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Nachruf für Prof von Puttkamer

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Am Montag dem 4.02.2013 fand im NASA-Hauptquartier in Washington die Gedenkfeier des plötzlich über die Weihnachts-feiertage verstorbenen Prof. Dr. von Puttkamer statt. Organisiert wurde diese Zeremonie von den Kollegen Puttkamers Sam Scimemi und Susann Essington. Es waren alle Mitarbeiter der E-Street 300 in Washington versammelt, so auch NASA-Administrator Charles Bolden. Unter den Rednern waren u.a. der Vorgesetzte Puttkamers, Bill Gerstenmaier, ein Überraschungsgast aus Europa, der Opernsänger Sir Donald McIntyre (Wagner-Festspiele) und die Vorstandsvorsitzenden des Leipziger International Space Education Institutes, Yvonne und Ralf Heckel per Videobotschaft.

 

Jesco von Puttkamer - Videochannel auf Youtube:

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Schuttle-Astronaut Bill Readdy schrieb danach: "I was there today and gave a speech. It all went quite well. They read your letter of tribute to Jesco. He would have been very pleased. At the conclusion they had a slide show with the music 'What a Wonderful World' by Louis Armstrong."
 

Rede zur Gedenkfeier zu Ehren Prof. Dr. Jesco von Puttkamers im Hauptquartier der NASA am 4.02.2013, in englisch vorgetragen durch Jacob Keaton, Programm Specialist, ISS Division, verfasst von Yvonne und Ralf Heckel:

"Die Nachricht von Professor von Puttkamers Tod erreichte uns als wir die nächste Generation von Schülern für die NASA Moonbuggy Race vorbereiteten, nur einige Stunden nach seinem Ableben. Wir waren alle über den Verlust eines guten Lehrers, berühmten Wissenschaftler, perfekten Visionärs, ausgezeichneten Ingenieur und guten Freund schockiert. Es war Weihnachten, nur wenige Schritte weit von seinem Geburtshaus, Leipzig, Sachsen, Deutschland.

"Der Professor" war und ist ein Vorbild für die junge Generation aus unserem Land, Russland, Indien, Italien, Frankreich und Huntsville. Seine Erzählungen, seine Integrität und die vielen Hinweise erzeugten eine tiefen Wirkung in den Köpfen der Schüler. Er war ein Mann der Entfernungen - und sie hatten die Chance ihn hautnah zu treffen.

"Prof. Dr. von Puttkamer" war für die bemannte Raumfahrt eine Institution und für alle Menschen die in dieser Familie arbeiteten und lebten bei der NASA, ESA, DLR und Roskosmos. Er war einer der letzten großen Pioniere. Ein nie rastender Workaholic der in der Lage war die Zukunft wie ein Körper anzufassen und die Geschichte in seinen Taschen hatte. Ein Mann der eine Vorstellung vom Universum hatte und einen Autopiloten im Kopf. Dieser Autopilot war auf die Zukunft programmiert. Leider ist nun an der Stelle der ISS-Statusmeldungen ein Loch. Es bleibt als Wissenslücke eines jeden Raumfahrt-Wissenschaftlers, -Ingenieurs und Raumfahrt-Enthusiasten.

"Jesco", dieser Name durfte nicht durch viele Menschen in dieser Welt verwendet werden. Ein Freund von dieser lebenden Legende zu sein war eine Ehre und zugleich eine große Verantwortung. Dieser Name war eine Brücke zwischen den Korolevs und von Brauns, zwischen den Alten und den Jungen, die zwischen den Experten und den Idealisten. Jesco war ein Freund und ein Rennpferd für Leute, die groß genug waren, seinen Ideen zu folgen. Unzählige Male waren wir in der Lage mit ihm zusammen zu sein, ob auf dem Teppich in seinem Haus auf dem Monte Sano in Huntsville wo er zur Zeit der Apollo-Ära lebte, ob in der Salineos Subvilla wo er seine Subs für die Unterwasser-Arbeit in der Spacelab-Zeit bestellte, im El Palacio wo sich das Braun-Team nach der Arbeit zum Bierchen traf oder im Gras unter den Eichen neben dem von Braun-Grab in Ivy Hill in Alexandia/VA und den Tränen nahestand. Jederzeit erzählte er uns unglaubliche Geschichten aus der Vergangenheit und seine logischen Schlussfolgerungen für die Zukunft.

Wir hatten das Glück, den Professor, den Ingenieur und den Freund seit 15 Jahren sehr gut zu kennen. Es war eine herausragende Ehre für uns. Er öffnete die Türen für unsere Schüler zu den NASA-Centern KSC, MAF, Michoud AF, JSC, MSFC, USSRC und initiierte die internationale Beteiligung am NASA Moonbuggy Race im Jahre 2007. Wir konnten drei Space Shuttle startet begleiten, weitere Raketenstarts, sprachen mit der ISS-Crew 6 und konnten mehr als 100 internationale Schüler an die heiligen Hallen der Zukunft zu NASA begleiten. 100-mal mehr Studenten lesen unsere Berichte mit giegig-glänzenden Augen. Seine Worte: "Ich hänge meinen Kopf weit aus dem Fenster hier - lass mich dort nicht hängen" - war Gesetz und Verpflichtung für uns als Lehrer und deren Schüler. Nie ließen wir ihn hängen. Im Gegenteil, man gibt zurück. Wir waren in der glücklichen Lage die Tore nach Moskau und zu der Korolev Familie (Sputnik Designer) zu öffnen, ihm eine Vision von einer idealistischen jungen Generation zu zeigen und die russischen heiligen Hallen der Raumfahrt.

Unvergessen sind die Worte von ihm. Sie sind Antrieb für die Zukunft und eine Generation der Entdecker:

"Meide die Komfort-Zone und folge den NASA Grundwerten"
"Du musst den harten Weg gehen, nicht den leichten. "
"Lass Dich vom einmal eingeschlagenen Weg nicht abbringen"
"Denke weiträumig und antizyklisch"
"Sei ein Talent der Multidisziplin und gib Dich multinational"

Den größten Respekt haben wir vor diesen Worten:
"Ein Land, das eine Jugend ohne Visionen hat - hat keine Zukunft."

Jesco von Puttkamer war der strategische Denker, der Architekt des International Space Education Institutes in Leipzig. Seit 10 Jahren sind wir in der Lage, seinen Vorstellungen und Ideen von wissenschaftlicher Bildung ein Gebäude in seiner Geburtsstadt Leipzig zu geben. Sie liegt zwischen seiner Heimat und seinem Reiseland Russland. Heute ist die Initiative eine unabhängige gemeinnützige Institution mit 250 außergewöhnlichen technisch-wissenschaftlichen und praktischen Aktivitäten pro Jahr. Wir sind stolz über diese Brücke des internationalen Bildungsaustausches und Exkursionen zwischen Huntsville, Leipzig und Korolev-City. Wir lehren die Schüler Hochleistungs-Teams zu bilden und ihre beruflichen Ziele mit internationalen Wettbewerbsprojekten an der Seite der Raumfahrt zu finden. Hunderte von Sponsoren, Spendern und Wissenschaftler stehen nun dahinter. Erste Start up-Unternehmen aus dem Ingenieurwesen und dem Tourismus produzieren ihre ersten Gewinne und .... natürlich auch Steuern.

Gestern, am 3. Februar 2013 hatten wir eine Hauptversammlung. Wir diskutierten darüber wie wir das Lebenswerk Prof. von Puttkamers ehren könnten, sodass die von ihm über Jahre unterstützte Jugend weiterhin einen Gewinn davon tragen kann. Wir entschieden uns dazu, die "Jesco von Puttkamer Stiftung" zu gründen. Unzählige Artefakte aus Prof. Puttkamers Leben und die zahlreichen Ergebnisse aus der von ihm geförderten internationalen Nachwuchsarbeit, verbunden mit den dahinter stehenden prominenten Förderern bilden die Grundlage dieser Stiftung. Die Eröffnungsfeier findet an seinem 80. Geburtstag, am 22. September 2013 in Leipzig statt.

Ein Kuratorium internationaler prominenter Wissenschaftler wählt die besten internationalen Schüler und Studenten aus, welche gute Ergebnisse auf wissenschaftlichen Leistungswettbewerben in mehr als 3 Ländern vorlegen können. Sie erhalten Geldpreise und pädagogische Unterstützung für ihre Zukunft. Möge dies eine Brücke in die Zukunft von uns allen sein - in Erinnerung an Prof. Dr. Jesco von Puttkamer.

Wir laden alle interessierten Menschen ein, Teil dieser Stiftung und deren Jury zu werden. Der Mars als Jahrtausend-Ziel und der damit verbundene Entwicklungs-Schub unserer multinationalen Gesellschaft war seine Logik und Traum für die Zukunft - jetzt haben wir die Verantwortung, es zu tun.

Yvonne und Ralf Heckel
Vorstand des International Space Education Institute
Botschafter des Space Camp Huntsville
Ehenmitglieder der Astronaut Memorial Foundation und der Stiftung Russischer Raumfahrtmuseum
Freunde von Jesco von Puttkamer
Leipzig / Deutschland, 04.02.2013"

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