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jvp-gedenk

einweihungLeipzig, 24.09.2013 Heute um 12 Uhr wurde die Gedenktafel am Geburtshaus von Prof. Dr. Jesco von Puttkamer feierlich eingeweiht. Mit dabei waren die Gründungsmitglieder der Jesco von Puttkamer Gesellschaft e.V. und die Familie Schmidt Besitzer des Hauses in der Salomonstr. 25b. Das bürgerliche Haus aus der Gründerzeit ist noch heute im Besitz der selben Familie wie zu Zeiten der Geburt des NASA Wissenschaftlers. Der Großvater des heutigen Besitzers zeichnete damals den Mietvertrag der jungen Familie von Puttkamer. Vater Baron Jesco von Puttkamer arbeitete als Redakteur im gegenüberliegenden Reclam-Verlag. An dieser Stelle erinnert heute das Reclam-Carree an die Ursprünge dieses Verlages. Die junge 20-jährige Mutter blieb mit dem Sohn zu Hause.

Der Einweihung ging die Gründung der Jesco von Puttkamer Gesellschaft voraus. Diese Gesellschaft möchte das seit dem Tod des Wissenschaftlers herunterhängende Ende des weit verzweigten wissenschaftlichen Kontaktnetzwerkes auffangen und im Sinne des Namensgebers erhalten und möglichst weiter entwickeln. Es entsteht somit ein Anlaufpunkt für Kollegen, Wissenschaftler, Freunde, Leser seiner Bücher, Hörer seiner Vorträge, Star-Trek-Fans, lehrer und Schüler. Mit den Einnahmen aus dem Mitgliedsbeiträgen, Lizenzverwaltungen, Publikationen und Spenden werden im Sinne des Namensgebers internationale Jugendprojekte gefördert. Dieser Verein wird auch in Gemeinschaft mit der NASA Alumni League in den USA als "Jesco von Puttkamer Society" gespiegelt. Eine weitere Gründung wird in Moskau angestrengt unter dem Namen: "Общество Йеско фон Путткамера".

Die 7 Gründungsmitgieder stammen aus den folgenden Berufsgruppen:
- Wissenschaftler / Physiker / Geologen
- Piloten
- Ingenieure
- Künstler
- Handwerker / Unternehmer
- Nachwuchsförderung
- Space Camp Botschafter
- enge Freunde des Namensgebers

3 Gründungsmitglieder zählen zum engen Freundeskreis des Namensgebers. Es wurden folgende Organe gewählt:
- Vorsitzender: Ralf Heckel (langjähriger Freund und Ziehsohn des Namensgebers)
- Stellvertreter: Evgeniy Zakutin (russ. Luft- und Raumfahrtingenieur)
- Kassenwart: Yvonne Heckel (Space Camp Botschafterin)
- Kassenprüfer/Beisitzer: Ronny Hessel (Unternehmer, Handwerker)
- Kassenprüfer/Beisitzer: Rainer Dorenbusch (Wissenschaftler, Physiker)

cleffgruendungDer Bamberger Künstler Cleff III. überreichte zur Eröffnung der Galerie "Jesco von Puttkamer - der Privatmensch" ein von ihm im Jahre 2012 gemaltes Porträt des Namensgebers. Dieses Gemälde (Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm) wurde anlässlich des 50. Jahrestages der NASA geschaffen und im Sommer 2012 Herrn von Puttkamer zu den Wagner-Festspielen in Bayreuth perönlich vorgestellt. Zu einer offiziellen Übergabe in Washington kam es aber leider nicht mehr.

briefDer Philatelist, Geophysiker und Pilot Wolfgang Rumpelt engagierte sich für die Herstellung eines auf 200 Stück limitierten Ersttagsbriefes mit der Aufschrift: "80 Jahre Jesco von Puttkamer". Dieser Ersttagsbrief ist im Wert von 10 Euro im "International Space Education Institute" Wurzner Str. 4 in Leipzig zu erhalten. Die ersten 100 Mitglieder der Jesco von Puttkamer Gesellschaft e.V. bekommen ein Exemplar geschenkt. Mitgliedsanträge können zum Jahresbeitrag von 100 Euro (8 Euro/Monat) zur selben Adresse gestellt werden.

Als erste US-Mitglieder der Gesellschaft wurden der Puttkamer-Freund und Shuttle-Astronaut Bill Readdy und der NASA-Ingenieur Terry Wall eingeladen. Die Gesellschaft beabsichtigt jährlich um Puttkamers Geburtstag (22. September) ein populärwissenschaftliches Symposium in Leipzig zu veranstalten. Weitere Veranstaltungen, Vorträge und Preisstiftungen für internationale Jugendprojekte werden in den USA und Russland stattfinden.

Für weitere Informationen wird in Kürze die Webseite: www.JvonPuttkamer.com entstehen.

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press news - News Presse Deutsch

JvP-Ersttagsbrief-80-300

"Author - Enginieer - Visionary & son of Leipzig"

Today, september the 22nd 2013 is the 80th birthday of the german-american former NASA scientist Prof. Dr. Jesco von Puttkamer. Jesco von Puttkamer, who began his NASA career in 1962, when he worked on Wernher von Braun's rocket team as an engineer at the agency's Marshall Space Flight Center in Huntsville, Ala., during the Apollo Program, passes away in Dec. 2012, following a brief illness.

Von Puttkamer most recently worked in the International Space Station Program at NASA Headquarters in Washington as a technical manager. For more than a decade, he authored the ISS Daily Report, which chronicled the lives and activities of the crew members living aboard the International Space Station. He also was instrumental in advancing U.S. and Russian cooperation in human spaceflight. His personal relationships in Russia and the U.S. allowed him to bring both communities together in dialogue and activities. The space station program still is benefiting from his work.

See more here: http://www.nasa.gov/topics/people/features/von_puttkamer_obit.html

Today the International Space Education Institute in Leipzig/Germany (his town of birth) ignited several activities to honor this author, engineer and visionary. They will be published at a conference in Leipzig on Tuesday, September 24th, 2013!


program:
- presentation about his life (Ralf Heckel)
- opening the gallery: "Jesco the private man"
- handover of the painting "Jesco von Puttkamer" (oil on canvas by the artist Cleff III.)
- publication of the 1st day cover: JvP 80th birthday (limited edition 200 pieces)
- formation of the "Jesco von Puttkamer society" - a platform for friends, colleagues, readers, fans, teachers and students
- unveiling of the plaque at the birthplace in Leipzig
- unveiling of the plaque at his former home in Huntsville/Ala (in oct. 2013)

plate1stlettercleff

Jesco von Puttkamer: A life for space-exploration and our future:

 

1961 Diplom in engineering, TU Aachen / Germany
1962 Emigration to the United States, working at NASA during the Apollo moon program
1964 Studies on the reusability of the SBII stage of the Saturn V moon rocket
Professional engineer graduate of the State of Alabama
1973 Head of the working group for the repair of the Skylab
1974 Head of the Strategic Planning Working Group of the permanent development of spaceexploration
1975 Employee of the Apollo-Soyuz Test Project, preparation of crews
Moving to Washington, NASA Headquarters, Space Operation Mission Directorate
Involved in the planning and construction of the Space Shuttle
1976 PR-manager for the recruiting of the Space Shuttle Astronaut Corps
1978 NASA scientific consultant for Star Trek - The Movie (1979)
1983 Honorary Professor at the University of Applied Sciences Aachen (to 2000)
1996 Honorary Doctor of Philosophy, University of Saarbrücken
1998 Start of daily status reports of the ISS to the Congress, White House and Industry
2005 Advisory Board Chairman of the International Space Education Institute of Leipzig (until recently) since then daily use for young researchers in Germany
2004 "Exceptional Service Medal" by NASA
2007 "NASA Honor Award" for good development of co-operation with Russia
2009 "Distinguished German-American of the Year", Philadelphia (GAHFUSA, Bush, Griffin)
2011 Name-giving of the asteroid "266725 Vonputtkamer" in recognition of the JPL (NASA)
2012 Since 1990, highly sought-after speaker on scientific conferences and congresses in
(Huntsville / USA, Germany, Austria, Moscow)
2013 highly doted commemoration by NASA (4.2.2013)

 


actual media to the 80th birthday:

lvz-jvp

rbb-online (60-min-radio report in geman): http://mediathek.rbb-online.de/inforadio/wissenswerte?documentId=17202564
MDR-Figaro: http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/diskurs/puttkamer104.html
Leipzig Times: http://www.flickr.com/photos/spaceeducation/9859291815/in/set-72157632412571751

 

heckelThese activities are directed and dedicated by Yvonne and Ralf Heckel (long and close friends of the scientist, chairboard of the International Space Education Institute, Space Camp Ambassadors)

 
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[Report-Serie "Ot Vinta" 2013: 1 2 3 4 5 6 7]

moscowEs war ein Wagnis! Die Einladung aus Moskau erreichte uns zwar über die Cluster-organisationen der Luft- und Raumfahrt-industrie (UAC/ BDLI/ ASIS), aber niemand fühlte sich für die entstehenden Kosten verantwortlich. Unabhängig davon fühlte sich keine Institution unseres Landes in der Lage ein wettbewerbs-fähiges Team diesen Niveaus für Russland zusammenzustellen. Es gibt hier weder Niveau in den Schulen noch entsprechende Förderprogramme.

Wissend um ein gehöriges Risiko aber vertrauend auf unsere Erfahrungen zahlten meine Frau und ich die nötigen 3500 Euro Kosten (Flug, Visa, Hotel, Verpflegung, Transport) aus der eigenen Tasche. Wir gingen davon aus, dass wir mit mehr Ergebnissen aus Moskau zurückkehren, als wir im Vorfeld kommunizieren konnten. Genau das ist eingetreten. Der gesellschaftliche Beitrag wurde auf höchster Ebene erbracht. Wir werden Politik und Wirtschaft nun in die Pflicht nehmen. Es gibt erste wohlwollende Ansätze dazu. Diese Reise, diese Teilnahme und deren Ergebnisse sind Erstleistungen für unser Land.

woernermedwedewWir konnten 6 russische Schulen für Austausch-programme interessieren und zusätzlich 25 Einzelschüler mit ihren Eltern bereits für definitive Aufgaben begeistern. Die russische und internationale einschlägige Politik und Industrie incl. des DLR-Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Jan Wörner und des russischen Premier-ministers Dimitri Medwedew haben unsere Teilnahme wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Drei Schulen traten unserem Bildungsangebot konkret mit Kollegen, Budget und bildungspolitischem Engagement bei. Für unsere heimatlichen Partner und Sponsoren war Moskau ein Abenteuer und ein Bedürfnis. Die regionalen Medien spiegelten das gern wieder:

Wir werden diese Arbeit an der Nahtstelle der Studienorientierung und Begeisterung für naturwissenschaftliche akademische Berufe für 12-18-jährige auf der ILA 2014 fortsetzen.

lvzlvz

Medienecho Leipziger Volkszeitung




Für künftige Reisegruppen mit Schülern möchten wir die folgenden Hinweise geben:

1. „Internationale Wettbewerbe“ in Russland sind russisch. Kaum jemand spricht auf diesen Veranstaltungen englisch. Man zählt Länder der ehemaligen Sowjetrepubliken bereits zum Ausland und somit begründet man das Zauber- und Werbewort „International“. Außer einem Team aus Tschechien waren wir die einzigen westlich „Internationalen“. Sie sollten unbedingt eine erfahrene russisch sprechende Begleitung dabei haben, um Missverständnisse vorzubeugen.


2. Absprachen und Verträge werden von den Organisatoren zum Ende der Veranstaltung mit schwindender Ernsthaftigkeit eingehalten. Man ließ uns am Ende der Messe mit dem Rücktransport des Moonbuggys nach Moskau allein. Ohne unsere Kontakte in Moskau und das nach 10 Jahren geschärfte Organisationstalent wäre jedes westliche Team in einem finanziellen Fiasko gelandet. Scheuen Sie sich nicht davor Ihren rechtlichen Standpunkt unmissverständlich klar zu machen und im Bedarfsfall die Botschaft (Abt. Kultur und Bildung) sofort einzuschalten.


3. Essen, Getränke und Logis müssen bei Jugendveranstaltungen normalerweise von der einladenden Institution komplett gestellt werden. Das russische Essen ist sehr nahrhaft und gesund, allerdings auch streng rationiert. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass pro Kind und Begleiter nur 0,6 Liter Flüssigkeit/Person und nicht wie üblich 2 Liter zur Verfügung standen. Es gab nur zwei zeitlich weit auseinander stehende Malzeiten pro Tag. Planen Sie unbedingt Extrabudget zur Ergänzung der Verpflegung und vor allem Flüssigkeit ein. Auch in den Bussen für die zeitweise recht langen und kaum klimatisierten Ausflüge wurden keine Trinkflaschen zur Verfügung gestellt. Im Nachhinein wären wir finanziell besser gefahren, wenn wir das übliche Hotelbuffett bezahlt hätten und nicht den verlockend geringeren Preis für rationiertes Essen zuzüglich Extraeinkäufe.


4. Das Ausstellen von Quittungen und Rechnungen ist in Russland oft ein Fremdwort. Vieles funktioniert mit Schmiergeldern und bar. Bestehen Sie bei Verlangen nach überraschenden und nicht vereinbarten Extrakosten auf eine ordentliche Rechnung und zahlen Sie erst nach Vorlage. Lassen Sie sich nicht aus Zeitdruck zur schnellen Barzahlung hinreißen.

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[Report-Serie "Ot Vinta" 2013: 1 2 3 4 5 6 7]

 
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[Report-Serie "Ot Vinta" 2013: 1 2 3 4 5 6 7]

maiimbproscosmosdsmDiese Geschichte begann vor 7 Jahren. Im April 2007 reisten wir zum ersten Mal mit einem Moonbuggy nach Huntsville/ Alabama in die USA. Es war nur ein 4er Team. Cosma war gerade 3 Monate alt und kam mit. Sie wurde in der vergangenen Woche eingeschult. Professor von Puttkamer reiste damals extra aus Washington an um sich von unserer Arbeit als erstes internationales Team auf diesem NASA-Wettbewerb zu überzeugen. Er sagte: „Ich habe mich weit für Euch aus dem Fenster gehangen – lasst mich nun nicht da hängen!“ Es gab sogleich 2 Awards. Im Anschluss von nur 6 Wochen Abstand flogen wir mit demselben Team nach Moskau und zeigten ihnen die heiligen Hallen der russischen Raumfahrt, geleitet durch keinen anderen als den Lehrstuhlleiter für Lebenserhaltungssysteme im All, Herrn Prof. Dr. Malozemov (MAI). Es war ein 7-Tage-VIP-Programm. Es reichte vom Sternenstädtchen über Mission Control (TsUP) bis zum Mars 500 Experiment und dem Chef der Raumfahrtagentur Roscosmos (Herrn Perminov). Ein Programmpunkt war am Ende der anstrengenden Woche auch ein Auftritt in der Deutschen Schule Moskau. Unsere Schüler trugen ihre Erlebnisse von der NASA und aus Moskau vor den Klassen vor.

Bericht auf "Sterne und Weltraum", Fachzeitschrift 2007
Fotoalbum vom Besuch unserer Schüler in der DSM, 2007
Fotoalbum vom Besuch unserer Schüler in der DSM, 2013

Seit dieser Zeit ist viel passiert. Unsere Schüler von damals studieren jetzt in aller Welt und haben es erstaunlich weit gebracht. Wir haben die Moonbuggy-Konstruktion verfeinert, als Ingenieurleistung in CAD gebracht, vervielfältigt, in Schulen von 4 Ländern getestet und sind nun auf dem Weg sie als Serienbausatz für eine Schul-AG weltweit fertig zustellen. Es fehlt nun nur noch die multilinguale Dokumentation der Montage im Brustton der Schüler. Wir wollen die Begeisterung dieses Wettbewerbes und seine Herausforderungen nebst allen Vorteilen der damit verbundenen Persönlichkeitsbildung, internationalen Referenzen, praktischer Schaffensfreude allen Schülern ermöglichen, denen die neue Zeit voller Facebook, Apps und Skype kein Fremdwort ist. Es ist für uns zu einer Lebensaufgabe geworden.

dsmAus diesem Grund besuchte ich in dieser Woche mit der 7. Generation von NASA-Schülern die russische Airshow MAKS mit einem dieser weiter-entwickelten Moonbuggys. Es ist die erste volldigitale Konstruktion und der Prototyp des CAD-CAM-Schulbausatzes. Wieder steht am Ende der Woche nun ein obligatorischer und improvisierter Besuch an der Deutschen Schule Moskau auf dem Plan. Und dieser wird zum vollen Erfolg. Die Schüler, Kollegen und Schulleitung können den Ausführungen von unseren Schülerinnen Nadine und Araceli folgen. Ich muss nur selten ergänzen.

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Zunächst fährt Araceli (15 Jahre, Mittelschülerin, 13. Platz 2013) die Schüler auf dem Moonbuggy über den Schulhof und Nadine (19 Jahre, angehende Studentin, 2. Platz 2013) instruiert die Interessenten bevor sie sich auf das Gefährt setzen dürfen. Die Mitfahrt ist wie immer für alle ein Erlebnis das sehr schnell enthemmt. Danach ist eine Infostunde im Physikraum angesetzt. Es setzen sich bereits eine Handvoll Schüler nach Schulschluss hinein und hören zu. Nadine hat nun als angehende Physiklehrerin das Zepter in der Hand. Ich führe die Stunde lediglich ein. Es hospitieren der stellvertretende Schulleiter und der Physiklehrer. Souverän steuert Nadin frei und ohne schriftliche Notizen den Unterricht. Sie baut ihren Vortrag pädagogisch schlüssig auf, bindet die Schüler mit Fragen ein, positioniert die Pilotin Araceli an die richtigen Stellen mit ein und fordert von mir aus ihrem Gedächtnis verschiedene Fotos oder Videos für die Leinwand ab. Rückfragen der Schüler steuert sie themengerecht um und strukturiert damit den Vortrag. Sie bindet die Bedürfnisse der Mädchen und Jungen mit ein und zeichnet bereits Leitbilder mit denen die Schüler etwas anfangen können. Die anwesenden Kollegen sind entzückt. Das ist wohltuend.

nadinmeldenaraceliIch schaue auch gebannt der schlanken 19-jährigen mit ihren streng nach hinten gebundenen blonden langen Haaren zu und bin ganz stolz dabei. Nadin ist bereits jetzt eine sattelfeste Naturwissenschaftslehrerin oder – Botschafterin, obwohl ihr erstes Semester erst in 4 Wochen in Dresden beginnt. Sie steckt mit jeder Faser im Geschehen und erzählt aus eigener tiefgreifender Erfahrung. Nichts von dem was sie sagt ist aufgesetzt, wirkt künstlich oder gepaukt. Sie ist absolut glaubwürdig. Es sind persönliche Momente die man als Sternstunde bezeichnen darf.

Aber auch die 15-jährige Mittelschülerin Araceli macht ihre Sache vor der Klasse gut. Nach meiner Auffassung ist sie in ihrer baden-württembergischen Heimatschule weit unterfordert. Die ist Mittelschülerin in einer 7. Klasse und stemmt hier Gymnasiums-Stoff einer 10. Klasse. Die Begeisterung unter den Schülern ist am Stundenende greifbar. Die Augen der Moskauer Jungs und Mädchen leuchten nun genauso wie der unserer beiden Mädels.

Im Mittagsgespräch mit den Kollegen und der Schulleitung wird klar, dass wir auch einiges an Logistik aufbieten können. Es macht den Einstieg für die Schule leichter und überschaubar. Wir bieten unser Moskauer Moonbuggy als Leihgabe an und allen technischen Support mit einem unserer Moskauer Ingenieure. Dipl.-Ing. Roman Tarasov fuhr dieses Moonbuggy im Vorjahr bei NASA auf den 4. Platz und ist bestens vertraut mit der Konstruktion. Er arbeitet nun in Moskau und absolvierte über unseren Verein in Leipzig einen B2-Deutschkurs mit Bestnote sowie ein 1-jähriges Praktikum als AG-Leiter. Er wird im Tandem mit dem Physiklehrer und unseren Instruktionen aus Leipzig den Erfolg dieser Arbeitsgemeinschaft in Moskau sicherstellen.

Um die Herstellung einiger Teile in russischen Handwerksbetrieben im Rahmen von Praktikas anzuschieben ist die Zusammenarbeit mit Moskauer Schulen notwendig. Hier ist Roman gleich mit mehreren polytechnischen Colleges integriert. Aber auch die Deutsche Schule Moskau besitzt da bereits Partnerschaftsanfragen aus der Umgebung. Zusätzlich sichern wir das nun entstehende interschulische Team mit handverlesenen Kandidaten aus dem russischen Jugendwettbewerb der Moskauer Airshow ab. Mir sind da ein paar ganz aufgeweckte Schüler und Schülerinnen aus den Städten Moskau, Elektrostahl und Kaluga begegnet. Ich habe sie eingeladen.

endebuggyNun muss die Zukunft zeigen, ob wir in der Lage sind die gemeinsamen Ziele auch ausgewogen umsetzen zu können – dazu immer die internationale Kooperation und den Jugendaustausch im Auge behaltend. Allerdings befürchte ich, dass dies mit der inzwischen 10-jährigen sehr exklusiven Erfahrung zwischen Washington-Leipzig-Moskau kaum Probleme bereiten wird. Wir müssen nun eine saubere mehrsprachige Dokumentation mit den Schülern erarbeiten und dieses Pilotprojekt „NASA Moonbuggy AG“ an den teilnehmenden 7 Schulen im aktuellen Schuljahr auf Erfolgskurs bringen. Nur so sehe ich eine Chance für den technisch-naturwissenschaftlichen, praktischen und ethischen Anspruch den wir uns mit diesem Projekt als Wegbereiter für unsere Jugend in der Zukunft alle stellen. Es ist die Basis für das künftige E-Buggy an Schulen und neuer Innovationen in unserer automotiven Wirtschaft.

Eine nächste Zusammenkunft wurde auf den Anfang Januar 2014 als Workshop in Moskau angesetzt. Dort werden sich unter allen involvierten Schulen aus dem russischen Gebiet die Kandidaten für den NASA-Wettbewerb im April 2014 qualifizieren. Im Gespräch mit dem stellvertretenden Schuldirektor in Moskau wurde bereits ein weiterer Moonbuggy-Besuch in der Deutschen Schule Shanghai diskutiert. Ich bin schon total gespannt darauf. In diesem Zusammenhang bin ich nun noch fester entschlossen auch die Deutsche Schule Washington mit einem Moonbuggy-Projekt in diesem Jahr zu fördern. Die teilnehmenden sächsischen Schulen werden dabei den Prüfstand für die Fernausbildung liefern.

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shakeshow

Heute geht es zum 2. Mal auf das Ausstellungs-gelände. Es ist der letzte Fach-besuchertag. Ab Morgen wird das Besucher-publikum hereinstürmen. Das offizielle Programm dieses Wettbewerbes "Auf geht´s" geht heute zu Ende. Zahlreich prominente Politiker und Wissenschaftler kommen in den Pavillipon und lassen sich die Exponate erklären. Darunter sind der Bürgermeister der Stadt Shukovski, der Vizeminister des Wissenschaftsministeriums Russlands und Kosmonauten. Besonders begehrt ist ein älterer mann mit Glatze. Er war ein Testpilot des russischen Space Shuttles "BURAN".

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Die Schüler geben alles und überbieten sich in möglichst wissenschaftlichen Erklärungen über ihre Exponate. Dies fällt unseren Mädels angesichts des Moonbuggys dann doch recht schwer. Es ist nichts sichtbares daran was nach Rakete oder Flugzeug aussieht. Die meisten sehen zuerst ein Fahrrad und fragen sich was das hier zu suchen hat. Aber Evgeniy bemüht sich anhand der Videovorführung und den Plakaten zu erklären, dass es hier um ethische Grundwerte, internationales Teamwork, gemeinsame Schaffensfreude und Begeisterung geht. Dies ist die Basis aller Ideen in der Zukunft. Dann erklärt er welche Erfolge dieses Moonbuggy bereits vorweisen kann und an welchen Orten der Welt es bereits war. Das beeindruckt. Charmant laden unsere Mädels dann jeden Betrachter ein auf dem Moonbuggy zu sitzen und betonen, dass dieser Sitz vom Porsche-Handwerker in Leipzig extra in russischen Nationalfarben angefertigt wurde. Diese Einladung ließ sich dann doch keiner entgehen! Es entshanden sympatische Fotos.

katimayorpresentDer Pavillion füllt sich mit Schülern und Gästen. Es wird eine Award-Zeremonie vorbereitet und dabei geht es etwas chaotisch zu. Unser Stand ist mit einem Male überhäuft mit Pesenten und Kartons. Die Mädels haben Mühe das Moonbuggy sicher abzustellen. Die Leiterin des Festivals verteilt die Geschenke, welche vorwiegend aus Werbepräsenten der Sponsoren bestehen. Leider wird alles in russisch gesprochen. Man kann nicht verstehen was wofür ausgegeben wird. Die kleine Kati bekommt ein Diplom für ihr selbst gebautes Raumschiff. Ich gönne es ihr vom Herzen. Aber nach einer Weile ist kein Verteilerprinzip mehr zu erkennen. Die Schüler stürmen einfach vor und erhaschen sich was sie bekommen können. Die Leiterin verliert den Überblick. Es kommt zu Missverständnissen unter Schülern und Leitung. Schade.

boeinghoneywellchinacapsuleDa flüchten wir in die anderen Messehallen, besuchen die Stände des Raumanzug-herstellers "Svesda" und der russischen Raumfahrt-agentur "Roscosmos". Wir versuchen für Yvonne einen neuen Raumanzug zu verhandeln und kommen voran. Bei Roscosmos steht die neue Sojus-Kapsel. Sie sieht ein wenig den Apollo-Kapseln ähnlich, ist aber viel höher. Da steht auch das RD-180-Triebwerk. Dieses wurde in den 80ger Jahren eigens für den Buran gebaut. Es absolvierte mit 80.000 Teststunden die größte Testserie in der Geschichte von Raketentriebwerken und gilt als ausgesprochen sicher. Da das Buran-Programm aber nicht weiter verfolgt wurde, nutzt die NASA diese Triebwerke bis heute für die Atlas-V-Rakete. Nun sollen sie auch in der neuen Sojus-Rakete zur Anwendung kommen. Es ist eine späte Renaissance bewährter Technik und eine Hommage an deren inzwischen verstorbenen Chefkonstrukteur Valentin Glushko.

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