer Zeit von 00.05.11 inklusive derselben Strafzeit erreicht Platz 4.
Bei beiden Gruppen nehmen je über 30 Teams teil. Einige Teams mussten das Rennen abbrechen, weil die Fahrzeuge schlicht und einfach zu stark beschädigt waren. Doch unser Konzept ist gut aufgegangen, die Fahrer haben eine super Leistung hingelegt.
Nun gilt es, die Schutzschirme zu reparieren oder zu ersetzen. Ich bin mir sicher, dass wir morgen das zweite Rennen auch bestehen werden.
Morgen berichte ich wieder, es wird der letzte Tag vor meinem Abflug sein.

https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643828072765/
Grüsse
Mario Denzler

 
2014
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NASA Rover Challenge 2014
Team Russia Highschool
www.spaceeducation.eu
Jonathan Holtman

Day One of the Race
Huntsville/Alabama, 11.04.2014

Barely being able to get myself out of bed was probably the most difficult part of this day. After some struggling I eventually got up and after showering, eating breakfast, and getting ready, we leave to the Space Center. When we arrive there, we continue assembling our buggys and the telemetry. When we finish, the Russian team takes their bike to the pre-ride testing area. Firstly, we have to fold the buggy into an area smaller than five cubic feet. They check t make sure it fits and we continue. Now the drivers must carry the folded buggy from one line to another. They manage easily and continue on to the subsequent test. Now the buggy must be unfolded, and the drivers must sit down on the seats with both feet on the pedals and hands in the air. We get a time of seven seconds, and after our buggy is checked for missing components we go to the start line. Now, the real test for the drivers begins. They must now make it through the course, and get a good time. While they begin racing I head to the news van that is broadcasting the event and together with Amanda and Greg, talk about the German and Russian teams. Some questions later, the drivers race past the news van and we are told to go watch them and support our team. We do exactly this, and watch Vadim and Chatherine race down the track. The front left fender gets caught on the track and breaks of. We retrieve it and will have to deal with the penalty for it dropping. After we make it to the finish line, I go install the telemetry on the German buggy. They go through the same checks as we did, and also go to the start line. Once the loud horn sounds declaring the start of the race, the drives Tobias and Mathilda start racing. Somehow, they also lose their front left fender and we rack our heads trying to in the reason so that we can adjust the rovers for tomorrow’s race. After some modifications and a dinner at the Hall, we head to our hotel, exhausted and ready to sleep.
Greetings,
Jonathan

https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643828549945/
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https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643827590873/
https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643827095033/
https://www.flickr.com/photos/spaceeducation/sets/72157643825485034/

 
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