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Events - Konferenzen

im International Space Education Institute in Leipzig
11. September 2026, 14-17:30 Uhr,Veranstaltung auf Facebook zum Anmelden

astronautinHeidemarie Stefanyshyn-Piper besucht am 11.9.2026 von 14-17 Uhr das International Space Education Institute (ISEI) in Leipzig, stellt sich den Fragen der neugierigen SchülerInnen, lässt sich zum Fahren mit einem der legendären Moonbuggys aus Leipzig einladen, besucht die Gedenktafel ihres ehemaligen ISS-Direktors Prof. Dr. Jesco von Puttkamer und hält einen Vortrag über ihre 2 Flüge auf die ISS.

Die Schüler des ISEI zeichnen sie für den an diesem Tag stattfindenden 20. Jahrestages Ihres ersten Dockingmanövers an die ISS aus und umgekehrt zeichnet sie die jungen Tüftler und Gewinner der International Roverchallenge 2026 aus.
Eine Gedenkminute um 14:46 Uhr wird nicht fehlen. Autogramme gibt es auch.

Aus Leipzig stammen 5 NASA-Wissenschaftler, darunter der Direktor der ISS. Seit 20 Jahren werden in Leipzig wieder junge Raumfahrtwissenschaftler ausgebildet und besetzen bereits Spitzenposten rund um den Globus. Am Montag, dem 7.9.26 sitzt die vom ISEI ausgebildete Cosma Heckel (19, aspiring Astronaut, Moonbuggy-Pilotin, Leipziger Jugendparlamentsmitglied, Mitglied des Youth Council der US-Generalkonsulates) dazu in der Paneldiskussion „Politik und Weltraum“ in Berlin zusammen mit der NASA-Astronautin und ESA-Astronaut Dr. Gerhard Thiele.

Jede Schülerin und jeder Schüler mit Interesse an Raumfahrt und Naturwissenschaft ist eingeladen mit in Leipzig dabei zu sein, der Astronautin Fragen zu stellen und Neugier für solche internationalen Wettbewerbe aus Leipzig mitzubringen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Die Schüler des ISEI haben den Besuch des Starts der ARTEMIS 2 im April 2026 und aktuell 7 Wochen technisches Sommercamp hinter sich und freuen sich darauf, das erste Mal in 20 Jahren Institutsgeschichte ihre Exponate einer Astronautin in Leipzig vorzuführen.

Das International Space Education Institute ist als Verein in Leipzig firmiert und betreibt Bildungskontakte in bis zu 30 Länder. Interessierte SchülerInnen ab 10 Jahren werden in Leipzig an den Wochenenden und in den Ferien für internationale Wettbewerbe fit gemacht und dann über das Abitur, die Ausbildung, das Studium bis in den Beruf begleitet.

Prof. Dr. Jesco von Puttkamer (1933-2012) war gebürtiger Leipziger, 50 Jahre im Dienst der NASA, distinguished German-American und arbeitete von Apollo bis zur ISS an der strategischen Umsetzung bemannter Missionen. Er war Gründungsvater des ISEI und zu diesem Anlass vor genau 21 Jahren in Leipzig.

Heidemarie Martha „Heide“ Stefanyshyn-Piper (* 7. Februar 1963, Saint Paul, Minnesota, USA) ist eine ehemalige US-amerikanische Astronautin und Marineoffizierin der United States Navy (Captain). Sie hat deutsch-ukrainische Wurzeln und ist Marine- und Bergungstaucherin.

STS-115 Raumfähre Atlantis
9.9. – 21.09.2006, 11d, 19h, 6 min
mit 2 EVA´s von insgesamt 13 h
Montage der Solarträger P3/4 an der ISS

STS-126 Raumfähre Edeavour
15.11.-30.11.2008, 15d 20h 29min
3 EVA´s, Reparaturen, Einbau von 2 Schlafplätzen und einer Toilette.
Heidemarie Stefanyshyn-Piper begeht in Leipzig ihr 20. Jubiläum ihres ersten Andock-Manövers an die ISS, am 11. September 2006 (12:48 Uhr MESZ).

Ehrengäste:
- Heidemarie Stephanyshyn-Piper (Astronaut)
- Edward Cox, Acting Public Engagement Counselor, U.S. Embassy Berlin
- Johanna Jacobi, Intern at the Consulate

Gastgeber:
Ehepaar Ralf und Yvonne Heckel, Gründer und Vorstand des ISEI

consulateisei

Kooperation:
Frau Heidemarie Stefanyshyn-Piper besucht Deutschland auf Einladung des US-Außenministeriums. Ihr Besuch in Leipzig ist eine Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Leipzig. Wir bedanken uns herzlich.

Programm
12:00 Uhr
Empfang der geladenen Gäste, Mitglieder, Schüler und Fans über die Rezeption, Registrierung der Autogrammwünsche, Einweisung zur Ankunft

13:30 Uhr
Abholung der Ehrengäste zum Jesco von Puttkamer Campus Parklatzeinfahrt Breite Str. 5, 04315 Leipzig

14:00–14:15
Welcome on Campus

14:15–14:45
Tour into the main building / meeting room / Jesco's Corner; warm-up with the students, round of introductions, snack

14:46 Uhr
Moment of Silence for 9/11 victims

14:50–15:05
Short walking tour with Heidemarie Stephanshyn-Piper, explanations about the Campus

15:05–15:25
Student-led demonstration of the NASA rovers and exhibits, with Heidemarie Stephanshyn-Piper invited to drive a moon buggy; photos

15:30-15:50
Photo session for signed autographs

16:00–16:05
Short welcoming remarks by Mr. Heckel and Edward Cox (U.S. Embassy)

16:05–17:00
Presentation by Heidemarie Stephanshyn-Piper (15 to 20 min) and Q&A (40 min), Polytechnikum, Hall 4

17:00 - 17:10
Presentation of awards to the students (recognition for excellence at the Space Summer Camp and the International Rover Challenge)

17:10–17:30
Break / snacks plus autograph session, using official autograph cards created by the U.S. Embassy

17:30 Uhr
Farewell and departure by Mr. Heckel for Heidemarie Stefanyshyn-Piper and Ed Cox

18:00 Uhr
Grillabend für Mitglieder und Gäste (Anmeldung erforderlich!)

Mitglieds- und Besucherwünsche an: +49-172-7949375 (Whatsapp)
Mitglieder und Kinder bis 18 Jahre haben freien Zugang. Nichtmitglieder zahlen einen einmaligen Förderbeitrag iHv 45€.

> Es gibt kostenlos offizielle Autogrammkarten der US-Botschaft für nichtkommerzielle Zwecke. Bitte keine eigenen Autogrammkarten mitbringen!

Spenden für die Förderung der Projekte junger Naturwissenschaftler sind ausdrücklich erwünscht.

Spendenkonto:
International Space Education Institute e.V.
Commerzbank Leipzig,
IBAN: DE48 8604 0000 0209 9810 04, BIC: COBADEFFXXX
Paypal an Freunde und Familie: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Übernachtungswünsche bitte an das Space Hotel: www.space-hotel.de
Kontakt zum Veranstalter für Presse und Organisation: +49-172-7949375 (Whatsapp)

Veranstalter:
International Space Education Institute e.V.
Wurzner Str. 4, 04315 Leipzig
Tram 4/7, Bus 70/72 bis Reudnitz-Köhlerstraße

 
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Events - Wettbewerbe

poster-irc
Challenge Part 1 "Range" at Spreewaldring (11.08.26 , 14-20h)
Challenge Part 2 "Speed" at Leipzig Cycle-course (Kindernachtrennen, Radrennbahn, 17-22h, 14.08.26)
Challenge Part 3 "Obstacles" at Leipzig Testcourse Rabet (08-10h, 15.08.26)

Download Infomaterial: DEUTSCH ENGLISH
Pressinfo: DEUTSCH ENGLISH


Responsible ISEI: Yvonne & Ralf Heckel
Participants ISEI:
Cosma & Jesco Heckel, Leonardo Unverricht, Timur, Michael Schneidereit, Linian Bugenhagen

Participants TU-Istanbul:
https://www.instagram.com/space.bellatrix/
Assoc. Prof. Dr. Sema Alaçam, Erhan Çapar Semih Furkan Tokgöz, Ayşe Nefin Göktaş, Ali Ege Tombul, Arda İpek, Bünyamin Yusuf Acar, Ebrar Aşık, Ela Büyükkömürcü, Elif Berra Keleş, Elif Dilara Lökoğlu, Gülçin Gülünç, İlhan Sarıkaya, Kerem Bilgiç, Mustafa Emre Karadeniz, Rojhat Silgir, Tekin Efe Karayazgan, Abdullah Tuna, Yusuf Bakır, Züleyha Cemal, Anıl Kandemir, Duru Bayraktar, Ömer Arda İlbek

Program:
09.08.26 Start
10.08.26 Introduction, training, inspection, rental cars
11.08.26 Challenge Part 1 "Range" at Spreewaldring (150 km far)
12.08.26 Excursion to V2-rocket-plant Nordhausen (150 km) and Solareclipse from mountin (Brocken, 1.200 m)
13.08.26 Roundtrip Leipzig, preperation for Challenge Part 2
14.08.26 Challenge Part 2 "Speed" at Leipzig Cycle-course “Kindernachtrennen)
15.08.26 Challenge Part 3 "Obstacles" at Leipzig Testcourse Rabet
16.08.26 Excursion to Hugo Junkers Museum Dessau
17.08.26 Rental Car return, free day, Schulbeginn Sachsen
18.08.26 ff Program by daily briefings (Skydisc of Nebra, Peenemuende, preperations/discussions for the future challenges in Riva)

Maintasks:
- Know-How-Exchange for Moonbuggy manufacturing (ISEI)
- AI-Solutions to design in CAD and 3D (TUI)
- teach the young generation
- environment solutions for Future Challenge (seriell hybrid drive train)

Sponsoren:
Otto Alte-Teigeler GmbH

Dreherei Günter Jacob, Doerffer Sandstrahltechnik GmbH, Kindernachtrennen, MÄDLER, igus, Bosch Carservice Scheil, Sattlerei Kübler

Veranstalter:
International SpaceEducation Institute, Leipzig

 
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Events - Workshops

poster25ANMELDUNG zur International Roverchallenge am 10.08.2025
für Mädchen und Jungen, Alter 10-16 Jahre

Das International Space Education Institute (ISEI) wurde im Oktober 2005 nach einer 5-jährigen Vorbereitungsphase durch das heutige Ehepaar Yvonne und Ralf Heckel mit Freunden auf Empfehlung des deutsch-amerikanischen NASA-Wissenschaftlers Prof. Dr. Jesco von Puttkamer in seiner Geburtsstadt Leipzig gegründet. Von Anfang an wurden internationale Ziele und der Bau von Brücken zwischen der internationalen Jugend parallel zum Aufbau der Internationalen Raumstation ISS und der Gründung der Privatraumfahrt verfolgt.

Heute zeichnet den Verein eine einzigartige internationale Reputation aus, die auf vielen Erstleistungen für junge Menschen beruht. Ehemalige Schüler bilden heute die Spitze ihrer Berufe und nicht selten führte dies zum Traumberuf und darüber hinaus. Raumfahrt Wissenschaftlerinnen, IngenieurInnen, ManagerInnen, UnternehmerInnen, LehrerInnen und auch eine angehende Astronautin gehören heute zu den Almunias. Sie alle bereichern mit ihrer positiven Denk- und Handlungsweise unsere heutige Gesellschaft und den Planeten.

Wir werden diese 20 Jahre in mehreren Büchern zusammenfassen, darunter auch über 3000 Erlebnisberichte jener Schüler, die in der Aufbauphase der ISS auf dem Silbertablett bis weit hinter die Linien der internationalen Raumfahrt durften. So auch jene, die in ihrem Land patriarchische Traditionen aufbrachen und im multinationalen Team Zukunft machten. Es sollen vor allem auch die Menschen dahinter gezeigt werden, die damals wie heute unmöglich Erscheinendes mit Mut und Beharren realisierten. In über 400.000 Fotos und zahlreichen unveröffentlichten Videos soll der Zukunft gezeigt werden, wie jeder Mensch ein hochgestecktes Ziel erreichen und damit die Welt etwas besser machen kann.

„Sie haben einen erstaunlichen und positiven Beitrag zur Schaffung einer wahrhaft internationalen Weltraumgemeinschaft geleistet. Die Regierungen der USA und der UdSSR nutzten die weltweite Begeisterung für die Weltraumforschung lediglich als Teil ihrer strategischen internationalen Outreach-Pläne. Ihre großartigen Werke sind von Ihrem persönlichen Wunsch motiviert, junge Menschen und ihre Familien zu fördern und zu bilden, indem Sie ihnen wertvolle Erfahrungen ermöglichen, die sie ohne Ihre Anwesenheit auf dieser Welt vielleicht nie gemacht hätten.“

Jim McCade, University of Alabama Birmingham

Unser Jubiläums-Programm
(auch als PDF-zum Download)

Montag, 4.8.2025 + 7 Tage Workshop
10:00 h Anreise der eingeladenen Teams zur Challenge
Abreise: Sonntag 10.8.2025 ab 16 Uhr
Einquartierung, Briefing, Training, Inspektion/Tuning der Rover, Zusammenstellung der Präsentationen, Vorbereitungen über 7 Tage incl. Festprogramm, Verpflegung und Übernachtung

werkstatt

Freitag, 8.8.2025

16:00 h Anreise Gäste, ehemalige Teammitglieder, Fördermitglieder, VIPs
Space Hotel, Wurzner Str. 4, 04315 Leipzig
Eingeladene übernachten kostenfrei, Interessenten bitte buchen über: www-Space-Hotel.de Code Thankyou
ab 18:00 h Zusammenkunft im Raketengarten mit Grillabend, Gesprächen

home

Samstag, 9.8.2025
09:00 h Frühstück im Raketengarten
10:00 h Rundgang
11:00 h Vorstellung der Teams und der laufenden Projekte, Kurzpräsentationen

13:00 h Mittagessen
14:00 h 20 Jahre ISEI – für die Zukunft um den Globus Ralf Heckel
15:00 h Gastvortrag eines Alumni-Teammitgliedes
16:00 h Kaffe und Kuchen
16:30 h Rückblick NASA-Roverchallenge 2023-2024 Cosma Heckel
17:15 h Mikromobilität – Begeisterung - Zukunft Hannes Neupert
17:30 h Future Challenge / International Roverchallenge Multi Speaker
„Vom Nordkap bis Neapel – von Nikaragua bis Neuseeland“
Fragen und Antworten
anschließend Award-Zeremonie 2025
und Akkreditierungs-Zeremonie der Jury-Mitglieder

19:00 h Grillabend und individuelle Gespräche

isei campus

Sonntag, 10.8.2025
Programm International Roverchallenge (Webseite, PDF-download)

10:00 h Beginn Minibuggy-Bau für Besucherkinder, Bastelstraße
Pit-Area fertig mit allen 5 Rovern
11:00 h Willkommen der VIP-Gäste und Sponsoren im VIP-Zelt
11:30 h Interviews mit den Sponsoren und VIPS
12:00 h Inspektion mit Interviews Team 1-5
12:45 h Vorstart Team 1-5

13:00 h Start Team 1 „Ganymed“ Jesco / Lea HOLL GmbH
13:06 h Start Team 2 „Warrior“ Michi/Leo / Shuyi Bosch Scheil
13:12 h Start Team 3 „Calypso“ (Firine / Frederik) Dreherei Jakob
13:18 h Start Team 4 „Lunochod“ (India Team) Doerffer GmbH
13:24 h Start Team 5 „Ophelia“ Cosma / Leander 1st Mould GmbH
13:30 h letzter Zieleinlauf / Siegerehrung
Interviews, Reparaturen / Recruiting-Gespräche'

15:10 h letztes Rennen (spätestens 16:00h)
danach Ende und Rückbau, erwartete Zuschauermenge. ca 3000

LageplanRover Racecourseobstacle-coursepit-area













Download:
Lageplan-Rover Rennstrecke-Hindernis-Kurs-Boxengasse

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International Roverchallenge India-Cup (Teil 5)
(Herbst, Amity University, Noida, Indien)

india
Werbeplakat des JvP-Cup in Indien, Oktober 2017, Grafik Navdeep Singh

In Zusammenarbeit mit TecMantra Labs, World Space Council, ISRO, NNE

Zeitraum:
3 days in october 2025

Locations:
- Ludhiana (Forest Factory of NNE)
- Chandigarh (Indo Swiss Training Center, ISTC)
- Delhi/Noida (Amity University Noida)

Program:
ähnlich zum JvP-Cup 2017
special guest: Gewinner des Kick-Off-Event Germany

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40. Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg (Fachkonferenz, Teil 6)

tdr

Fachvorträge des ISEI:
20 Jahre Nachwuchsförderung -mit Schülern in der ersten Reihe (Ralf Heckel)
Auswirkungen des weiblichen Organismus in der Schwerelosigkeit, Cosma Heckel
Nächste Mission zur Venus - Firine Bugenhagen, Masterstudentin TU Delft

3 Tage Programm vom 7.-9.11.2025

Eingeladene ISEI-Gäste, Mitglieder, Almunias, Schüler/Studenten und Förderer/Sponsoren erhalten einen Sondertagungspreis incl. Übernachtung und Verpflegung.
Anmeldung: https://raumfahrt-concret.de/

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Grußnoten zum 20. Jahrestag:

kretschmerlehmann 


 
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Events - Wettbewerbe

international-RoverchallengeKick_Off_Event_und_Kindernachtrennen_2025

Sonntag, 10.8.2025 (Zeitabgaben ab Rennstart 11 Uhr sind ca-Werte)
Leipzig, 10-16h, Altes Messegelände, zusammen mit dem Kindernachtrennen

Dieses Rennen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Kindernachtrennen Leipzig
Anmeldung Kindernachtrennen (Mädchen und Jungen, Alter 2-10 Jahre)
ANMELDUNG zur International Roverchallenge am 10.08.2025 für Mädchen und Jungen, Alter 10-16 Jahre

10:00 h Eröffnung der Stände, Startnummerausgabe
10.55 h offizielle Eröffnung durch den Veranstalter des Kindernachtrennens

11:00 h Rennen 1 Jahrgang 2022, Laufrad, 1 Runde, 3 Läufe Kuchenmeister
11:30 h Rennen 2 Jahrgang 2021, Laufrad, 1 Runde, 2 Läufe LRP-Autorecycling
12:00 h Rennen 3 Jahrgang 2021, Fahrrad, 1 Runde, 3 Läufe Frank Fzb/Cineplex
12:30 h Rennen 4 Jahrgang 2020, Fahrrad, 2 Runden, 4 Läufe Veolia GmbH
12:40 h Rennen 5 Jahrgang 2019, Fahrrad, 2 Runden, 4 Läufe HIT-Markt

ca 13:00 h Roverchallenge 2014-2000, Rover, 1 Runde, 8 Hindernisse, 1 Task, 5 Läufe

13:30 h Rennen 6 Jahrgang 2018, Fahrrad, 2 Runden, 3 Läufe Zweirad Stadler
13:50 h Rennen 7 Jahrgang 2017, Fahrrad, 3 Runden, 3 Läufe Konsum Leipzig
14:10 h Rennen 8 Jahrgang 2016, Fahrrad, 3 Runden, 3 Läufe Sparkasse Leipzig
14:30 h Rennen 9 Jahrgang 2015, Fahrrad, 4 Runden, 2 Läufe IKK-Classik
14:50 h Rennen 10 Jahrgang 2014, Fahrrad, 4 Runden, 2 Läufe Höffner
15:10 h letztes Rennen (spätestens 16:00h)
danach Ende und Rückbau, erwartete Zuschauermenge. ca 3000

Programm Stand & Race der Roverchallenge
10:00 h Beginn Minibuggy-Bau für Besucherkinder, Bastelstraße
Pit-Area fertig mit allen 5 Rovern
11:00 h Willkommen der VIP-Gäste und Sponsoren im VIP-Zelt
11:30 h Interviews mit den Sponsoren und VIPS
12:00 h Inspektion mit Interviews Team 1-5
12:45 h Vorstart Team 1-5

13:00 h Start Team 1 „Ganymed“ Jesco / Lea HOLL GmbH
13:06 h Start Team 2 „Warrior“ Michi/Leo / Shuyi Bosch Scheil
13:12 h Start Team 3 „Calypso“ (Firine / Frederik) Dreherei Jakob
13:18 h Start Team 4 „Lunochod“ (India Team) Doerffer GmbH
13:24 h Start Team 5 „Ophelia“ Cosma / Leander 1st Mould GmbH
13:30 h letzter Zieleinlauf / Siegerehrung
Interviews, Reparaturen / Recruiting-Gespräche

LageplanRover Racecourseobstacle-coursepit-area











Download:Lageplan-Rover Rennstrecke-Hindernis-Kurs-Boxengasse

Beschreibung:
Die International Roverchallenge verbindet als Nachwuchswettbewerb nachhaltige Mikromobilität auf unserem Planeten mit der Begeisterung der internationalen Raumfahrt. Sie bietet jungen Naturwissenschaftlern von 10-25 Jahren das Erlebnis der Teamarbeit, Schaffensfreude und praktischer Erfahrungen im Austausch mit Gleichgesinnten weltweit.

Hervorgegangen aus den Initiatoren der Teilnahme internationaler Teams bei der NASA-Roverchallenge (Prof. Dr. Jesco von Puttkamer, Ralf Heckel und das International Space Education Institute) und deren über 18 Jahre erfolgreichen Teams und Folgeteams, ist die „International Roverchallenge“ erstmals erreichbar für alle Teams weltweit, ohne das Limit einer einzelnen nationalen Behörde.

maxErforschung und Besiedlung des Weltraumes ist die Zukunft und motiviert derzeit eine ganze Welt. Sie ändert auch die Sichtweise von Nationen hin zur Gemeinschaft. Zusätzlich setzt sich auf unserem Planeten mit der nachhaltigen Elektrifizierung und Standardisierung für Mikromobilität auch ein völlig neuer umweltschonender Trend auf unserem Planeten durch. Fahrräder bekommen Motoren, Controller und mehrere Räder.

Die International Roverchallenge bietet damit nicht nur die Möglichkeit zum Bau und Test eines Mond- oder Marsrover-ähnlichen Fahrzeuges für Geländefahrten mit Faltfunktion, sondern auch die praktische Nutzung im Straßenverkehr als Sportmobil, Lastenfahrrad oder elektrisch betriebenes Mikromobil. Es wird eine Balance aus Gesundheit, Sport, Wissenschaft und Technik geboten, nebenbei übt man praktisch Sprache und Ethik.

Die Challenge baut sich über Landes-, National- und Kontinentalausscheide auf, bei dem die besten Teams weiter delegiert werden. Die Weltmeisterschaft findet dann wechselweise in einem der Gastländer statt. Nationale Raumfahrtagenturen und Industrien mit Bedarf an exzellenten Human Recources unterstützen das Vorhaben.

starbaseAn der Spitze des Wettbewerbes steht dann die Future-Challenge bei der sich die multinationalen Nachwuchskonstrukteure mit Werksteams aus der Industrie messen dürfen. Dabei geht es um den Nachweis 1000 niederenergetische Kilometer in einem bestimmten Zeitfenster ausschließlich mit Sonnen- und Muskelkraft zu fahren.

Die International Roverchallenge ist keine Veranstaltung der NASA-Roverchallenge, sie ist aber offen für Zusammenarbeit und die Delegierung von Gewinnerteams.


Die International Roverchallenge beginnt nach 2 Testläufen in Deutschland und Indien ab dem Jahre 2026. Lokale Veranstalter und ISEI-Bildungspartner können sich bei Interesse als Austragungsort melden. Aktuelle Austragungsorte sind Leipzig und Friedrichshafen (GER), Riva (ITA) , Ludhiana, Chandigarh und Noida (IND). Weitere Austragungsorte in Planung sind: Starbase, Rio de Janeiro, Cuernavaca, Queretaro, Santo Domingo, Nairobi.
www.internationalroverchallenge.com


Regeln für die Roverchallenge

Anforderungen:
1. Die Rover müssen von denselben Schülern entworfen, gebaut und gefahren werden.
2. Abmaße: 38 cm Körperfreiheit zum Boden, 3 m Wenderadius, 30° stabile Schräglage
3. Faltmaß: 1,25 x 1,25 x 1,25 m
4. mind. 2 Bremsen, Sicherheitsgurt, Lenkung mit Sicherheitsbauteilen, Schutzbleche
5. Zwei Piloten, Mädchen-Mädchen, Mädchen/Junge oder Junge/Mädchen
6. Helm, Handschuhe, mind. Fahrrad-Schutzkleidung hautabdeckend, feste Schuhe
7. Der Rover muss nach dem Rennen vollständig sein.
8. E-Bike-Motoren sind erlaubt ab 16 Jahren, bis 250W, Torxsensor, 25 kmh max.
9. Der Rover muss 3 oder mehr Räder und 2 Sitze haben.
10. Instabile Rover werden nicht zugelassen. Scharfe Kanten müssen geschützt sein.

Inspektion:
- Zusammenfalten in einen Würfel von 1,30 m Kantenlänge
- Wiegen (informativ)
- Tragen durch die Piloten über 6 Meter
- Aufklappen und Fahrbereitschaft nach Zeitmessung (wird im Race addiert)
- Sicherheitskontrolle, Leistungsmessung der Motoren

Race & Regeln:
- Jedes Team hat auf der Testveranstaltung nur 1 Versuch (später 2) und muss nach 8
min die Strecke verlassen, entweder im Ziel oder in der Rettungskapsel (O2-Vorrat)
- 400 Meter Speedkurs mit 3 Kurven 90°, Untergrund Asphalt
- 100 Meter Hinderniskurs mit 8 Hindernissen + 1 Task, Untergrund Splitt
(Rampe 18m , 180° Kurve, Krater, Schotter, Sand, Schräge, Rillen, Bodenprobe, Slalom)
- Zieleinlauf unter 6 min (Gutschrift 1 min)
- Zieleinlauf über 8 min (Strafe 1 min)
- Berührung des Bodens mit Körperteilen (Strafe 1 min)
- Auslassen von Hindernissen, Unvollständigkeit im Ziel (Strafe 1 min)
- Ablieferung einer Bodenprobe (Gutschrift 1 min)
- Es werden die Zeit des Aufklappens auf die Rennzeit addiert und die Gutschriften/Strafen eingerechnet.
- Teams, die kein Ziel aber eine Rettungskapsel erreichen, erhalten 5 min Strafe.
- Teams, die weder Ziel noch Rettungskapsel erreichen, erhalten 10 min Strafe.
- Teams die nicht antreten erhalten 1h Strafe


Kategorien:
- Muskelbetrieben (elektrischer Antrieb ausgeschlossen)
- elektrische Unterstützung mit Kette
- elektrische Unterstützung ohne Kette (serieller Hybrid)

Altersklassen:
Junior 10-14 Senior14-19 Professional 19-25

Awards:
1., 2., 3. Preis (Podestpreise nach Bestzeit incl. Gutschrift und Strafen)
Innovation-Award (für die beste Konstruktions-Idee)
Environment-Award (für nachhaltige Energieversorgung)
Best Design Award (für das schönste Design)
Telemetry-Award (für erfolgreiche onboard-Datenübertragung und Auswertung)
Inclusion-Award (für die pfiffigste Idee Sitze auf verschiedene Körpergrößen einzustellen oder Teammitglieder mit Behinderungen zu haben)
Puttkammer-Award (für die größte erfolgreich eingesammelte Bodenprobe, Gewicht)

Die Jury:
Zur Jury zählen neben den Organisatoren und eingeladenen Fachjuroren der Branchen Raumfahrt/Wissenschaft und Mobilität auch erfahrene Piloten von ISEI-Teams mit Podestplätzen (2007-2019), sowie engagierte Partner, Förderer und Sponsoren der Challenge. Die Berufung der Jury-Mitglieder läuft. Die Namen werden am Vorabend zur Challenge während der Akkreditierungszeremonie bekannt gegeben. Die Jury stellt sicher, dass die Anforderungen und Regeln eingehalten werden, nimmt Beschwerden bei nachgewiesenen Messfehlern (Videobeweis) an und sorgt für Gerechtigkeit und Transparenz.

Die Volontäre:
Ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen am Veranstaltungstag für den reibungslosen Ablauf. Diese können sich im Vorfeld bewerben, müssen mindestens 18 Jahre alt sein und gesundheitlich fit. Als Preisrichter laden wir vor allem Menschen mit körperlichen Behinderungen ein. Sie stellen die Zeiten, Guthaben und Strafen zeitgleich zusammen. Alle Volontäre erhalten bei Bedarf Übernachtung, Verpflegung und ein Zertifikat. 2 Nachmittage Briefing im Vorfeld sind erforderlich und der Einsatz an den Wettbewerbstagen.

Hintergründe:
In 20 Jahren Vereinsgeschichte wurden in atemberaubendem Tempo Brücken für junge Menschen über Ländergrenzen hinweg gebaut. Angeleitet durch Prof. Dr. von Puttkamer als ISS-Direktor und die Freundschaft zur Familie Koroljow (Sputnik-Konstrukteur) öffneten sich auch schnell alle Tore der Raumfahrt für unsere internationalen Schüler in nie zuvor gekanntem Ausmaß. Teamarbeit, Integrität, Exzellenz und Augenmaß führten zu beeindruckenden Ergebnissen unserer Wettbewerbsteams. Beflügelt von dieser Schaffensfreude sind heute alle führend in ihren Traumberufen und darüber hinaus. Die 2010er Jahre waren extrem erfolgreich und multinational. Indien, Lateinamerika, Südamerika und Afrika konnten als aufstrebende Regionen vollwertig mit eingebunden werden. Unsere Arbeit kennt in der Geschichte keine Referenzen.

Erst die politische Rückentwicklung und die Pandemie durchkreuzten auch unseren weiteren Ausbau seit 2020. Reiseangst, Zurückhaltung, Patriotismus und Krieg führen zur Degeneration unserer Arbeit. Die über 18 Jahre durch uns erst erschlossene und mitgestaltete internationale Teilnahme an der NASA-Roverchallenge als starker Motor der multinationalen Berufsorientierung entwickelt sich durch ihre behördliche Ausrichtung unter neuer Regierung seit 2017 wieder zurück in einen nationalen Ausscheid. Es wurden limitiert, Regeln negativ verändert und Bewertungsergebnisse intransparent. Internationale Teams bilden benachteiligt nur noch ein dekoratives Dasein.

Wir haben es deshalb mit unseren internationalen Partnern zur Aufgabe gemacht, einen wirklich unabhängigen und internationalen Wettbewerb ohne Limits zu gründen und diesen neben der Begeisterung zur Raumfahrt auch der breiten Industrie und dem Bildungswesen als Innovations- und Nachwuchsmotor zugänglich zu machen.

Wir bereiten weiterhin unsere Jugend mit Technik und Praxis auf die Zukunft vor, nun aber noch wachsamer und verantwortungsvoller für Zusammenleben und Umwelt.



 
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Events - Wettbewerbe

Der 2. Renntag
Ralf Heckel, 12. April 2025

Tagebuch der Rovernauts (link)

AwardsVorweg hier die Ergebnisse:

4 Platz in der Gesamtwertung
2 Platz im Rennen mit 3:47 min und allen Hindernissen
Most Improved Award, dotiert mit 500 $

Es ist Tag der Raumfahrt. Heute vor 64 Jahren startete Juri Gagarin in den Weltraum. Es gibt tatsächlich noch Menschen, die das bewusst miterlebten, für unsere Schüler ist das bei dieser Zeitspanne schon völlig unvorstellbar. Auch startete heute vor 44 Jahren der erste Space Shuttle STS-1, die Columbia. Für mich damals in der Schulzeit war das ein Wunderwerk der Technik und der Name ein Symbol der Zukunft. Leider kann man dieses Raumschiff anders, wie das von Gagarin heute nicht mehr im Museum besuchen (Wobei auch das heute fast unmöglich geworden ist und schon immer schwer war, nicht aber für uns bis 2020). Columbia ging im Januar 2001 auf tragische Weise mit 7 Astronauten während des Widereintritts verloren. Aber wir werden nächste Woche diese Gedenkstätte am Cape Canaveral besuchen.

Der Tag beginnt früh, fast zu früh. Nur schwer kommen die Schüler aus den Betten. Aber es scheint die Sonne und es zwitschern die Vögel. Es ist noch frisch. Heute ist der Tag auf den das Team und wir alle hingearbeitet haben. Tausende von Space Hotel Gästen haben einen Obolus gezahlt und zig Sponsoren haben sich engagiert. Hunderte von Veranstaltungen haben wir durchgeführt. Es war ein massiver Aufwand nötig um nach Corona, zwischen Kriegen und Wahlen sowie allerlei Falschnachrichten mit deren Verfechtern eine Zielspur zu finden. Heute trennt sich Gerede von Fakten.

Noch müde aber voller Erwartungen steigen alle in den Van und um 7:30 Uhr geht es los. Cosma und Leander steigen am Marriott-Hotel aus, um dort Hazel zu treffen. Die drei müssen sich beraten und entscheiden, wer heute auf dem Rover fährt. Hazel hatte keine ruhige Nacht, da in diesem Hotel die meisten Teams untergebracht sind. Die machen ordentlich Klamauk – eine Erfahrung, mit der wir uns grundsätzlich für ein ruhiges Ferienhaus in der Nähe entscheiden. Ihr Vater aber arbeitet bei der FAA (Flugsicherheitsbehörde) und braucht das Business-Center des Hotels.

ReparaturNur noch mit dem 11-jährigen Jesco geht es nun auf das Renngelände. Henning parkt den Van weit abseits und schafft uns damit ein Zeitfenster wegen des zeitraubenden Bus-Shuttles. Es müssen noch die Presspassungen der Antriebe in der Vorderachse geschweißt werden. Einer löste sich gestern Abend zum Training überraschend und drehte durch. Wir hatten die Achsen mit Trockeneis und Wärme eingepresst. X-Passungen nach DIN gelten als unlösbar, die Erfahrung ist nun eine andere. Zum Schweißen war aber die Werkstatt schon zu.

Stolz wie ein Bär führt Jesco den Rover bergab in die Werkstatt. Seine Beine sind noch zu kurz, deshalb liegt er mehr auf dem Fahrersitz wie auf einer Sonnenliege. Es sieht aus wie ein Microdrive mit Autopilot. Aber er steuert präzise und lenkt alle erstaunten Blicke auf sich. Manche Leute heben den Daumen. Schon aber ist er vorbei. Er nimmt davon keine Notiz. Sein ganzes Denken ist nun auf den Rover und seiner letzten Reparatur vor dem Rennen gerichtet. Das Zeitfenster ist kurz, in 2 Stunden müssen wir antreten.

Souverän hebt Jesco den Rover auf die Seite und bereitet den Schweißerplatz vor. Von der Pitcrew bekommt er ein Schweißer-Schild. Ich kleide mich ein und bewaffne mich mit der Schweißerpistole. Dann geht es los, kurze und kräftige Nähte von je 1 cm, mit Wasser abkühlen und nochmal. Rover wenden, fertig. Das waren noch Erfahrungen aus meiner Lehrzeit vor 40 Jahren. Jesco fotografiert und staunt. Dann kommt der Rover wieder auf die Seite und Jesco fährt ihn noch stolzer zurück. Nun muss er treten. Es geht bergauf. Das erregt noch mehr Aufsehen. Begeistert feuern alle Teilnehmer ihn an. Ich will helfen und schieben, komme aber nicht hinterher. Allein als Zwerg auf dem für ihn übergroßen Rover flitzt er davon bis zu unserem Pavillon. Ich weiß, dass das nicht einfach ist, bin aber machtlos. Nach Luft schnappend aber über alles strahlend steigt er ab und sagt: „Geht super!“

RoverInzwischen trifft das Fahrerteam ein, dazu unsere Erwachsenen. Es ist noch eine Stunde bis zum Startfenster, aber eine Entscheidung wer heute Co-Pilot ist, ist noch nicht gefallen. Das Team kann sich nicht entscheiden. Also wird das ausgelost. Cosma kürzt einen Kabelbinder und steckt sich 2 zwischen die Finger. Wer nun den Kürzeren zieht, hat gewonnen – jedenfalls einigt sich darauf das Team. Ich halte diesen Moment mit der Videokamera fest. Hazel zieht zuerst, dann Leander. Er hat den Kürzeren. Emotionen aber kommen keine. Alle fühlen sich betroffen zwischen Scham und Freude auf allen Seiten. Das wiegt sich auf. Es ist eben eine Entscheidung gefallen, die nicht anders zu beeinflussen war. Für mich ist das eine neue Erfahrung. Noch nie musste bisher in 18 Jahren ausgelost werden. Immer entschieden Leistung, Zeit und Fähigkeit. Dies war heute aber nicht einschätzbar.

Leander kleidet sich ein und Hazel flechtet Cosma einen Zopf. 9:45 Uhr geht es los zur Startlinie. Ich verteile letzte Foto- und Filmanweisungen und schicke alle übrigen Teilnehmer auf den Kurs. Jetzt sind Cosma und Leander allein auf sich gestellt. Da gibt es noch viel zu tun. Die 5 Bordkameras müssen zum richtigen gestartet werden. Akku und Speicher limitieren ein endloses Aufzeichnen. Es gibt 4 verschiedene Arten von Kameras und alle haben ihre Eigenheiten. Gestern wurde Hazel auf dem Kopf stehend gefilmt.

Dann ertönt die Startsirene. Firine (unsere Weltmeisterpilotin vor Cosma, zuletzt 2019 gefahren) schreibt: „Bei dieser Sirene bekomme ich heute noch erhöhten Puls“.

StartStart!

Cosma und Leander legen einen Killerstart hin. Der Rover schießt nach vorn und überfährt Hindernis 1 und 2. Bei dem 2. Hindernis, ein Krater, federt der Rover recht hoch. Danach aber wird er langsamer. Beide treten, aber die Geschwindigkeit stimmt optisch nicht überein. Cosma bemerkte das auch lautstark. Aber immerhin ging es. Und deshalb feure ich an „Weiter so!“ Ändern hätte man es eh nicht können.

Am Berg dann war Ende. Kein Weiterkommen. Zu groß muss die Verlustreibung sein. Cosma entscheidet sofort das Hindernis zu umfahren und muss rückwärts stoßen. Sie gibt Anweisungen. Durch das Rückwärtsfahren auf dem Berg schien sich der Fehler zu beheben (später verstehen wir, es renkte sich das Differenzialgetriebe wieder in seinen Lagersitz ein). Mit nur einer Pedalumdrehung bemerkt das Cosma, entscheidet wieder um, gibt Anweisungen und beide überfahren den Berg ohne Anlauf und als ob es diesen gar nicht gibt. So konnte die Fahrt unvermindert fortgesetzt werden.

HindernissAlle nun folgenden Hindernisse sind kein Problem. Ausgepowert und glücklich erreicht der Rover das Ziel nach 3:47 min. Nun beginnt aber das Bibbern um den 3. Platz. Mehr ist für uns wegen der von der Jury im Vorfeld ihre jegliche Transparenz vergebenen Punkte rechnerisch nicht drin. Den ganzen Tag bleibt unser Team auf Platz 3. Alle Teams mit einer Chance auf eine Konkurrenz sind durch, bis auf eines. Es ist das Team aus La Paz (Bolivien), welches seit 2015 unsere DNA trägt.

Deren Gründerin Alina war 16 Jahre jung, als wir sie zum Sommerworkshop 2015, also vor 10 Jahren nach Leipzig einluden. Mehrere Male war sie Teil unseres Teams und brachte diesen Erfolg mit nach Bolivien und in die dortigen TV-Shows. Heute arbeitet Alina als Ingenieurin in Kalifornien. Sie hinterließ beeindruckende Spuren in ihrem Land, sodass heute 4 Teams aus Bolivien den Weg zur NASA-Challenge gefunden haben – auch ohne uns!

Kurz vor dem Ende des Wettbewerbes trat dann endlich dieses Team an. Es geht für sie nun um alles. Sie stehen auf Platz 4. Und sie fuhren ohne Probleme durch. Damit wendete sich das Blatt in letzter Minute. Sie rutschen auf Platz 3 und wir auf Platz 4. Es geht nur um 2 Punkte. Ich bin stolz, für unser Team ist das allerdings kein Trost. Mit hängenden Flügeln betreten sie gegen 17 Uhr den großen Raum der Award Zeremonie.

Der Raum ist voll. Man hat gelernt und die Zwischenwand ist auf. Dennoch sind alle Plätze belegt. Vorn auf der Bühne steht ein Tisch mit einem großen Tuch und NASA-Symbol darauf. Da stehen viele Awards aus Glas und einige Award-Tafeln liegen daneben. Neugierige Blicke kleben immer wieder daran fest. Endlich betritt der STEM-Chef des MSFC die Bühne, begrüßt und übergibt an den MC (Master of Ceremony). Das ist der Moderator, der durch den Abend führt. Die Stimmung ist klasse und nimmt auch unser Team mit. Am laufenden Band werden Preise und Awards ausgerufen. Das erste Middleschool-Team wird auf der Bühne vorgestellt. Eine neue Kategorie ist dabei, die ferngesteuerten Rover, die vor allem Jesco sehr inspirierten.

Most Improved AwardDann trifft alle der Schlag! Unser Name wird aufgerufen. „Space Education Institute“ has won the „Most Improved Award“. Cosma sprintet völlig überrascht nach vorn und nimmt eine große Tafel vom Sponsor in Empfang, reißt sie hoch und der ganze Saal brüllt. Sie ist sehr beliebt unter vielen Teams. Alle die uns trafen zeigten sich erstaunt über die Effizienz des Rovers und des Teams. Zahlenmäßig sind wir wirklich das kleinste Team. Es gibt einen 500-Dollar-Preis dazu und die Freude nimmt nun kein Ende. Das können auch die vielen weiteren Reise nicht mehr herabsetzen. Vor allem zwei Teams aus der Dominikanischen Republik räumen ordentlich und lautstark ab. Auch sie haben unsere DANN. Ich war im Herbst 2019 durch und gab viele Tipps. Das macht stolz – zumal hier auch die lateinamerikanischen Emotionen ein Antrieb sind.

Müde und glücklich geht es im Dunkeln nach Hause. Es gibt Pizza.

technische Erklärung:
Cosma hatte auf dem 2. Rennen immer noch Probleme mit der Vorderachse. Es gab beim Schweißen nach gebrochenem CFK-Antriebsrohr am Tag zuvor eine geringe thermische Verformung der Keilnabe. Es wurde CFK mit einem Stahlrohr ersetzt. Das bewirkte, dass Keilwelle und Keilnabe im Antrieb kaum gleiten konnte. 1-2 hundertstel Millimeter verhinderten ein weiches Gleiten beider Bauteile von wenigen nötigen Millimetern, während die Federung arbeitete. Das bemerkte man schon beim Montieren gestern. Aber für Abhilfe fehlten Fräswerkzeuge oder Schlüsselfeilen. Wir haben es gut eingeölt.

Das Differenzialgetriebe wurde während eines Sprungs im Hindernis 2 aus seiner Kugellager-Fassung gezogen. Deshalb fuhr das Team zwischen Hindernis 2 und dem großen Hügel auffällig langsam. Zum Glück aber fuhr der Rover auch damit noch. Dieser Zustand löste sich erst am großen Hügel, 2 Hindernisse später. Durch das Rückwärts-Rollen renkte sich das von selbst wieder ein. Wir können später mit einem Vergleichsvideo vom Vorjahr exakt ausmessen, wieviel Zeit da verloren ging.

Im Ziel wurde zudem festgestellt, dass die Fahrerin Cosma die Getriebehalterung verbogen hat. Sie hat so viel Kraft aufgewendet, dass dieser Fahler zum ersten Mal auftrat, einem Bauteil das seit 10 Jahren unverändert verwendet wird.

Präzision verzeiht nichts auch nicht auf diesem Wettbewerb. Hier waren es 1-2 Hundertstel Millimeter zu viel an einer einzigen Stelle der Konstruktion. Das ist es, was ich mag. Dieses Rennen verzeiht im Kern keine Fehler. Hier waren es 2-3 Hundertstel Millimeter zu viel an einer einzigen Stelle der Konstruktion.

Die komplette Vorderachse ist im Gegensatz zu den vorigen Rennen von uns ein neu überarbeitetes Teil. Es geht um Gewichtseinsparung und das sollte mit Presspassungen und CFK-Rohr auf eine neue Technologie-Ebene gehoben werden. Es hat noch nicht gereicht. Nun, das Problem ist erkannt und kann beseitigt werden.

Auch fuhren unsere Rover bislang jüngere Fahrer (14-15 Jahre). Corona brachte ein Nachwuchsloch und damit einen Zeitsprung, Cosma ist nun 18 und damit schwerer und kräftiger. Da wirken andere Kräfte, auch emotionale nach einem Leben lang Teilnahme an diesem Rennen von Kind auf.

Hazel und Leander machten aber ihre Sache mindestens ebenso gut. Niemand hätte irgendwas besser machen können - nur mehr Zeit zur Vorbereitung und damit Testmöglichkeiten haben bei all der neuen Paperwork gefehlt.

Der kleine Held des Rennens ist der 11-jährige Jesco. Er hat bewiesen, dass Altersgrenzen kein Hindernis sind, um große Dinge zu vollbringen. Seine Integrität, Begeisterung und die schnellen präzisen Reparaturen haben diesen Erfolg maßgeblich mitbestimmt.


Fazit:

Wir haben das mit einer Mindestbesetzung von 2 Schülern + eine Amerikanerin und dem kleinen Jesco geschafft. Andere Teams waren mit 20-30 Mitgliedern besetzt, weil deren Schulen und Universitäten diesen Wettbewerb mit in ihr Curriculum aufnehmen. 80% dieser Teilnehmer sieht man später in hochwissenschaftlichen und Ingenieurberufen auf leitendem Posten wieder. Wir sind nach 18 Jahren immer noch das einzige Team der EU. Aber es nahmen 13 Nationen teil, von denen alle Nicht-US-Teams von unserem Engagement direkt und aktiv durch Besuche vor Ort inspiriert wurden. Wir müssen unseren Erfolg nun auf die Länder der EU einwirken lassen, gern auch mit einem eigenen Wettbewerb, der ein Steigbügel für dieses Rennen bei NASA werden kann.

Das muss jetzt mit viel Kraft auf Europa angewendet werden. Dazu braucht es potente Partner. Dieser Rennstall kostete uns 50.000 € pro Jahr. Allein ist das nicht zu bewältigen. Wir wünschen uns Signale aus der Politik, um Schulen zur Aufnahme solcher lebenswichtigen Erfahrungen in ihr Curriculum zu bewegen und offenere Arme der Industrie, so etwas ohne Erwartungshaltung finanziell zu unterstützen - egal welche wirtschaftliche Situation uns umgibt. Der Verlust von Generationen und Talenten wiegt schwerer.

Nach 20 Jahren in Huntsville habe ich rund 300 Schüler und Studenten in diese Mondraketenstadt gebracht. Es gab 26 eigene Teams und 130 Teams mit einer Kooperation und unserer DNA. Ich habe 30 Nationen besucht und deren Schüler mit eingebunden. Alle sind nun in wissenschaftlichen und technischen Berufen tätig. Es ist Zeit, einen eigenen Wettbewerb mit „wehtuender Transparenz“ (so sagte es mir Prof. Dr. Jesco von Puttkamer) zu starten und die letzten weißen Flecken auf dieser Welt zu tilgen.

 

PS: Vielen Dank an Firine Bugenhagen, unsere Pilotin von 2019 (1. Platz). Sie macht dieses Jahr ihren Master in Raumfahrttechnik, nachdem sie sechs Monate an der ERAU verbracht hat. Ihr siegreicher Rover ist im Tiroler Weltraummuseum in Kramsach/Österreich ausgestellt. Aus diesem Land stammt auch ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. Er wünscht uns schon jetzt viel Glück mit einer freundlichen E-Mail.

 
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