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im International Space Education Institute in Leipzig
11. September 2026, 14-17:30 Uhr,Veranstaltung auf Facebook zum Anmelden
Heidemarie Stefanyshyn-Piper besucht am 11.9.2026 von 14-17 Uhr das International Space Education Institute (ISEI) in Leipzig, stellt sich den Fragen der neugierigen SchülerInnen, lässt sich zum Fahren mit einem der legendären Moonbuggys aus Leipzig einladen, besucht die Gedenktafel ihres ehemaligen ISS-Direktors Prof. Dr. Jesco von Puttkamer und hält einen Vortrag über ihre 2 Flüge auf die ISS.
Die Schüler des ISEI zeichnen sie für den an diesem Tag stattfindenden 20. Jahrestages Ihres ersten Dockingmanövers an die ISS aus und umgekehrt zeichnet sie die jungen Tüftler und Gewinner der International Roverchallenge 2026 aus.
Eine Gedenkminute um 14:46 Uhr wird nicht fehlen. Autogramme gibt es auch.
Aus Leipzig stammen 5 NASA-Wissenschaftler, darunter der Direktor der ISS. Seit 20 Jahren werden in Leipzig wieder junge Raumfahrtwissenschaftler ausgebildet und besetzen bereits Spitzenposten rund um den Globus. Am Montag, dem 7.9.26 sitzt die vom ISEI ausgebildete Cosma Heckel (19, aspiring Astronaut, Moonbuggy-Pilotin, Leipziger Jugendparlamentsmitglied, Mitglied des Youth Council der US-Generalkonsulates) dazu in der Paneldiskussion „Politik und Weltraum“ in Berlin zusammen mit der NASA-Astronautin und ESA-Astronaut Dr. Gerhard Thiele.
Jede Schülerin und jeder Schüler mit Interesse an Raumfahrt und Naturwissenschaft ist eingeladen mit in Leipzig dabei zu sein, der Astronautin Fragen zu stellen und Neugier für solche internationalen Wettbewerbe aus Leipzig mitzubringen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Die Schüler des ISEI haben den Besuch des Starts der ARTEMIS 2 im April 2026 und aktuell 7 Wochen technisches Sommercamp hinter sich und freuen sich darauf, das erste Mal in 20 Jahren Institutsgeschichte ihre Exponate einer Astronautin in Leipzig vorzuführen.
Das International Space Education Institute ist als Verein in Leipzig firmiert und betreibt Bildungskontakte in bis zu 30 Länder. Interessierte SchülerInnen ab 10 Jahren werden in Leipzig an den Wochenenden und in den Ferien für internationale Wettbewerbe fit gemacht und dann über das Abitur, die Ausbildung, das Studium bis in den Beruf begleitet.
Prof. Dr. Jesco von Puttkamer (1933-2012) war gebürtiger Leipziger, 50 Jahre im Dienst der NASA, distinguished German-American und arbeitete von Apollo bis zur ISS an der strategischen Umsetzung bemannter Missionen. Er war Gründungsvater des ISEI und zu diesem Anlass vor genau 21 Jahren in Leipzig.
Heidemarie Martha „Heide“ Stefanyshyn-Piper (* 7. Februar 1963, Saint Paul, Minnesota, USA) ist eine ehemalige US-amerikanische Astronautin und Marineoffizierin der United States Navy (Captain). Sie hat deutsch-ukrainische Wurzeln und ist Marine- und Bergungstaucherin.
STS-115 Raumfähre Atlantis
9.9. – 21.09.2006, 11d, 19h, 6 min
mit 2 EVA´s von insgesamt 13 h
Montage der Solarträger P3/4 an der ISS
STS-126 Raumfähre Edeavour
15.11.-30.11.2008, 15d 20h 29min
3 EVA´s, Reparaturen, Einbau von 2 Schlafplätzen und einer Toilette.
Heidemarie Stefanyshyn-Piper begeht in Leipzig ihr 20. Jubiläum ihres ersten Andock-Manövers an die ISS, am 11. September 2006 (12:48 Uhr MESZ).
Ehrengäste:
- Heidemarie Stephanyshyn-Piper (Astronaut)
- Edward Cox, Acting Public Engagement Counselor, U.S. Embassy Berlin
- Johanna Jacobi, Intern at the Consulate
Gastgeber:
Ehepaar Ralf und Yvonne Heckel, Gründer und Vorstand des ISEI


Kooperation:
Frau Heidemarie Stefanyshyn-Piper besucht Deutschland auf Einladung des US-Außenministeriums. Ihr Besuch in Leipzig ist eine Kooperation mit dem US-Generalkonsulat Leipzig. Wir bedanken uns herzlich.
Programm
12:00 Uhr
Empfang der geladenen Gäste, Mitglieder, Schüler und Fans über die Rezeption, Registrierung der Autogrammwünsche, Einweisung zur Ankunft
13:30 Uhr
Abholung der Ehrengäste zum Jesco von Puttkamer Campus Parklatzeinfahrt Breite Str. 5, 04315 Leipzig
14:00–14:15
Welcome on Campus
14:15–14:45
Tour into the main building / meeting room / Jesco's Corner; warm-up with the students, round of introductions, snack
14:46 Uhr
Moment of Silence for 9/11 victims
14:50–15:05
Short walking tour with Heidemarie Stephanshyn-Piper, explanations about the Campus
15:05–15:25
Student-led demonstration of the NASA rovers and exhibits, with Heidemarie Stephanshyn-Piper invited to drive a moon buggy; photos
15:30-15:50
Photo session for signed autographs
16:00–16:05
Short welcoming remarks by Mr. Heckel and Edward Cox (U.S. Embassy)
16:05–17:00
Presentation by Heidemarie Stephanshyn-Piper (15 to 20 min) and Q&A (40 min), Polytechnikum, Hall 4
17:00 - 17:10
Presentation of awards to the students (recognition for excellence at the Space Summer Camp and the International Rover Challenge)
17:10–17:30
Break / snacks plus autograph session, using official autograph cards created by the U.S. Embassy
17:30 Uhr
Farewell and departure by Mr. Heckel for Heidemarie Stefanyshyn-Piper and Ed Cox
18:00 Uhr
Grillabend für Mitglieder und Gäste (Anmeldung erforderlich!)
Mitglieds- und Besucherwünsche an: +49-172-7949375 (Whatsapp)
Mitglieder und Kinder bis 18 Jahre haben freien Zugang. Nichtmitglieder zahlen einen einmaligen Förderbeitrag iHv 45€.
> Es gibt kostenlos offizielle Autogrammkarten der US-Botschaft für nichtkommerzielle Zwecke. Bitte keine eigenen Autogrammkarten mitbringen!
Spenden für die Förderung der Projekte junger Naturwissenschaftler sind ausdrücklich erwünscht.
Spendenkonto:
International Space Education Institute e.V.
Commerzbank Leipzig,
IBAN: DE48 8604 0000 0209 9810 04, BIC: COBADEFFXXX
Paypal an Freunde und Familie:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Übernachtungswünsche bitte an das Space Hotel: www.space-hotel.de
Kontakt zum Veranstalter für Presse und Organisation: +49-172-7949375 (Whatsapp)
Veranstalter:
International Space Education Institute e.V.
Wurzner Str. 4, 04315 Leipzig
Tram 4/7, Bus 70/72 bis Reudnitz-Köhlerstraße
Participants TU-Istanbul: Program: Maintasks: Sponsoren: Dreherei Günter Jacob, Doerffer Sandstrahltechnik GmbH, Kindernachtrennen, MÄDLER, igus, Bosch Carservice Scheil, Sattlerei Kübler Veranstalter:
Heute zeichnet den Verein eine einzigartige internationale Reputation aus, die auf vielen Erstleistungen für junge Menschen beruht. Ehemalige Schüler bilden heute die Spitze ihrer Berufe und nicht selten führte dies zum Traumberuf und darüber hinaus. Raumfahrt Wissenschaftlerinnen, IngenieurInnen, ManagerInnen, UnternehmerInnen, LehrerInnen und auch eine angehende Astronautin gehören heute zu den Almunias. Sie alle bereichern mit ihrer positiven Denk- und Handlungsweise unsere heutige Gesellschaft und den Planeten. Wir werden diese 20 Jahre in mehreren Büchern zusammenfassen, darunter auch über 3000 Erlebnisberichte jener Schüler, die in der Aufbauphase der ISS auf dem Silbertablett bis weit hinter die Linien der internationalen Raumfahrt durften. So auch jene, die in ihrem Land patriarchische Traditionen aufbrachen und im multinationalen Team Zukunft machten. Es sollen vor allem auch die Menschen dahinter gezeigt werden, die damals wie heute unmöglich Erscheinendes mit Mut und Beharren realisierten. In über 400.000 Fotos und zahlreichen unveröffentlichten Videos soll der Zukunft gezeigt werden, wie jeder Mensch ein hochgestecktes Ziel erreichen und damit die Welt etwas besser machen kann. „Sie haben einen erstaunlichen und positiven Beitrag zur Schaffung einer wahrhaft internationalen Weltraumgemeinschaft geleistet. Die Regierungen der USA und der UdSSR nutzten die weltweite Begeisterung für die Weltraumforschung lediglich als Teil ihrer strategischen internationalen Outreach-Pläne. Ihre großartigen Werke sind von Ihrem persönlichen Wunsch motiviert, junge Menschen und ihre Familien zu fördern und zu bilden, indem Sie ihnen wertvolle Erfahrungen ermöglichen, die sie ohne Ihre Anwesenheit auf dieser Welt vielleicht nie gemacht hätten.“ Jim McCade, University of Alabama Birmingham Unser Jubiläums-Programm Montag, 4.8.2025 + 7 Tage Workshop Freitag, 8.8.2025 16:00 h Anreise Gäste, ehemalige Teammitglieder, Fördermitglieder, VIPs Samstag, 9.8.2025 13:00 h Mittagessen 19:00 h Grillabend und individuelle Gespräche Sonntag, 10.8.2025 10:00 h Beginn Minibuggy-Bau für Besucherkinder, Bastelstraße 13:00 h Start Team 1 „Ganymed“ Jesco / Lea HOLL GmbH
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In Zusammenarbeit mit TecMantra Labs, World Space Council, ISRO, NNE Zeitraum: Locations: Program: ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 40. Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg (Fachkonferenz, Teil 6) Fachvorträge des ISEI: 3 Tage Programm vom 7.-9.11.2025 Eingeladene ISEI-Gäste, Mitglieder, Almunias, Schüler/Studenten und Förderer/Sponsoren erhalten einen Sondertagungspreis incl. Übernachtung und Verpflegung.
Sonntag, 10.8.2025 (Zeitabgaben ab Rennstart 11 Uhr sind ca-Werte) Dieses Rennen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Kindernachtrennen Leipzig Programm Stand & Race der Roverchallenge 13:00 h Start Team 1 „Ganymed“ Jesco / Lea HOLL GmbH Download:Lageplan-Rover Rennstrecke-Hindernis-Kurs-Boxengasse Beschreibung: Hervorgegangen aus den Initiatoren der Teilnahme internationaler Teams bei der NASA-Roverchallenge (Prof. Dr. Jesco von Puttkamer, Ralf Heckel und das International Space Education Institute) und deren über 18 Jahre erfolgreichen Teams und Folgeteams, ist die „International Roverchallenge“ erstmals erreichbar für alle Teams weltweit, ohne das Limit einer einzelnen nationalen Behörde.
Anforderungen: Inspektion: Race & Regeln: Altersklassen: Awards: Die Jury: Die Volontäre: Erst die politische Rückentwicklung und die Pandemie durchkreuzten auch unseren weiteren Ausbau seit 2020. Reiseangst, Zurückhaltung, Patriotismus und Krieg führen zur Degeneration unserer Arbeit. Die über 18 Jahre durch uns erst erschlossene und mitgestaltete internationale Teilnahme an der NASA-Roverchallenge als starker Motor der multinationalen Berufsorientierung entwickelt sich durch ihre behördliche Ausrichtung unter neuer Regierung seit 2017 wieder zurück in einen nationalen Ausscheid. Es wurden limitiert, Regeln negativ verändert und Bewertungsergebnisse intransparent. Internationale Teams bilden benachteiligt nur noch ein dekoratives Dasein.
Der 2. Renntag Tagebuch der Rovernauts (link) 4 Platz in der Gesamtwertung Es ist Tag der Raumfahrt. Heute vor 64 Jahren startete Juri Gagarin in den Weltraum. Es gibt tatsächlich noch Menschen, die das bewusst miterlebten, für unsere Schüler ist das bei dieser Zeitspanne schon völlig unvorstellbar. Auch startete heute vor 44 Jahren der erste Space Shuttle STS-1, die Columbia. Für mich damals in der Schulzeit war das ein Wunderwerk der Technik und der Name ein Symbol der Zukunft. Leider kann man dieses Raumschiff anders, wie das von Gagarin heute nicht mehr im Museum besuchen (Wobei auch das heute fast unmöglich geworden ist und schon immer schwer war, nicht aber für uns bis 2020). Columbia ging im Januar 2001 auf tragische Weise mit 7 Astronauten während des Widereintritts verloren. Aber wir werden nächste Woche diese Gedenkstätte am Cape Canaveral besuchen. Der Tag beginnt früh, fast zu früh. Nur schwer kommen die Schüler aus den Betten. Aber es scheint die Sonne und es zwitschern die Vögel. Es ist noch frisch. Heute ist der Tag auf den das Team und wir alle hingearbeitet haben. Tausende von Space Hotel Gästen haben einen Obolus gezahlt und zig Sponsoren haben sich engagiert. Hunderte von Veranstaltungen haben wir durchgeführt. Es war ein massiver Aufwand nötig um nach Corona, zwischen Kriegen und Wahlen sowie allerlei Falschnachrichten mit deren Verfechtern eine Zielspur zu finden. Heute trennt sich Gerede von Fakten. Noch müde aber voller Erwartungen steigen alle in den Van und um 7:30 Uhr geht es los. Cosma und Leander steigen am Marriott-Hotel aus, um dort Hazel zu treffen. Die drei müssen sich beraten und entscheiden, wer heute auf dem Rover fährt. Hazel hatte keine ruhige Nacht, da in diesem Hotel die meisten Teams untergebracht sind. Die machen ordentlich Klamauk – eine Erfahrung, mit der wir uns grundsätzlich für ein ruhiges Ferienhaus in der Nähe entscheiden. Ihr Vater aber arbeitet bei der FAA (Flugsicherheitsbehörde) und braucht das Business-Center des Hotels.
Stolz wie ein Bär führt Jesco den Rover bergab in die Werkstatt. Seine Beine sind noch zu kurz, deshalb liegt er mehr auf dem Fahrersitz wie auf einer Sonnenliege. Es sieht aus wie ein Microdrive mit Autopilot. Aber er steuert präzise und lenkt alle erstaunten Blicke auf sich. Manche Leute heben den Daumen. Schon aber ist er vorbei. Er nimmt davon keine Notiz. Sein ganzes Denken ist nun auf den Rover und seiner letzten Reparatur vor dem Rennen gerichtet. Das Zeitfenster ist kurz, in 2 Stunden müssen wir antreten. Souverän hebt Jesco den Rover auf die Seite und bereitet den Schweißerplatz vor. Von der Pitcrew bekommt er ein Schweißer-Schild. Ich kleide mich ein und bewaffne mich mit der Schweißerpistole. Dann geht es los, kurze und kräftige Nähte von je 1 cm, mit Wasser abkühlen und nochmal. Rover wenden, fertig. Das waren noch Erfahrungen aus meiner Lehrzeit vor 40 Jahren. Jesco fotografiert und staunt. Dann kommt der Rover wieder auf die Seite und Jesco fährt ihn noch stolzer zurück. Nun muss er treten. Es geht bergauf. Das erregt noch mehr Aufsehen. Begeistert feuern alle Teilnehmer ihn an. Ich will helfen und schieben, komme aber nicht hinterher. Allein als Zwerg auf dem für ihn übergroßen Rover flitzt er davon bis zu unserem Pavillon. Ich weiß, dass das nicht einfach ist, bin aber machtlos. Nach Luft schnappend aber über alles strahlend steigt er ab und sagt: „Geht super!“
Leander kleidet sich ein und Hazel flechtet Cosma einen Zopf. 9:45 Uhr geht es los zur Startlinie. Ich verteile letzte Foto- und Filmanweisungen und schicke alle übrigen Teilnehmer auf den Kurs. Jetzt sind Cosma und Leander allein auf sich gestellt. Da gibt es noch viel zu tun. Die 5 Bordkameras müssen zum richtigen gestartet werden. Akku und Speicher limitieren ein endloses Aufzeichnen. Es gibt 4 verschiedene Arten von Kameras und alle haben ihre Eigenheiten. Gestern wurde Hazel auf dem Kopf stehend gefilmt. Dann ertönt die Startsirene. Firine (unsere Weltmeisterpilotin vor Cosma, zuletzt 2019 gefahren) schreibt: „Bei dieser Sirene bekomme ich heute noch erhöhten Puls“. Cosma und Leander legen einen Killerstart hin. Der Rover schießt nach vorn und überfährt Hindernis 1 und 2. Bei dem 2. Hindernis, ein Krater, federt der Rover recht hoch. Danach aber wird er langsamer. Beide treten, aber die Geschwindigkeit stimmt optisch nicht überein. Cosma bemerkte das auch lautstark. Aber immerhin ging es. Und deshalb feure ich an „Weiter so!“ Ändern hätte man es eh nicht können. Am Berg dann war Ende. Kein Weiterkommen. Zu groß muss die Verlustreibung sein. Cosma entscheidet sofort das Hindernis zu umfahren und muss rückwärts stoßen. Sie gibt Anweisungen. Durch das Rückwärtsfahren auf dem Berg schien sich der Fehler zu beheben (später verstehen wir, es renkte sich das Differenzialgetriebe wieder in seinen Lagersitz ein). Mit nur einer Pedalumdrehung bemerkt das Cosma, entscheidet wieder um, gibt Anweisungen und beide überfahren den Berg ohne Anlauf und als ob es diesen gar nicht gibt. So konnte die Fahrt unvermindert fortgesetzt werden.
Deren Gründerin Alina war 16 Jahre jung, als wir sie zum Sommerworkshop 2015, also vor 10 Jahren nach Leipzig einluden. Mehrere Male war sie Teil unseres Teams und brachte diesen Erfolg mit nach Bolivien und in die dortigen TV-Shows. Heute arbeitet Alina als Ingenieurin in Kalifornien. Sie hinterließ beeindruckende Spuren in ihrem Land, sodass heute 4 Teams aus Bolivien den Weg zur NASA-Challenge gefunden haben – auch ohne uns! Kurz vor dem Ende des Wettbewerbes trat dann endlich dieses Team an. Es geht für sie nun um alles. Sie stehen auf Platz 4. Und sie fuhren ohne Probleme durch. Damit wendete sich das Blatt in letzter Minute. Sie rutschen auf Platz 3 und wir auf Platz 4. Es geht nur um 2 Punkte. Ich bin stolz, für unser Team ist das allerdings kein Trost. Mit hängenden Flügeln betreten sie gegen 17 Uhr den großen Raum der Award Zeremonie. Der Raum ist voll. Man hat gelernt und die Zwischenwand ist auf. Dennoch sind alle Plätze belegt. Vorn auf der Bühne steht ein Tisch mit einem großen Tuch und NASA-Symbol darauf. Da stehen viele Awards aus Glas und einige Award-Tafeln liegen daneben. Neugierige Blicke kleben immer wieder daran fest. Endlich betritt der STEM-Chef des MSFC die Bühne, begrüßt und übergibt an den MC (Master of Ceremony). Das ist der Moderator, der durch den Abend führt. Die Stimmung ist klasse und nimmt auch unser Team mit. Am laufenden Band werden Preise und Awards ausgerufen. Das erste Middleschool-Team wird auf der Bühne vorgestellt. Eine neue Kategorie ist dabei, die ferngesteuerten Rover, die vor allem Jesco sehr inspirierten.
Müde und glücklich geht es im Dunkeln nach Hause. Es gibt Pizza. technische Erklärung: Das Differenzialgetriebe wurde während eines Sprungs im Hindernis 2 aus seiner Kugellager-Fassung gezogen. Deshalb fuhr das Team zwischen Hindernis 2 und dem großen Hügel auffällig langsam. Zum Glück aber fuhr der Rover auch damit noch. Dieser Zustand löste sich erst am großen Hügel, 2 Hindernisse später. Durch das Rückwärts-Rollen renkte sich das von selbst wieder ein. Wir können später mit einem Vergleichsvideo vom Vorjahr exakt ausmessen, wieviel Zeit da verloren ging. Im Ziel wurde zudem festgestellt, dass die Fahrerin Cosma die Getriebehalterung verbogen hat. Sie hat so viel Kraft aufgewendet, dass dieser Fahler zum ersten Mal auftrat, einem Bauteil das seit 10 Jahren unverändert verwendet wird. Präzision verzeiht nichts auch nicht auf diesem Wettbewerb. Hier waren es 1-2 Hundertstel Millimeter zu viel an einer einzigen Stelle der Konstruktion. Das ist es, was ich mag. Dieses Rennen verzeiht im Kern keine Fehler. Hier waren es 2-3 Hundertstel Millimeter zu viel an einer einzigen Stelle der Konstruktion. Die komplette Vorderachse ist im Gegensatz zu den vorigen Rennen von uns ein neu überarbeitetes Teil. Es geht um Gewichtseinsparung und das sollte mit Presspassungen und CFK-Rohr auf eine neue Technologie-Ebene gehoben werden. Es hat noch nicht gereicht. Nun, das Problem ist erkannt und kann beseitigt werden. Auch fuhren unsere Rover bislang jüngere Fahrer (14-15 Jahre). Corona brachte ein Nachwuchsloch und damit einen Zeitsprung, Cosma ist nun 18 und damit schwerer und kräftiger. Da wirken andere Kräfte, auch emotionale nach einem Leben lang Teilnahme an diesem Rennen von Kind auf. Hazel und Leander machten aber ihre Sache mindestens ebenso gut. Niemand hätte irgendwas besser machen können - nur mehr Zeit zur Vorbereitung und damit Testmöglichkeiten haben bei all der neuen Paperwork gefehlt. Der kleine Held des Rennens ist der 11-jährige Jesco. Er hat bewiesen, dass Altersgrenzen kein Hindernis sind, um große Dinge zu vollbringen. Seine Integrität, Begeisterung und die schnellen präzisen Reparaturen haben diesen Erfolg maßgeblich mitbestimmt.
Wir haben das mit einer Mindestbesetzung von 2 Schülern + eine Amerikanerin und dem kleinen Jesco geschafft. Andere Teams waren mit 20-30 Mitgliedern besetzt, weil deren Schulen und Universitäten diesen Wettbewerb mit in ihr Curriculum aufnehmen. 80% dieser Teilnehmer sieht man später in hochwissenschaftlichen und Ingenieurberufen auf leitendem Posten wieder. Wir sind nach 18 Jahren immer noch das einzige Team der EU. Aber es nahmen 13 Nationen teil, von denen alle Nicht-US-Teams von unserem Engagement direkt und aktiv durch Besuche vor Ort inspiriert wurden. Wir müssen unseren Erfolg nun auf die Länder der EU einwirken lassen, gern auch mit einem eigenen Wettbewerb, der ein Steigbügel für dieses Rennen bei NASA werden kann. Das muss jetzt mit viel Kraft auf Europa angewendet werden. Dazu braucht es potente Partner. Dieser Rennstall kostete uns 50.000 € pro Jahr. Allein ist das nicht zu bewältigen. Wir wünschen uns Signale aus der Politik, um Schulen zur Aufnahme solcher lebenswichtigen Erfahrungen in ihr Curriculum zu bewegen und offenere Arme der Industrie, so etwas ohne Erwartungshaltung finanziell zu unterstützen - egal welche wirtschaftliche Situation uns umgibt. Der Verlust von Generationen und Talenten wiegt schwerer. Nach 20 Jahren in Huntsville habe ich rund 300 Schüler und Studenten in diese Mondraketenstadt gebracht. Es gab 26 eigene Teams und 130 Teams mit einer Kooperation und unserer DNA. Ich habe 30 Nationen besucht und deren Schüler mit eingebunden. Alle sind nun in wissenschaftlichen und technischen Berufen tätig. Es ist Zeit, einen eigenen Wettbewerb mit „wehtuender Transparenz“ (so sagte es mir Prof. Dr. Jesco von Puttkamer) zu starten und die letzten weißen Flecken auf dieser Welt zu tilgen.
PS: Vielen Dank an Firine Bugenhagen, unsere Pilotin von 2019 (1. Platz). Sie macht dieses Jahr ihren Master in Raumfahrttechnik, nachdem sie sechs Monate an der ERAU verbracht hat. Ihr siegreicher Rover ist im Tiroler Weltraummuseum in Kramsach/Österreich ausgestellt. Aus diesem Land stammt auch ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher. Er wünscht uns schon jetzt viel Glück mit einer freundlichen E-Mail. |










































































