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[Fotos]_[Videos]_[Facebook]_[Festival]_[ISEI-Letter]_[Invitation-Host]_[Putin-Letter]
[Report-Serie "Ot Vinta" 2013: 1 2 3 4 5 6 7]

moscowNach einer anstrengenden Anreise am Sonntag haben wir heute unseren ersten Ausflug mit dem Bus. Unsere Reise wurde von einigen Polizeiautos eskortiert. Die sorgte dafür, dass wir rote Ampeln überqueren konnten und somit schnell durch den Moskauer Stau kamen. Ich habe noch so etwas noch nie gesehen und wusste nicht einmal, dass dies möglich ist für gewöhnliche Schüler wie wir.

Das "Luftfahrtmuseum von Russia" liegt etwa 40 km südlich von Moskau im Wald. Der Ort heißt Monino. Dort steht hinter einem Schlagbaum eine unendliche Menge von Flugzeugen. Der Reiseleiter erklärte uns viel über einzelne Schicksaale von Piloten, Konstrukteuren und deren Maschinen. Wir hatten sogar die Chance, einige geheime Flugzeug sehen. Es war sehr interessant. Da gab es kleine fliegende hölzerne Kisten, große Verkehrsflugzeuge, Hubschrauber oder auch die erste Version einer russischen Raumfähre zu sehen. Gigantisch ist das Überschallflugzeug TU-144, im Westen „Concordski“ genannt, weil sie das Analogon zur Concord war. Auch stand am Eingang ein überdimensionaler Hubschrauber mit 2 Schrauben. Es war so eine Art Mischung aus Flugzeug und Hubschrauber für große Lasten. Wir verbrachten Stunden dort.

Fotos vom Luftfahrtmuseum Monino

Ständig kamen all die anderen Mitglieder des Wettbewerbs auf uns zu. Es sind Schülerinnen und Schüler zwischen 11 und 16. Für sie war es etwas ganz Besonderes uns deutsche Ausländer auf dem Wettbewerb zu sehen. Da wir unsere blauen Raumanzüge mit der NASA Symbol trugen, wollten sie alle ein Foto mit uns machen. Wir fühlten uns ein wenig wie Prominente. Aber das ist ja auch kein Wunder, wir sind das erste westliche Wettbewerbsteam auf dieser russischen Veranstaltung. Ich will stark hoffen dass das nicht das in Zukunft besser wird. Danach taten die Mundwinkel vom Lächeln weh … aber es war sehr niedlich und hat Spaß gemacht.

policeoficery_rossiiaracelidoucopterkapsulesupersonicNach der Besichtigung und einem Mittagessen in einem schönen Moskauer Restaurant hatten wir die Chance für ein typisches „Tourist-Sightseeing". Also gingen wir zum Roten Platz und beobachtete die "St. Basilius ". Sie ist die bekannteste Kirche von Russland mit ihren bunten Zwiebeltürmen. Es ist ein sehr schönes Gebäude, in der Tat das Schönste in Moskau, denke ich.

Außerdem verbrachten wir eine Weile in dem größten Einkaufszentrum von Moskau, dem GUM. Dort nutzten wir diese Zeit und besuchten unseren Hauptsponsor Bruno Banani. Wir gingen zu einem Geschäft namens „XO“ und zeigten den Verkäuferinnen unsere Anzüge. Die waren überrascht und sehr freundlich. Sie ließen uns ein paar Fotos mit ihnen machen.

Alles in allem hatten wir einen sehr spannenden Tag. Wir alle haben es sehr genossen und es sind ein paar wirklich schöne Bilder entstanden. Ich hoffe dass die nächsten Tage so weitergehen. Es war großartig!

Dim lights

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[Report-Serie "Ot Vinta" 2013: 1 2 3 4 5 6 7]

 
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1. Renntag

Heute mussten wir sehr früh aufstehen, denn es war der erste Renntag. Nach dem Frühstück ging es auch direkt los. Auf dem NASA-Gelände angekommen, haben Araceli und ich uns auf das Rennen vorbereitet. Evgeniy hat mir den Klappmechanismus des Buggies erklärt. Als ich es drauf hatte, haben Araceli und ich das Klappen geübt. Es hat gleich gut funktioniert und unsere beste Zeit war um die 5 Sekunden. Ich hatte zu Beginn noch einige Probleme mit den Klickschuhen, aber kurz vor dem Rennen habe ich es dann doch noch hinbekommen. Nach einer eher spärlichen Erwärmung ging es dann los. Zuerst wurde der Buggy von den Offiziellen begutachtet, ob auch nichts fehlt. Danach mussten wir den Buggy einklappen und wiegen. Da all die Anderen mit Kameras bestückt waren, meinte eine der Offiziellen scherzhaft: „Ihr habt zwar keine Pit-Crew mitgebracht die euch hilft, aber dafür viele Fotografen.“

Unser Buggy wog stattliche 96 kg. Nach dem Wiegen mussten wir den Buggy ein kleines Stück tragen. Es war aber sehr einfach. Danach war das Aufklappen an der Reihe. Wir haben 6 Sekunden gebraucht. Fünf wären zwar auch drin gewesen, aber es war trotzdem ein guter Wert. Dieser wird später nämlich auf die Rennzeiten aufgerechnet. Dann ging es endlich an die Startlinie. Ich war ein wenig aufgeregt. Wir wurden noch kurz interviewt und dann ging es auch schon los. Sang-Jin und die anderen sind mitgelaufen bzw. haben an bestimmten Stellen des Kurses gewartet, um uns anzufeuern und zu fotografieren.

Das Rennen war total cool. Es hat richtig Spaß gemacht. Araceli hat sehr gut gelenkt und wir sind ohne Fehler durch den Kurs gekommen. Unsere Endzeit von 4:35 kann sich sehen lassen. Wir waren am Ende des Tages auf Platz 8 der Highschool Division. Nach uns war Team Russia an der Reihe. Jetzt bin ich mitgerannt um sie anzufeuern. Sie hatten am Ende die gleiche Fahrzeit. Sie belegten vorerst den 3. Platz in der College Division. Ihre Aufklappzeit war allerdings eine Sekunde schneller als unsere, weshalb sie auch insgesamt eine Sekunde schneller waren.

Kaputt gegangen ist nichts. Wir hatten lediglich einen Platten, welcher komischerweise aber erst platt war nachdem wir schon eine ganze Weile zurück waren. Nach den Rennen kamen die Judges vorbei, damit wir ihnen die Telemetrie und das Differentialgetriebe vorstellen konnten. Ich war erstaunt, dass so viele Juroren gleichzeitig an unserem Stand waren. So haben ca 10 Offizielle meiner englischen Präsentation aufmerksam und interessiert zugehört. Danach haben wir Mittag gegessen und das Space & Rocket-, sowie das Davidson Center besichtigt. Als Abschluss des anstrengenden Renntages sind wir zur Entspannung in den Pool des Marriot Hotels gegangen.


2. Renntag

Heute sind wir wieder genauso früh aufgestanden. Ich konnte den Tag aber ein wenig relaxter angehen, weil ich heute nicht fahren konnte. Während sich die Anderen erwärmten und auf das Rennen vorbereiteten, kümmerte ich mich mit Andreas um die Telemetrie. Bei den Rennen unserer Teams stellte ich die Bordkameras, sowie die Telemetrie an und versorgte die Fahrer mit Trinken.
Außerdem mussten wir noch eine Fake-Antenne an die Buggies bauen. Eigentlich ersetzt unsere richtige Antenne die Fake-Antenne, aber einige Officials wussten das offenbar nicht. Aus Pappe haben Evgeniy, Nadin und ich dann die geforderten Maße ausgeschnitten und an den beiden Buggies angebracht.

Anstatt mitzulaufen, habe ich mir die Rennen heute über den Bildschirm angesehen. Team Russia konnte sich noch einmal verbessern und fuhr auf den 2. Platz vor. Bei Team Germany verlief das Rennen nicht ganz so glücklich. Nach ca. anderthalb Minuten „zerbrach“ der Buggy. Bei dem Ring der Vorder- und Hinterachse des Buggies zusammenhielt, hatte sich eine Schraube gelöst. Zudem war auch der Sitz von Araceli kaputt. Ralf meinte, dass wir die Schraube vorher einfach hätten festziehen müssen, aber ich denke Sang-Jin war einfach zu stark ;-P. Nun bin ich gerannt um Werkzeug zu holen, um den Buggy zu reparieren. Leider konnten Araceli und Sang-Jin das Rennen nicht zu Ende fahren. Das war sehr schade, denn es sind noch einige Teams an uns vorbei gezogen. Im Ende waren wir dann auf dem 13. Platz. Das ist aber nach wie vor ein hervorragendes Ergebnis.

Zwischen den einzelnen Rennen kamen Vertreter des GMBR-Sponsors Boeing zu unserem Stand. Es waren nur Sang-Jin und ich da. Die Vertreter waren sehr interessiert. Sie wollten von unseren Impressionen erfahren, damit der Wettbewerb weiter finanziert wird. Ich habe mich eine gute halbe Stunde mit ihnen unterhalten und sie waren sehr angetan. Sie freuten sich darüber, dass internationale Teams beteiligt sind und dass wir so viel Spaß hatten.

Nach den Rennen haben wir die Buggies sofort auseinandergebaut und zur Werkstatt gebracht. Danach haben wir uns nochmal im Space & Rocket Center umgesehen. An einem Tag schafft man das nämlich gar nicht alles.

Später am Abend gab es dann noch die Award-Zeremonie wo z.B. unser Team Russia ausgezeichnet wurde. „Overall Winner“ waren Puerto Ricaner.

 
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Heute war der letzte Tag unseres USA-Aufenthaltes. Gegen 13:30 Uhr ging der Flieger von Huntsville über Atlanta nach Frankfurt. Vorher waren wir noch in einem Walmart um Souvenirs zu kaufen. Am Flughafen in Huntsville hieß es dann Abschied nehmen. Araceli, Sang-Jin und ich flogen alleine nach Deutschland, während die Anderen noch länger in den USA blieben. Jeder bekam ein T-Shirt und eine Urkunde. Nach dem die letzten Fotos geschossen wurden, ging es durch die Sicherheitskontrolle und weiter ins Flugzeug. 2 Stunden später waren wir schon in Atlanta und hatten einen einstündigen Aufenthalt. Unser großes Gepäck wurde komplett durchgecheckt. Wir sind also mit unseren Handgepäckstücken durch die Passkontrolle und direkt zum Gate gegangen. Alles verlief reibungslos.
Anders als auf dem Hinflug saßen wir diesmal alle zusammen. Während des Fluges habe ich mir die Zeit mit Film schauen, Musik hören und schlafen vertrieben. Durch die Zeitverschiebung kamen wir erst am Dienstag um 7:30 Uhr in Frankfurt an. Durch günstige Windverhältnisse waren wir ca. 30 Minuten früher da. Unsere Koffer haben wir schnell bekommen. Andreas hatte mir vorher erklärt wo wir den Shuttlebus zum Parkhaus finden. Wir haben den Ausgang schnell gefunden und es lief auch alles glatt. Zuerst wollte uns der Fahrer des Shuttleservice zwar nicht glauben, dass wir bereits für eine Rückfahrt zum Flughafen bezahlt hatten, aber nach einem kurzen Gespräch mit seinem Chef war dieses Problem vom Tisch. Wir haben die Koffer im Auto abgestellt und sind wieder zum Flughafen gefahren. Araceli wurde von ihren Eltern abgeholt, während Sang-Jin und ich mit dem Zug fuhren.


Gegen 14:30 Uhr bin ich dann in Leipzig angekommen. Glücklicherweise war der nächste Tag frei und ich musste nicht in die Schule. Nachdem ich mich ein wenig ausgeruht hatte, habe ich zu Hause von meinem Aufenthalt erzählt. Über meine Berichte und Mails waren sie aber schon ganz gut informiert.
Viel Zeit zum Ruhen hatte ich aber nicht, denn am Donnerstag stand gleich wieder eine Klausur an, für die ich lernen musste. Am ersten Tag in der Schule sollte ich in meinem Tutorium meine BeLL und die USA-Reise kurz vorstellen und auch gleich einen Bericht für die Schulhomepage verfassen.


Wie erwartet habe ich sehr viel nachzuholen. Neben dem Unterrichtsstoff von 7 Schultagen muss ich auch noch 2 Klausuren nachschreiben. Außerdem rückt der Termin für Fertigstellung meiner BeLL immer näher. Zum zusätzlichen Schulalltagstress kommt also noch so Einiges dazu.

 
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flugNach 8 Stunden Schlaf ging es heute auf zum zweiten Rennen. So aufgeregt bin ich nicht mehr gewesen, schon allein deswegen, weil unsere Zeit gestern eine gute Vorlage gewesen ist. Heute haben wir uns vor dem Start auch besser vorbereitet. Evgeniy und ich sind ein paar Minuten joggen gegangen. Zusätzlich haben wir noch die Moonlander (superdicke Räder von Surly) an unserem Buggy befestigt, um vielleicht noch eine bessere Zeit erreichen zu können.

Als wir dann zur Kontrolle gefahren sind, gab es allerdings ein Problem. Unsere echte (!) Antenne wurde nicht als Antenne anerkannt, weil sie angeblich nicht die vorgegebenen Maße erfüllt hat. Wir sollten eine Parabolantenne haben mit gewissem Durchmesser. Das heißt unsere echte Antenne war nichts wert, während irgendwelche sinnlosen runden Pappscheiben, welche sich am Rad mit drehen, okay sind. In dem Moment hatten wir keine Wahl, als uns auch irgendein provisorisches Pappding an das Rad zu binden. Peinlich und sinnlos, aber besser als ein Penaltie (Bemerkung der Teamleitung: Strafzeit, dieser Judge war auf die speziellen neuen Vorschriften einer funktionierenden Telemetrie nicht geschult worden, das Team hätte einfach losfahren können). Das Rennen konnte losgehen.

Vom Gefühl her lief das heutige Race besser als das gestrige. Wir sind zwar auch ab und zu gesprungen, aber stecken geblieben sind wir nie. Wir kamen ziemlich schnell voran, was sich auch an unserer Zeit bemerkbar gemacht hat. Wir haben uns um 16s verbessert auf 04min19s. Ich war echt stolz auf uns!

Bei unserem deutschen Team ist leider das Buggy mitten im Rennen auseinandergefallen. Das war zwar schade, aber sie hatten ja trotzdem eine gute Zeit vom Vortag. Sie hatten einfach nicht noch einmal vor dem Rennen alle Schrauben nachkontrolliert.

umfallenNach dem Rennen mussten wir die Buggys wieder auseinanderbauen und unseren Platz aufräumen. Schließlich muss ja wieder alles in die Koffer und nach Deutschland. Danach hatten wir Freizeit bis zur Award-Zeremonie. Ich bin ein bisschen schwimmen gegangen, während andere im Souvenir-Shop oder im Freizeitbereich umherschlenderten.

Als die Zeremonie losging, waren wir alle ziemlich hoffnungsvoll. Preise für das Federgewicht, den Rookie, das Most-Improved-Buggy und für andere Besonderheiten wurden endlos verteilt. Als dann der Telemetrie-Award kam, lauschten wir ziemlich gespannt. Unsere Telemetrie ist ja wirklich super. Wir haben alles Mögliche in unserem Buggy drin. Doch anscheinend sah das die Jury anders. Wahrscheinlich haben wir irgendwelche formellen Fehler gemacht, weswegen jemand anderes den Award bekam. Tobias und Andreas waren ziemlich enttäuscht. Sie taten mir da auch wirklich leid. Aber dummerweise konnten wir da nicht mehr viel ändern.

Das heißt nicht, dass unser Team deswegen schlecht abgeschnitten hat. Unser Highschool Team ist eines der besten unter über 100 Teams. Sie haben nicht einen Penaltie einkassiert. Sie können alle echt stolz auf sich und ihren 1. Platz sein.

awardAls dann die Awards für die Plätze im Rennen verteilt wurden, dachte ich eigentlich, dass es nur einen ersten Platz gibt – nämlich für den schnellsten unter allen Buggys. Aber glücklicherweise wurden die Preise auch unter den Divisions aufgeteilt. Es gab einen ersten Platz in der Highschool, aber auch im College. Dementsprechend leuchtete dann ein Licht am Ende des Tunnels. Evgeniy und ich kassierten den zweiten Platz in der College Division ein! Ich habe mich echt richtig gefreut. Alle haben gejubelt und ich war wirklich stolz auf uns. Wir gingen nach vorn, machten Fotos und schüttelten mit allen möglichen Leuten die Hände. Wir bekamen jeweils eine Silber-Medaille und eine richtig richtig schöne Trophäe. Auf ihr ist eine kleine amerikanische Flagge angebracht, welche im letzten Spaceshuttle mitgeflogen ist. Dieser Preis ist einfach der Hit! Ich freue mich echt, dass wir ihn bekommen haben. Es ist ein wirklich tolles Gefühl, ihn in den Händen zu halten und zu wissen, dass er uns gehört!

Ab jetzt werden die nächsten Tage ganz entspannt vonstatten gehen. Das Moonbuggy-Race ist vorbei und es hat wirklich viel Spaß gemacht. Ich liebe die Atmosphäre dort. Klar, die Vorbereitungen sind stressig, aber am Ende lohnt sich alles für diese paar Tage Moonbuggy-Race! Ich bin echt froh, dass sich die Arbeit für uns ausgezahlt hat.

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team2

Heute war unser erster Racetag. Ich war schon ein wenig aufgeregt, besonders weil ich vergleichsweise nicht so viel trainieren konnte wie 2011. 05.45 Uhr sind wir heute aufgestanden, damit wir gegen 06.45 Uhr beim MSFC sein konnten. 

Evgeniy und ich mussten noch testen, ob die großen Räder die vorgegebenen Maße noch erfüllen können. Für den zusammengeklappten Zustand scheinen sie allerdings doch ziemlich grenzwertige Maße anzunehmen. Dementsprechend haben wir für die Messung heute die Räder doch noch gewechselt und sind mit den kleinen gefahren.

Da wir gestern auch noch nicht das Auseinanderklappen üben konnten, haben wir das heute früh auch erst getan. Alles lief eigentlich ziemlich glatt. Einer der Advisors gab uns dann den Hinweis, dass wir in 15-20min dran wären. Vom Prinzip her war alles gut soweit. Also haben wir uns entschieden, dass Klappen noch ein wenig weiter zu üben. Wir wurden immer besser, was mich schon mal beruhigte. Mitten bei unserer Übung allerdings, gerade als ich meinen Sitz nach hinten klappen wollte, fiel auf einmal das rechte Hinterrad ab. Einfach so. Scheinbar war ein Bauteil unseres Buggys nicht geschweißt worden, weswegen es am Rad auf einmal auseinander ging. Na toll! Wir hatten vielleicht noch 5 Minuten oder so. Wir mussten also zu dem Tool-Zelt rennen, um noch mit Rumschweißen anzufangen. Sie beeilten sich alle ziemlich und ich hatte mich eigentlich schon satt. Doch es klappte glücklicherweise alles.

Dennoch mussten wir unseren Start ein wenig nach hinten verschieben lassen, da die Vorbereitung unserer Telemetrie noch etwas Zeit erforderte. Das war aber kein Problem. Ich wollte allerdings endlich anfangen, weil ich sonst immer aufgeregter wurde. Unser deutsches Team hatte die Strecke schon mit Bravour gemeistert ohne einen einzigen Penaltie. Das war echt spitze! Jetzt fehlten nur noch wir.

Als es dann aber endlich losgingen konnte, stieg die Nervosität schon ziemlich an. Doch vom Prinzip her lief eigentlich alles super. Unser Buggy passte in den Würfel, wog knappe 100 kg (okay das ist komischerweise ziemlich schwer, aber kein Problem), konnte von uns die 6m getragen werden und wurde von uns in 4,8s auseinandergeklappt. Super!

Kurz vor dem Rennen gaben wir noch ein kleines Interview und unterhielten uns mit einigen der Mitarbeiter. Ich hatte irgendwie schon ziemlichen Respekt vor den bevorstehenden Hindernissen, aber daran konnte ja eh keiner was ändern.

endlich-daNach längerem Warten ging es dann endlich los. Wir traten volle Kanne in die Pedale! Über das erste Hindernis sprangen wir ziemlich hoch, genauso wie über das zweite und dritte. Das war richtig krass. Ich hatte echt Angst um meinen Rücken weil ich immer ziemlich hart auf meinem Sitz aufkam. Sowieso waren die Sprünge für unsere Zeit nicht sehr vorteilhaft. Evgeniy tat dann das einzig richtige, nämlich kurz vor den Hindernissen zu bremsen. Von da an lief alles glatt. Klar war es sehr anstrengend und natürlich blieben wir auch manchmal stecken, aber im Großen und Ganzen meisterten wir alle Hindernisse ziemlich gut – auch die bösen. Wir brauchten 04min35s. Damit waren wir echt zufrieden. Nur meine Beine taten unglaublich weh nach dem Rennen. Ich konnte sie nur schwer bewegen. Ich glaube da hat sich mein geringeres Training bemerkbar gemacht. Aber trotzdem war das kein großartiges Problem. Ich bin sehr zufrieden mit unserem Resultat. Besonders, dass wir keine Penalties hatten, hat mich sehr beruhigt.

juryNach dem Race war abgesehen vom Reifenwechsel beim deutschen Buggy und von unserem Radwechsel zu den Moonlandern nicht mehr viel zu tun. Wir schauten uns das Museum und das Davidson Center an und gingen dann im Marriot baden. Das hatten wir uns wirklich verdient, denke ich. 

Ich persönlich fand den Tag heute wirklich schön. Das Moonbuggy Race macht immer wieder Spaß. Man trifft viele tolle Leute, sieht echt interessante Variationen eines Moonbuggys und kann alles geben beim Rennen. Für so etwas lohnt sich alle Arbeit. Ich hoffe, dass wir morgen trotz Regen noch einmal genauso gut sein werden. Ich freue mich schon darauf!

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araceli-start

Araceli Zeller: Heute war ein sehr schöner Tag. Das Wetter hat auch gut gepasst. Es war richtig schön dass wir 8. geworden sind. Alles ist sehr gut gelaufen und nichts ist kaputt gegangen nur ein Rad war nach dem Rennen auf einem Male platt.

Als erstes haben wir das Moonbuggy zusammengeklappt und gewogen. Danach mussten wir es tragen und auf Zeit aufklappen. Dann haben Mitarbeiter scharfe Teile von dem Moonbuggy mit Klebeband zu geklebt. Dann in der Startlinie haben sie uns ein paar Fragen gestellt und dann ging es los. Das war voll cool.

Wir hatten eine Zeit von 4min 35s und das coole ist, dass das Russia Team auch diese Zeit hat. Als wir im Ziel waren haben wir nicht gehört, dass die Kommentatoren die Zeit gesagt haben, weil wir uns auf etwas anderes konzentriert haben. Da hat Ralf uns nämlich interviewt. Dann haben wir die anderen Teams angeschaut und sind mit gerannt, als unser russisches Team gefahren ist.

Als wir alle fertig waren, sind wir zum Museum gegangen. Da gab es sehr viele Computerspiele über den Weltraum. Danach hat uns Ralf ein SMS geschickt und wir sind zum Davidson Center gegangen. Dort gib es eine echte Rakete. Es war voll cool. Dann sind wir zum Pool gelaufen. Das hat richtig Spaß gemacht. Er war nicht so groß wie ich dachte, aber dort gab es einen Whirlpool und eine Sauna. Zum Schluss sind wir Pizza essen gegangen. Ich hoffe, dass wir uns morgen verbessern und alles so wie heute klappt.

Sang-Jin Kim: Heute war der 1.Renntag, weshalb wir früh aufstehen mussten, um unseren Stand aufzubauen und unsere Moonbuggys vorzubereiten. Nach unserer Registrierung bereiteten wir alles für das Rennen vor und kontrollierten noch einmal alles am Moonbuggy.

team1-fahrtAls Team Germany und Russia aufgerufen wurden, machte ich noch schnell die Kameras zurecht. Da Team Russia noch Probleme bei der Telemetrie hatte, musste der Starttermin verschoben werden. Doch Team Germany (Araceli/ Tobias/Ich) mussten an den Start gehen und von den "Officials" kontrolliert werden, ob unser Moonbuggy auch nach den Richtlinien stimmte. Beispielsweise, ob es vom Volumen her passt etc.

Da Tobi und Araceli heute fuhren, mussten Sie sich das Auseinanderklappen des Moonbuggys machen, welches bei Ihnen in 5.40s ziemlich schnell ging. Als Sie dann endlich am Start angekommen sind -durch die Inspektionen und Kontrollen- wurden Sie noch kurz vom NASA-TV interviewed und starteten dann Ihre Runde. Ich lief bei der ganzen Strecke mit und versuchte Sie anzufeuern und so gut wie möglich noch Fotos zu schießen. Vielleicht brachte das Anfeuern ja etwas, auf jeden Fall war die Zeit sehr gut mit 4.35 ohne Penalties, womit wir unter die Top 10 kamen.

teamfotoWährend die Telemetrie noch am Arbeiten war, schaute ich mir noch ein paar andere Buggys mit den Anderen an und wartete schon gespannt auf Evgeniy und Nadin, die mit einer knappen Stunde Verzögerung dann an den Start konnten. Auch hier versuchte ich wieder zu unterstützen und gute Fotos zu schießen, was mir auch ein paarmal ziemlich gut gelang!

Nach dem Rennstress gings dann für uns zu den Judges, um unser Buggy mit dem neuen Differentialgetriebe und der Telemetrie vorzustellen. Dann nach dem Mittagessen schauten wir uns das Space&Rocket Center und das Davidson Center an, vor dem wir noch ein gemeinsames Foto schossen mit unseren Supportern, die aus Deutschland als Delegation miteingereist sind. Danach ging es als letzte Aktion des Tages zum Entspannen in das Mariott Hotel, wo uns ein schön aufgewärmter Pool erwartete.

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